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Kaderplanung 21/22

13.03.2021 - 18:16 Uhr
Kaderplanung 21/22 |#821
16.12.2021 - 01:33 Uhr
Glaubt Ihr wirklich an großartige Kaderveränderungen?
Also ich kann darauf verzichten jetzt Viert- bis Sechstligaspieler hier einzubauen, wenn ich doch jene mit einem gewissen Marktwert noch nichtmal richtig im Spielbetrieb getestet habe. Das macht ja die letzten Transfers noch absurder!
Ganz klar Testroet und Breitkreut abzugeben war ein riesen Fehler, Krüger war nicht zu halten (die anderen Abgänge kann man verstehen), Trujic war ne Panikentscheidung die ich nicht nachvollziehen kann bei den vorhandenen Flügelspielern, Gueye passt nicht ins System und Mance bekommt kein Vertrauen (vielleicht kein einfacher Charakter oder kein Trainingsweltmeister?).
Klar kann (muss) man sich mal ein Stürmertalent aus der Bayernliga holen, allerdings ist unser Kader schon sehr groß und muss bezahlt werden, auch wenn leider momentan viele von der KK ihr Geld bekommen.
Wir können ja nichtmal einen Härtel verleihen, da er unser letzter defensiver Wechselspieler ist!
Also welche Abgänge sind denn wirklich realisierbar, um neue Spieler zu holen?
Bei der momentanen finanziellen Lage habe ich da kaum Hoffnung auf Kaderaufhübschung und Perspektivspieler können wir uns für die 3.Liga holen. Hier und jetzt bräuchten wir jemand der sofort helfen kann und da hab ich nicht das Gefühl dass wir uns so einen leisten können. Selbst eine Leihe ist nicht umsonst.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Arzgebirger am 16.12.2021 um 01:35 Uhr bearbeitet
Kaderplanung 21/22 |#822
18.12.2021 - 21:27 Uhr
Aue wird wieder einen grossen Wunschzettel haben welche Spieler sie alle wollen

In der Sportschau



wurde wohl gerade Abdullahi von union gesprochen er soll der wunschspieler sein.
Kaderplanung 21/22 |#823
20.12.2021 - 03:29 Uhr
Man kann bekanntermaßen nur Fehler machen, wenn man eine Wahl hat. Es geht mir langsam echt gehörig gegen den Strich, dass die Spieler Breitkreuz/Testroet immer wieder aus der Mottenkiste der schlechten Totschlagargumente geholt werden.

Wir haben es doch mittlerweile schwarz auf weiß. Wir sind sechsstellig im Minus, was noch gut ist. Und wir hatten vor der Pandemie einen Kader und ein Trainerteam, welches fast 12 Mio. Euro gekostet hat. Da muss man keine höhere Mathematik betreiben, um zu wissen, dass bei 30 Mann im Kader und 6-7 Reservespielern jeder Profi mittlerweile mit einer saftigen sechsstelligen Summe nach Hause geht.

Man braucht auch kein Hellseher sein, um zu wissen, dass Breitkreuz nach einem Jahr Braunschweig und Testroet nach zwei fulminanten Spielzeiten zu den Top Verdienern gehört haben. Und wer mir dann sagt, er nimmt ohne Nachzudenken ein Millionenloch im Haushalt hin für zwei Spieler, die wechselwillig sind und schon mehrfach schwer verletzt waren, den würde ich die Kaderplanung auch nicht überlassen.

Wir können uns mit einem Provinzlandkreis im Rücken und ohne größere Sponsoren und Investoren schlicht und ergreifend nicht verschulden. Wir haben doch in Karl-Marx-Stadt gesehen, wohin das führt und wir reden hier davon den Status quo zu erhalten. Nicht davon zwei absolute Garanten zu holen. Wo war Breitkreuz denn die Stütze, wo er zuletzt nur noch als Rechtsverteidiger gespielt hat und augenscheinlich nichtmal Gonther auf die Bank verdrängen konnte? Wie gut ist denn ein Testroet im System Hensel, welches komplett auf Umschaltsspiel basiert und wo er die vergangne Spielzeit mit jemanden harmonierte, der nun weg ist?

Wenn es keine zwei Optionen gibt, dann kann man auch keine falsche Wahl treffen. Für mich ist es offenkundig, dass wir uns finanziell massiv verschlanken mussten und das rigeros. Dazu gehörte das Absägen eines Trainers, der keine jungen Spieler heranführte und mit einem steifen Profikader effektiven aber uninspirierten Fußball spielte. (Der nebenbei schon damals statistisch so schwach war wie wir jetzt), dazu gehörte es auch teure Stammspieler zu ersetzen und den Kader mit jungen günstigen Gemüse zu füllen.

Dass das ganze nicht optimal verlief, darüber brauchen wir gar nicht streiten. Das kommt eben davon, wenn man sich keine Profistrukturen und Personalien aufbaut, die einen solchen Umbruch mit viel Vorlauf planen und durchziehen. Wir haben kein breites Scouting, wir hatten keinen Sportdirektor und wir hatten keine finanziellen Reserven, die es uns ermöglicht hätten, das besser anzugehen. Das sind aber alles Sachen, die schon Jahre vereinzelt angeprangert worden sind, aber von der breiten Masse nie erkannt wurden.

Ich dachte es steckt in der Wismut-DNA und man weiß, dass man in Aue nicht über den Verhältnissen lebt und dass 1/3 aller Auer Transfers per se für die Tonne sind. Ferjani, Trujic, Mance, Gueye... 4 von 10, der Rest ist gut und rettet uns derzeit noch die Eier.

Hören wir doch endlich mal auf zu fantasieren, dass wir unser Niveau erhalten und gleichzeitig Millionen sparen, wo hier ohnehin schon jeder Cent umgedreht wird. Hören wir doch mal auf in der Scheinwelt zu leben, in der die Spieler bei uns bleiben und auf 30-40% ihres Gehalts verzichten. Testroet hat sich doch schneller verpisst, als wir schauen konnten. Wir waren auf diese Krise nicht vorbereitet, aber wir sind nicht hoffnungslos verloren. Im Winter werden auch keine neuen großen Transfers kommen. Eventuell sägt Dotchev 2-3 Jungs noch ab oder verleiht, aber es werden nur höchstens 2 kommen, wenn überhaupt. Wie ich es vor zwei Wochen schon geschrieben habe, es bringt jetzt gar nichts auf den Scherbenhaufen weiter einzuschlagen. Die Verletzten müssen fit werden, es muss eine ordentliche Vorbereitung her und wir müssen mit der Truppe hier leben lernen und zusehen, dass wir im Abstiegskampf wieder Boden gut machen.

Aber hören wir endlich auf uns in die Tasche zu lügen, dass wir bei den großen Abgängen so etwas wie eine Wahl hatten...

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Wismut Aue International
Kaderplanung 21/22 |#824
20.12.2021 - 10:11 Uhr
..._Highlander Du bist sehr zeitig am SET, aber deine Einschätzung ist sehr zutreffend. Meine Rede ist, dass man seit der Zugehörigkeit zur 2. Liga es im Verein nicht geschafft hat die Denkweise der handelnden Akteure zu ändern, über den Gartenzaun zu schauen und den eigenen Egoismus zu überwinden. Wer im Profigeschäft langfristig arbeiten will, weiß in der heutigen Zeit das Wille allein nicht ausreichend sind für Erfolge. Kurzzeitig vielleicht, aber es braucht solide langfristige finanzierbare Strukturen in allen Bereichen des Profifußballs, um die Standortnachteile entscheidend beeinflussen und in einen Vorteil umzuwandeln zu können.

Das wurde jahrelang ignoriert, weil eine kleinkarierte Philosophie vorherrschend war, die sich nicht an den Veränderungen der Realität in der Liga und dessen Umfeld orientierte, geschweige denn wurde es verabsäumt Veränderungen vorzunehmen. Zu spät hat der Verein jetzt begonnen dass nachzuholen. Aber mit welcher Bürde und in dieser Zeit - das ist sehr schwer machbar.

Nur die Region reicht eben nicht aus, war und ist ein absoluter Trugschluß. Dieses Konzept ist für die 2. Liga auf Dauer nicht tragfähig. Diesen Trend haben auch 1. Liga-Klubs zu spüren bekommen, wer sein Umfeld falsch einschätzt, steigt eben ab und braucht selbst Jahre, um aus seinen begangenen Fehlern zu lernen und die richtigen Schlußfolgerungen abzuleiten. Und wer es weiterhin nicht schnallt spielt in Liga 2 oder Liga 3.

Wer Strukturfragen vor sich her schiebt wird irgendwann davon eingeholt oder überrollt. Der Verein hat es verpaßt für klare Strukturen seit dem Start in die Liga 2 zu sorgen. Da sind schon viele Jahre vergangen!!!

Diese Analysezeit hat den Verein jetzt, wie fast jedes Jahr, zur "besinnlichen" Weihnachtszeit erreicht.

Was bleibt ist der Eindruck und der Rückblick auf die Saison 2014/15 - nicht allzu optimistisch.

Das Fazit: nach dem Aufstieg, keine Wende zum Besseren. Wunder erwarte ich auch keine, danach wird es so kommen wie immer, es wird einen neuen Kader geben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FAN50 am 20.12.2021 um 10:31 Uhr bearbeitet
Kaderplanung 21/22 |#825
20.12.2021 - 11:57 Uhr
Zitat von FCE_Highlander

Man kann bekanntermaßen nur Fehler machen, wenn man eine Wahl hat. Es geht mir langsam echt gehörig gegen den Strich, dass die Spieler Breitkreuz/Testroet immer wieder aus der Mottenkiste der schlechten Totschlagargumente geholt werden.

Wir haben es doch mittlerweile schwarz auf weiß. Wir sind sechsstellig im Minus, was noch gut ist. Und wir hatten vor der Pandemie einen Kader und ein Trainerteam, welches fast 12 Mio. Euro gekostet hat. Da muss man keine höhere Mathematik betreiben, um zu wissen, dass bei 30 Mann im Kader und 6-7 Reservespielern jeder Profi mittlerweile mit einer saftigen sechsstelligen Summe nach Hause geht.

Man braucht auch kein Hellseher sein, um zu wissen, dass Breitkreuz nach einem Jahr Braunschweig und Testroet nach zwei fulminanten Spielzeiten zu den Top Verdienern gehört haben. Und wer mir dann sagt, er nimmt ohne Nachzudenken ein Millionenloch im Haushalt hin für zwei Spieler, die wechselwillig sind und schon mehrfach schwer verletzt waren, den würde ich die Kaderplanung auch nicht überlassen.

Wir können uns mit einem Provinzlandkreis im Rücken und ohne größere Sponsoren und Investoren schlicht und ergreifend nicht verschulden. Wir haben doch in Karl-Marx-Stadt gesehen, wohin das führt und wir reden hier davon den Status quo zu erhalten. Nicht davon zwei absolute Garanten zu holen. Wo war Breitkreuz denn die Stütze, wo er zuletzt nur noch als Rechtsverteidiger gespielt hat und augenscheinlich nichtmal Gonther auf die Bank verdrängen konnte? Wie gut ist denn ein Testroet im System Hensel, welches komplett auf Umschaltsspiel basiert und wo er die vergangne Spielzeit mit jemanden harmonierte, der nun weg ist?

Wenn es keine zwei Optionen gibt, dann kann man auch keine falsche Wahl treffen. Für mich ist es offenkundig, dass wir uns finanziell massiv verschlanken mussten und das rigeros. Dazu gehörte das Absägen eines Trainers, der keine jungen Spieler heranführte und mit einem steifen Profikader effektiven aber uninspirierten Fußball spielte. (Der nebenbei schon damals statistisch so schwach war wie wir jetzt), dazu gehörte es auch teure Stammspieler zu ersetzen und den Kader mit jungen günstigen Gemüse zu füllen.

Dass das ganze nicht optimal verlief, darüber brauchen wir gar nicht streiten. Das kommt eben davon, wenn man sich keine Profistrukturen und Personalien aufbaut, die einen solchen Umbruch mit viel Vorlauf planen und durchziehen. Wir haben kein breites Scouting, wir hatten keinen Sportdirektor und wir hatten keine finanziellen Reserven, die es uns ermöglicht hätten, das besser anzugehen. Das sind aber alles Sachen, die schon Jahre vereinzelt angeprangert worden sind, aber von der breiten Masse nie erkannt wurden.

Ich dachte es steckt in der Wismut-DNA und man weiß, dass man in Aue nicht über den Verhältnissen lebt und dass 1/3 aller Auer Transfers per se für die Tonne sind. Ferjani, Trujic, Mance, Gueye... 4 von 10, der Rest ist gut und rettet uns derzeit noch die Eier.

Hören wir doch endlich mal auf zu fantasieren, dass wir unser Niveau erhalten und gleichzeitig Millionen sparen, wo hier ohnehin schon jeder Cent umgedreht wird. Hören wir doch mal auf in der Scheinwelt zu leben, in der die Spieler bei uns bleiben und auf 30-40% ihres Gehalts verzichten. Testroet hat sich doch schneller verpisst, als wir schauen konnten. Wir waren auf diese Krise nicht vorbereitet, aber wir sind nicht hoffnungslos verloren. Im Winter werden auch keine neuen großen Transfers kommen. Eventuell sägt Dotchev 2-3 Jungs noch ab oder verleiht, aber es werden nur höchstens 2 kommen, wenn überhaupt. Wie ich es vor zwei Wochen schon geschrieben habe, es bringt jetzt gar nichts auf den Scherbenhaufen weiter einzuschlagen. Die Verletzten müssen fit werden, es muss eine ordentliche Vorbereitung her und wir müssen mit der Truppe hier leben lernen und zusehen, dass wir im Abstiegskampf wieder Boden gut machen.

Aber hören wir endlich auf uns in die Tasche zu lügen, dass wir bei den großen Abgängen so etwas wie eine Wahl hatten...



Sorry aber vieles was du schreibst ist nur eine Rechtfertigung für die Misere, die man hat kommen sehen. Kritiker haben dies alles im Sommer prophezeit und wurden alle als zu negativ oder Pessimisten abgetan.

Das wenig Geld vorhanden war, ist unbestritten. Unbestritten aber auch das die andauernden Korrekturen uns jetzt mehr Geld kosten als eine vernünftige Kaderplanung. Was haben die drei Stürmerverpflichtungen insgesamt nun schon gekostet, anstatt einem bewährten Knipser namens Testroet weiter zu verpflichten ? Denn dieser würde sicherlich mehr Buden machen als die drei zusammen.

Breitkreutz und Testroet wollten bleiben !! Es war der Wundertrainer und El Presidento die sie nicht mehr haben wollten. So war doch der wahre Hintergrund !!
Nein sie paßten nicht ins Konzept, man wollte nun jünger, leipzig mäßig, schnelles Umschaltspiel auftreten. Man wollte etwas kopieren was man gar nicht intus hat. Aue sollte trendiger, lifestyliger daherkommen. Nix mehr Kohlekumpel. Erst als der Kahn wankte erinnerte man sich wieder der Wismut Gene.

Und auf Schuster mögen einige nochmals draufschlagen, das was er punktemäßig rausholte war ohne Frage substantieller als der neue kasachische Wundertrainer, der hier von einigen vor nicht allzulanger Zeit als der "Allerselige" gepriesen wurde. Den Schuh müssen sich hier einige "Experten" anziehen.
Und wenn der Präsident damals farmulierte, "der Kader sei tot...." gewesen.... ja bitte, was ist denn nun das was heut davon übrig ist ? Das ist ein Drittliga Kader, mehr ist das nicht.

Auch ohne großes Scouting, Sportdirektor usw. hielt man komischerweise jahrelang die Liga. Da Substanz aufgebaut wurde, erfahrene Spieler verpflichtet, statt Dummschwätzer und größenwahnsinnige Heilsversprecher. Aue ging jahrelang seinen eigenen erfolgreichen Weg. Bescheiden, aber grundehrliche Arbeit. Dorthin muß man wieder zurück. Tugenden die heute verpönt, aber Grundlage für vieles sind, statt von großen Budgets zu träumen die es mittelfristig kaum geben wird.

Aue muß Aue bleiben, heimatverbunden und treu zu seinen Fans. Denn diese sind das einzige Kapital was Aue noch hat.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von saari am 20.12.2021 um 12:01 Uhr bearbeitet
Kaderplanung 21/22 |#826
20.12.2021 - 12:12 Uhr
Zitat von saari
Zitat von FCE_Highlander

Man kann bekanntermaßen nur Fehler machen, wenn man eine Wahl hat. Es geht mir langsam echt gehörig gegen den Strich, dass die Spieler Breitkreuz/Testroet immer wieder aus der Mottenkiste der schlechten Totschlagargumente geholt werden.

Wir haben es doch mittlerweile schwarz auf weiß. Wir sind sechsstellig im Minus, was noch gut ist. Und wir hatten vor der Pandemie einen Kader und ein Trainerteam, welches fast 12 Mio. Euro gekostet hat. Da muss man keine höhere Mathematik betreiben, um zu wissen, dass bei 30 Mann im Kader und 6-7 Reservespielern jeder Profi mittlerweile mit einer saftigen sechsstelligen Summe nach Hause geht.

Man braucht auch kein Hellseher sein, um zu wissen, dass Breitkreuz nach einem Jahr Braunschweig und Testroet nach zwei fulminanten Spielzeiten zu den Top Verdienern gehört haben. Und wer mir dann sagt, er nimmt ohne Nachzudenken ein Millionenloch im Haushalt hin für zwei Spieler, die wechselwillig sind und schon mehrfach schwer verletzt waren, den würde ich die Kaderplanung auch nicht überlassen.

Wir können uns mit einem Provinzlandkreis im Rücken und ohne größere Sponsoren und Investoren schlicht und ergreifend nicht verschulden. Wir haben doch in Karl-Marx-Stadt gesehen, wohin das führt und wir reden hier davon den Status quo zu erhalten. Nicht davon zwei absolute Garanten zu holen. Wo war Breitkreuz denn die Stütze, wo er zuletzt nur noch als Rechtsverteidiger gespielt hat und augenscheinlich nichtmal Gonther auf die Bank verdrängen konnte? Wie gut ist denn ein Testroet im System Hensel, welches komplett auf Umschaltsspiel basiert und wo er die vergangne Spielzeit mit jemanden harmonierte, der nun weg ist?

Wenn es keine zwei Optionen gibt, dann kann man auch keine falsche Wahl treffen. Für mich ist es offenkundig, dass wir uns finanziell massiv verschlanken mussten und das rigeros. Dazu gehörte das Absägen eines Trainers, der keine jungen Spieler heranführte und mit einem steifen Profikader effektiven aber uninspirierten Fußball spielte. (Der nebenbei schon damals statistisch so schwach war wie wir jetzt), dazu gehörte es auch teure Stammspieler zu ersetzen und den Kader mit jungen günstigen Gemüse zu füllen.

Dass das ganze nicht optimal verlief, darüber brauchen wir gar nicht streiten. Das kommt eben davon, wenn man sich keine Profistrukturen und Personalien aufbaut, die einen solchen Umbruch mit viel Vorlauf planen und durchziehen. Wir haben kein breites Scouting, wir hatten keinen Sportdirektor und wir hatten keine finanziellen Reserven, die es uns ermöglicht hätten, das besser anzugehen. Das sind aber alles Sachen, die schon Jahre vereinzelt angeprangert worden sind, aber von der breiten Masse nie erkannt wurden.

Ich dachte es steckt in der Wismut-DNA und man weiß, dass man in Aue nicht über den Verhältnissen lebt und dass 1/3 aller Auer Transfers per se für die Tonne sind. Ferjani, Trujic, Mance, Gueye... 4 von 10, der Rest ist gut und rettet uns derzeit noch die Eier.

Hören wir doch endlich mal auf zu fantasieren, dass wir unser Niveau erhalten und gleichzeitig Millionen sparen, wo hier ohnehin schon jeder Cent umgedreht wird. Hören wir doch mal auf in der Scheinwelt zu leben, in der die Spieler bei uns bleiben und auf 30-40% ihres Gehalts verzichten. Testroet hat sich doch schneller verpisst, als wir schauen konnten. Wir waren auf diese Krise nicht vorbereitet, aber wir sind nicht hoffnungslos verloren. Im Winter werden auch keine neuen großen Transfers kommen. Eventuell sägt Dotchev 2-3 Jungs noch ab oder verleiht, aber es werden nur höchstens 2 kommen, wenn überhaupt. Wie ich es vor zwei Wochen schon geschrieben habe, es bringt jetzt gar nichts auf den Scherbenhaufen weiter einzuschlagen. Die Verletzten müssen fit werden, es muss eine ordentliche Vorbereitung her und wir müssen mit der Truppe hier leben lernen und zusehen, dass wir im Abstiegskampf wieder Boden gut machen.

Aber hören wir endlich auf uns in die Tasche zu lügen, dass wir bei den großen Abgängen so etwas wie eine Wahl hatten...



Sorry aber vieles was du schreibst ist nur eine Rechtfertigung für die Misere, die man hat kommen sehen. Kritiker haben dies alles im Sommer prophezeit und wurden alle als zu negativ oder Pessimisten abgetan.

Das wenig Geld vorhanden war, ist unbestritten. Unbestritten aber auch das die andauernden Korrekturen uns jetzt mehr Geld kosten als eine vernünftige Kaderplanung. Was haben die drei Stürmerverpflichtungen insgesamt nun schon gekostet, anstatt einem bewährten Knipser namens Testroet weiter zu verpflichten ? Denn dieser würde sicherlich mehr Buden machen als die drei zusammen.

Breitkreutz und Testroet wollten bleiben !! Es war der Wundertrainer und El Presidento die sie nicht mehr haben wollten. So war doch der wahre Hintergrund !!
Nein sie paßten nicht ins Konzept, man wollte nun jünger, leipzig mäßig, schnelles Umschaltspiel auftreten. Man wollte etwas kopieren was man gar nicht intus hat. Aue sollte trendiger, lifestyliger daherkommen. Nix mehr Kohlekumpel. Erst als der Kahn wankte erinnerte man sich wieder der Wismut Gene.

Und auf Schuster mögen einige nochmals draufschlagen, das was er punktemäßig rausholte war ohne Frage substantieller als der neue kasachische Wundertrainer, der hier von einigen vor nicht allzulanger Zeit als der "Allerselige" gepriesen wurde. Den Schuh müssen sich hier einige "Experten" anziehen.
Und wenn der Präsident damals farmulierte, "der Kader sei tot...." gewesen.... ja bitte, was ist denn nun das was heut davon übrig ist ? Das ist ein Drittliga Kader, mehr ist das nicht.

Auch ohne großes Scouting, Sportdirektor usw. hielt man komischerweise jahrelang die Liga. Da Substanz aufgebaut wurde, erfahrene Spieler verpflichtet, statt Dummschwätzer und größenwahnsinnige Heilsversprecher. Aue ging jahrelang seinen eigenen erfolgreichen Weg. Bescheiden, aber grundehrliche Arbeit. Dorthin muß man wieder zurück. Tugenden die heute verpönt, aber Grundlage für vieles sind, statt von großen Budgets zu träumen die es mittelfristig kaum geben wird.

Aue muß Aue bleiben, heimatverbunden und treu zu seinen Fans. Denn diese sind das einzige Kapital was Aue noch hat.



..Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Genauso sehe ich das auch.
Kaderplanung 21/22 |#827
20.12.2021 - 14:19 Uhr
Zitat von saari
Zitat von FCE_Highlander

Man kann bekanntermaßen nur Fehler machen, wenn man eine Wahl hat. Es geht mir langsam echt gehörig gegen den Strich, dass die Spieler Breitkreuz/Testroet immer wieder aus der Mottenkiste der schlechten Totschlagargumente geholt werden.

Wir haben es doch mittlerweile schwarz auf weiß. Wir sind sechsstellig im Minus, was noch gut ist. Und wir hatten vor der Pandemie einen Kader und ein Trainerteam, welches fast 12 Mio. Euro gekostet hat. Da muss man keine höhere Mathematik betreiben, um zu wissen, dass bei 30 Mann im Kader und 6-7 Reservespielern jeder Profi mittlerweile mit einer saftigen sechsstelligen Summe nach Hause geht.

Man braucht auch kein Hellseher sein, um zu wissen, dass Breitkreuz nach einem Jahr Braunschweig und Testroet nach zwei fulminanten Spielzeiten zu den Top Verdienern gehört haben. Und wer mir dann sagt, er nimmt ohne Nachzudenken ein Millionenloch im Haushalt hin für zwei Spieler, die wechselwillig sind und schon mehrfach schwer verletzt waren, den würde ich die Kaderplanung auch nicht überlassen.

Wir können uns mit einem Provinzlandkreis im Rücken und ohne größere Sponsoren und Investoren schlicht und ergreifend nicht verschulden. Wir haben doch in Karl-Marx-Stadt gesehen, wohin das führt und wir reden hier davon den Status quo zu erhalten. Nicht davon zwei absolute Garanten zu holen. Wo war Breitkreuz denn die Stütze, wo er zuletzt nur noch als Rechtsverteidiger gespielt hat und augenscheinlich nichtmal Gonther auf die Bank verdrängen konnte? Wie gut ist denn ein Testroet im System Hensel, welches komplett auf Umschaltsspiel basiert und wo er die vergangne Spielzeit mit jemanden harmonierte, der nun weg ist?

Wenn es keine zwei Optionen gibt, dann kann man auch keine falsche Wahl treffen. Für mich ist es offenkundig, dass wir uns finanziell massiv verschlanken mussten und das rigeros. Dazu gehörte das Absägen eines Trainers, der keine jungen Spieler heranführte und mit einem steifen Profikader effektiven aber uninspirierten Fußball spielte. (Der nebenbei schon damals statistisch so schwach war wie wir jetzt), dazu gehörte es auch teure Stammspieler zu ersetzen und den Kader mit jungen günstigen Gemüse zu füllen.

Dass das ganze nicht optimal verlief, darüber brauchen wir gar nicht streiten. Das kommt eben davon, wenn man sich keine Profistrukturen und Personalien aufbaut, die einen solchen Umbruch mit viel Vorlauf planen und durchziehen. Wir haben kein breites Scouting, wir hatten keinen Sportdirektor und wir hatten keine finanziellen Reserven, die es uns ermöglicht hätten, das besser anzugehen. Das sind aber alles Sachen, die schon Jahre vereinzelt angeprangert worden sind, aber von der breiten Masse nie erkannt wurden.

Ich dachte es steckt in der Wismut-DNA und man weiß, dass man in Aue nicht über den Verhältnissen lebt und dass 1/3 aller Auer Transfers per se für die Tonne sind. Ferjani, Trujic, Mance, Gueye... 4 von 10, der Rest ist gut und rettet uns derzeit noch die Eier.

Hören wir doch endlich mal auf zu fantasieren, dass wir unser Niveau erhalten und gleichzeitig Millionen sparen, wo hier ohnehin schon jeder Cent umgedreht wird. Hören wir doch mal auf in der Scheinwelt zu leben, in der die Spieler bei uns bleiben und auf 30-40% ihres Gehalts verzichten. Testroet hat sich doch schneller verpisst, als wir schauen konnten. Wir waren auf diese Krise nicht vorbereitet, aber wir sind nicht hoffnungslos verloren. Im Winter werden auch keine neuen großen Transfers kommen. Eventuell sägt Dotchev 2-3 Jungs noch ab oder verleiht, aber es werden nur höchstens 2 kommen, wenn überhaupt. Wie ich es vor zwei Wochen schon geschrieben habe, es bringt jetzt gar nichts auf den Scherbenhaufen weiter einzuschlagen. Die Verletzten müssen fit werden, es muss eine ordentliche Vorbereitung her und wir müssen mit der Truppe hier leben lernen und zusehen, dass wir im Abstiegskampf wieder Boden gut machen.

Aber hören wir endlich auf uns in die Tasche zu lügen, dass wir bei den großen Abgängen so etwas wie eine Wahl hatten...



Sorry aber vieles was du schreibst ist nur eine Rechtfertigung für die Misere, die man hat kommen sehen. Kritiker haben dies alles im Sommer prophezeit und wurden alle als zu negativ oder Pessimisten abgetan.

Das wenig Geld vorhanden war, ist unbestritten. Unbestritten aber auch das die andauernden Korrekturen uns jetzt mehr Geld kosten als eine vernünftige Kaderplanung. Was haben die drei Stürmerverpflichtungen insgesamt nun schon gekostet, anstatt einem bewährten Knipser namens Testroet weiter zu verpflichten ? Denn dieser würde sicherlich mehr Buden machen als die drei zusammen.

Breitkreutz und Testroet wollten bleiben !! Es war der Wundertrainer und El Presidento die sie nicht mehr haben wollten. So war doch der wahre Hintergrund !!
Nein sie paßten nicht ins Konzept, man wollte nun jünger, leipzig mäßig, schnelles Umschaltspiel auftreten. Man wollte etwas kopieren was man gar nicht intus hat. Aue sollte trendiger, lifestyliger daherkommen. Nix mehr Kohlekumpel. Erst als der Kahn wankte erinnerte man sich wieder der Wismut Gene.

Und auf Schuster mögen einige nochmals draufschlagen, das was er punktemäßig rausholte war ohne Frage substantieller als der neue kasachische Wundertrainer, der hier von einigen vor nicht allzulanger Zeit als der "Allerselige" gepriesen wurde. Den Schuh müssen sich hier einige "Experten" anziehen.
Und wenn der Präsident damals farmulierte, "der Kader sei tot...." gewesen.... ja bitte, was ist denn nun das was heut davon übrig ist ? Das ist ein Drittliga Kader, mehr ist das nicht.

Auch ohne großes Scouting, Sportdirektor usw. hielt man komischerweise jahrelang die Liga. Da Substanz aufgebaut wurde, erfahrene Spieler verpflichtet, statt Dummschwätzer und größenwahnsinnige Heilsversprecher. Aue ging jahrelang seinen eigenen erfolgreichen Weg. Bescheiden, aber grundehrliche Arbeit. Dorthin muß man wieder zurück. Tugenden die heute verpönt, aber Grundlage für vieles sind, statt von großen Budgets zu träumen die es mittelfristig kaum geben wird.

Aue muß Aue bleiben, heimatverbunden und treu zu seinen Fans. Denn diese sind das einzige Kapital was Aue noch hat.

Auch wenn ich dir in einigem Recht gebe, ist mir das bei vielen hier doch ein sehr starkes Schwarz-Weiß-Denken.
Bspw. habe ich mich im Bezug zum neuen Trainer geirrt, das gebe ich auch offen zu. Ich hatte gehofft einen modernen Fußball zu sehen wie bspw. unter Tedesco und auch junge Spieler eingebunden zu wissen.
Zwar haben wir hier nicht jedes Spiel haushoch verloren, aber unterm Strich hats nicht gereicht, das stimmt.

Jedoch kann hier niemand im Umkehrschluss sagen, dass wir mit RV Breitkreuz und MS Testroet mehr Punkte hätten.
Fakt ist, dass Testroet in seinen bisherigen Spielen 6 Tore geschossen und dem SVS damit direkt 7 Punkte eingebracht hat, wenn man es herunterbricht.
Fakt ist auch, dass Jonjic in seinen bisherigen Spielen 5 Tore geschossen und uns damit 7 Punkte eingebracht hat.
Ich weiß nicht, ob ein Wechsel des MS allein uns in der Tabelle ins sichere Mittelfeld katapultiert hätte.

Wir wissen, dass wenig Geld da ist und fast alle Verpflichtungen nach den Abgängen von Testroet und Krüger (der wird komplett vergessen in der Argumentation) getätigt wurden.
Ich weiß nicht, ob wir einen Schreck, Kühn, Carlson oder Sijaric bekommen hätten können bzw. finanzieren hätten können ohne diese Abgänge und jetzt weiß ich auch nicht, ob eine Mannschaft ohne diese Spieler, aber mit Testroet (der ja nicht nur den massiven Kontrakt abgab, sondern auch 200.000€ Ablöse eingespielt hat) so viel erfolgreicher gewesen wäre, zumal auch er 31 ist und ebenfalls 5 1/2 Spiele verletzungsbedingt verpasste.

Schuster war ein sehr guter Trainer, den ich sehr schätze, aber er hat eben nur auf Erfahrung gebaut. Das Durchschnittsalter seiner Teams lag bei 30,0. Dieses Jahr wäre es noch höher gewesen und das hat den Nachteil, dass eben diese Spieler häufiger verletzt und eher am Limit sind.
Die Spieler die derzeit verletzt oder länger ausfielen, sind:
Ballas(28), Gonther(35), Cacutalua(27), Bussmann(30), Zolinski(29), Gnjatic(30), Hochscheidt(34), Riese(32)
Nur Ferjani(20) fällt als jüngerer Spieler lange Zeit aus.
Ich weiß nicht, ob Testroet + meinetwegen zwei Spieler 28+, die wir noch hätten verpflichten können, uns da rausgeholfen hätten. Schuster hat ja gemeint, dass die Planungen komplett konträr liefen und da kann man sich sicher vorstellen wie die Grundrichtung aussah, auch ohne total involviert zu sein.
Selbst wenn wir noch ein Jahr mit Ach und Krach den Klassenerhalt geschafft hätten, wäre das Team nächstes Jahr wieder älter gewesen und irgendwann musst du einfach jüngere Spieler integrieren. Man sieht ja bei Jonjic oder Daferner, das da Spieler permanent auf der Bank saßen, die durchaus 2.Liganiveau haben.
Zudem habe ich mehrfach gesagt, dass Schuster nie getauscht hat, selbst während eines 8:3-Spiels nicht, sodass junge Spieler verprellt und gleichzeitig alte Spieler, die dauernd spielen, zunehmend müde werden, was mMn u.a. die Leistungsabfälle in der Rückrunde erklärt.

Kurz und knapp ist es mir zu einfach zu sagen: Der Präsident muss gehen und mit Testroet und Breitkreuz(den Schuster ja auch nicht mehr haben wollte) (sowie möglicherweise Schuster als Trainer) würden wir hier im gesicherten Mittelfeld agieren. Weil Kritik üben ist ja gut und viele haben Shpilevski (zurecht) pessimistisch gesehen, aber niemand zeigt eine stichhaltige Alternative auf oder denkt ihr, dass wir mit zwei neuen 28+ Spielern hier weiter oben stehen würden? Und wie sähe das nächstes Jahr aus.
Sandhausen fährt exakt diesen Weg, der teilweise herbeigesehnt wird, die haben regelmäßig Kader mit knapp 30 Jahren und Pascal Testroet als Mittelstürmer, aber die standen nach Abschluss der Hinrunde sogar auf Platz 17.
Kaderplanung 21/22 |#828
20.12.2021 - 15:09 Uhr
Zitat von saari

Sorry aber vieles was du schreibst ist nur eine Rechtfertigung für die Misere, die man hat kommen sehen. Kritiker haben dies alles im Sommer prophezeit und wurden alle als zu negativ oder Pessimisten abgetan.

Das wenig Geld vorhanden war, ist unbestritten. Unbestritten aber auch das die andauernden Korrekturen uns jetzt mehr Geld kosten als eine vernünftige Kaderplanung. Was haben die drei Stürmerverpflichtungen insgesamt nun schon gekostet, anstatt einem bewährten Knipser namens Testroet weiter zu verpflichten ? Denn dieser würde sicherlich mehr Buden machen als die drei zusammen.

Breitkreutz und Testroet wollten bleiben !! Es war der Wundertrainer und El Presidento die sie nicht mehr haben wollten. So war doch der wahre Hintergrund !!
Nein sie paßten nicht ins Konzept, man wollte nun jünger, leipzig mäßig, schnelles Umschaltspiel auftreten. Man wollte etwas kopieren was man gar nicht intus hat. Aue sollte trendiger, lifestyliger daherkommen. Nix mehr Kohlekumpel. Erst als der Kahn wankte erinnerte man sich wieder der Wismut Gene.

Und auf Schuster mögen einige nochmals draufschlagen, das was er punktemäßig rausholte war ohne Frage substantieller als der neue kasachische Wundertrainer, der hier von einigen vor nicht allzulanger Zeit als der "Allerselige" gepriesen wurde. Den Schuh müssen sich hier einige "Experten" anziehen.
Und wenn der Präsident damals farmulierte, "der Kader sei tot...." gewesen.... ja bitte, was ist denn nun das was heut davon übrig ist ? Das ist ein Drittliga Kader, mehr ist das nicht.

Auch ohne großes Scouting, Sportdirektor usw. hielt man komischerweise jahrelang die Liga. Da Substanz aufgebaut wurde, erfahrene Spieler verpflichtet, statt Dummschwätzer und größenwahnsinnige Heilsversprecher. Aue ging jahrelang seinen eigenen erfolgreichen Weg. Bescheiden, aber grundehrliche Arbeit. Dorthin muß man wieder zurück. Tugenden die heute verpönt, aber Grundlage für vieles sind, statt von großen Budgets zu träumen die es mittelfristig kaum geben wird.

Aue muß Aue bleiben, heimatverbunden und treu zu seinen Fans. Denn diese sind das einzige Kapital was Aue noch hat.


Das ist schlicht und ergreifend nicht richtig, wir haben bereits im vergangenen Jahr die Kaderausgaben um eine halbe Millionen gedrückt, jetzt wurde noch mehr gespart.

Ein Barylla ist günstiger als ein Rizzuto. Ein Ferjani, Carlson sind güstiger als Kalig und Breitkreuz. Ein Mance ist günstiger als Testroet. Messeguem günstiger als Samson. Shpilevski war günstiger als Schuster

wir haben bei allen Transfers einsparen können und mussten das auch. Wir haben einen komplett dünnen Kader verjüngt, da konnte man kaum etwas ausdünnen. Wie gesagt da gab es keine Wahl und von den Spielern die Vertrag hatten, wer wäre da gegangen und hätte auf sein Gehalt verzichtet? Niemand! Wir haben bestimmt eine Millionen, wenn nicht zwei eingespart. Wir können gar nicht mehr ausgeben, die Kassen sind nämlich leer. Wir hätten für Schuster, Breitkreuz und Testroet schlicht kein Geld gehabt.

Wir waren mit Schuster nach allen Statistiken eigentlich ein Abstiegskandidat, haben so gespielt und dementsprechend mau sah die Rückrunde aus. Nur vor dem Tor waren wir mal ausnahmsweise effektiver als der Rest der Liga. Und mit der gezeigten Leistung, mit dem nicht vorhandenen Entwicklungspotenzial dieser Ü30 Truppe sollen wir uns über ein Jahrzehnt verschulden?!
Wir haben Jahre gebraucht, um uns ein kleines sechsstelliges Polster anzufressen und hier wird ernsthaft gefordert, dass wir uns mit 1-2 Millionen verschulden...? Das ist hanebüchen.

Alte Wismut-Gene?! Auch das ist absolut plakativ, sonst nichts. Wann haben wir zuletzt Kohlegruben Fußball gespielt, welche Mannschaft spielt das überhaupt noch so? Dafür gibt es kein Spielermaterial, dafür gibt es kaum noch Trainer.
Dass wir uns der Philosphie eines Trainers unterwerfen, ist auch überhaupt nichts neues, das war bei jedem Trainer der letzten 10 Jahre so. Man kann genauso sagen, wir stecken jetzt so tief drin, weil man 2 Jahre lang den Erneuerungsprozess unter Schuster verschlafen hat. Der Fehler liegt darin, hier alle paar Jahre eine neue Richtung einzuschlagen, immer wieder den Kurs zu ändern und alles zu feuern und zu verdammen, was hier zwar Perspektive, aber keinen direkten Erfolg hat.

Zwei unserer Ex-Trainer spielen mittlerweile international. Ich gehe jede Wette dieser Welt ein, dass die Herren Letsch, Meyer und Tedesco über Jahre höher und besser vertreten sein werden als Dotchev und Schuster. Wir werden ja sehen wo sich ein Shpilevski demnächst einreiht. Aber wenn wir als Verein im mittleren Profifußball ohne externe Investoren bestehen wollen, ist es vielleich tnotwendig, sich den Veränderungen und Entwicklungen der Zeit anzupassen. Und nicht dem Glauben zu verfallen, solange ein Trainer mit Schnauzer an der Linie steht und Kurth nur lang genug läuft und hart genug tritt und der lange Pole die Tore macht, kriegen wir Alemannia Aachen, Kickers Offenbach und RW Essen schon klein.

Sagt mir mit welchem Trainer, mit welchem Abgängen und mit welchem Zugängen wir jetzt um Längen besser dastehen würden und gleichzeitig genauso finanziell abgesichtert wären. Ich lasse mir gern alles erzählen. Aber dieses "mit Tick, Trick und Track wäre alles im Lot" ist wirklich nur gehaltslos.

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Wismut Aue International
Kaderplanung 21/22 |#829
20.12.2021 - 15:49 Uhr
Also für mich gab es nur 2 entscheidende Abgänge und die waren Breitkreuz und Testroet und ich bin mir ziemlich sicher dass wir die hätten halten können. Krüger ist außen vor, der Abgang war nicht zu vermeiden und mit der Vertragsverlängerung zuvor hat er uns doch noch einen wirklichen Dienst erwiesen!

Breitkreuz war nach eigener Aussage überrascht als man ihm mitteilte, dass man in dieser Saison nicht mit plant! Übrigens hat er in bisher 18 Partien (inkl. Pokal) auch 3 Tore geschossen.
Testroet hat in 12 Spielen 6 Tore geschossen und pro Tor 139 Spielminuten benötigt wohingegen Jonjic in 13 Spielen 5 Tore erzielte und pro Tor 189 Minuten brauchte. Das ist schon ein Unterschied und dann kann man sich die Tore der beiden ja gern nochmal im Videovergleich anschauen und beurteilen wer hier wirklich Torgefahr ausstrahlt! Hätte man PT vollstes Vertrauen ausgesprochen und für einen Sturmpartner ähnlich Krüger gesorgt, wäre der auch nicht gegangen. Aber nach der Vorhersage "Bank statt Startelf" wäre mir das als eigentlicher Torgarant auch sauer aufgestoßen!

Aber das lässt sich alles nicht mehr ändern.

Fakt ist dass man zu viele Baustellen mit einem Schlag aufgerissen hat und statt Klasse wiedermal auf Masse baute.
Dazu kamen überdurchschnittlich vielen Ausfälle im defensiven Mannschaftsbereich und nun reicht das Material eben nicht um regelmäßig zu punkten. Die Stürmer Gueye und Mance (warum der auch immer) schlugen nicht ein und auf den Flügeln haben wir dafür mindestens 6 die dort offensiv spielen könnten!
An diesem Stelle fällt uns scheinbar das nicht vorhandene Scouting wiedermal ordentlich auf die Füße.
Mit einer ausgewogenen Kaderzusammenstellung hätten wir den (im Nachhinein) klaren Trainerfehlgriff sicher besser korrigieren können.
Keiner von uns ist doch gegen Kaderverjüngung aber mit der Brechstange geht die per Ansage vor den Baum.
Spieler wie Kühn, Messeguem und Schreck muss man holen aber sie können keine Zweitligamannschaft führen oder sofort zum Unterschiedspieler werden.

Zu dem ganzen Umstrukturieungsgeplauder trage ich mal nicht viel Besserwisserisches bei. Sowas muss eine fließende Entwicklung sein und dabei braucht man eine gemeinsame Philosophie mit klaren Zielen.
Wackelt diese im Verein (wie auch in Firmen) führen Umstrukturierungen oft zu Rückschlägen, wenn nicht schlimmer.
In diesem Falle wäre ein Festhalten an bewährten Abläufen und Werten verbunden mit einer Reformation in kleinen Schritten der erfolgreichere Weg.
Dies konnte und kann ich gerade an verschiedenen Beispielen beobachten.
Übrigens genau so wie schlaue Ratschläge und Vorwürfe von Outsidern, welche großteils weder Bezug noch Kenntnisse der Interna, der externen Einflüsse, der Zahlen und Statistiken sowie der Struktur der Rahmenbedingungen mitbringen.

Wenn es so einfach wäre dann engagieren wir doch einfach einen Unternehmensberater mit Spezialisierung auf Sportvereine, werfen ihm nen Haufen Kohle in den Rachen, um im Nachhinein festzustellen dass genau diese Kohle fehlte, um die Klasse zu halten. Dafür liegen dem Verein die verordneten Maßnahmen langfristig so schwer auf der Tasche, dass man nach einem Abstieg gleich zuschließen kann.
Das klingt jetzt sicher etwas extrem formuliert, aber sowas soll es ja geben.

Für eine Verein wie Aue bleibt es meiner Meinung nach ein Muss Werte zu erhalten, Demut zu üben, ruhig und bedacht mit den finanziellen Mitteln umzugehen, seine Identität zu wahren, seiner Unterstützer wertzuschätzen, seine Stärke auch aus Tradition und Region zu ziehen und statt großer Sprünge kleine Schritte mit akribischer Arbeit umzusetzen.

Tut man das nicht landet man schnell im Kängurumodus "Nichts im Beutel aber große Sprünge machen" und der wird sicher hier zu nichts führen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Arzgebirger am 20.12.2021 um 15:53 Uhr bearbeitet
Kaderplanung 21/22 |#830
20.12.2021 - 16:51 Uhr
@FAN50
Es ist aber eben nicht so leicht eine Philosophie umzudrehen. Vor allem nicht, wenn sie dein unique selling point ist. Ich mein das gallische Dorf hat all die Jahre gut gezogen. Davon löst man sich nicht so leicht. Im Idealfall wächst etwas neues von unten herauf. Mannschaft und Trainer und dann infiziert es den ganzen Verein, angefangen von den Fans, bis in die obersten Etagen.

Das ist aber nicht so leicht, wenn die Halbwertszeit eines Trainers und eines Spielers in einem Verein nur noch 1 jahr beträgt. Ein Tedesco hat hier viel ins Wanken gebracht und wir waren bemüht das zu kopieren. Schlecht sah das auch nicht aus, nur haben wir es nicht geschafft konstant da dran zu bleiben. Dann wären vielleicht auch mit Transfereinnahmen größere Schritte drin gewesen. Ich mein in Sachen NLZ und Infrastruktur hat sich enorm viel getan und das ist auch sehr wichtig gewesen. Das soll nicht unter den Tisch fallen.

Nichtsdestotrotz sehe ich unsere Zukunft eigentlich nur darin, dass wir jedes Jahr 5-6 U22 Spieler in den Verein holen, mit zwei Flops rechnen, zwei weiterentwickeln und verkaufen und wir die übrigen zwei a la Männel, Hochscheidt und Co. langfristig binden. Eben ein klassischer Ausbildungsverein. Soll nicht heißen, dass wir keine Etablierten mehr holen sollten. Aber wir können nur überleben, in dem wir mehr durch Spielerverkäufe einnehmen als wir für Kicker ausgeben und zwar jedes Jahr.

Wäre Corona nicht gewesen hätten wir den Gürtel vielleicht nicht enger schnallen müssen. Da wäre der Umbruch vielleicht mit weniger schmerzlichen Verlusten und besseren Neuzugängen eher geglückt oder hätte über drei Transferperioden gestreckt werden können. Schlussendlich müssen wir damit leben, was wir haben. Es ist nunmal jetzt nur noch Hensel da, der funktionieren muss und den wir nicht verheizen können. Eventuell steht im Sommer der ganz große Umbruch an oder wir reißen das Ruder rum und dann sieht es vielleicht rosiger aus. Dann kann man sich um die großen Fragen kümmern.

Aber mitten im Sturm den Kapitän, den Steuermann und den Auskuck über Bord zu werfen, ohne ersten Offizier... ist mMn. die falsche Herangehensweise für die Feiertage.

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Wismut Aue International
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