| Geburtsdatum | 21.09.1973 |
|---|---|
| Alter | 52 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Sportvorstand |
| Akt. Verein | FC Bayern München |
Max Eberl [Sportdirektor]
11.05.2016 - 10:01 Uhr
25.10.2016 - 02:32 Uhr
Zitat von Dahlin
Finde ich wenig aussagekräftige Faktoren und es auch absolut ermüdend, dass gefühlt alles Gute im Verein zu 98,3 % Favre zugeschrieben wird und die anderen dürfen sich 1,7 % teilen. Im Umkehrschluss gehen aber alle Fehlentscheidungen, Niederlagen, gescheiterte Kicker und nicht durchgestartete Nachwuchskicker zu 0 % auf Favre und 100% gehören dem Rest. Genau wie es Eberls Mitverdienst war, dass man einen derartigen Fortschritt hatte, waren nicht alle Entscheidungen nur Treffer.
Wir haben ohne Frage unter Favre einen erheblichen Schritt nach vorne gemacht. Aber wir haben es auch ohne ihn geschafft, diese Erfolge zu bestätigen und das Niveau zu halten. Derzeit laufen einige Sachen nicht rund und auch die Punkteausbeute ist sicher nicht optimal aber dieses permanente in der Vergangenheit leben und sich so zu verweigern mit den aktuellen Personen klarzukommen, ist einfach keine wirkliche Basis für eine Diskussion.
Noch eins zum Wertzuwachs:
Es ist sicher deutlich einfacher von 50 auf 80 Mio € hier bei TM zu steigern als diese prozentuale Steigerung bei LEV, Schalke oder uns zu erreichen. Wir haben ein gut gefülltes Konto und werden es sinnvoll investieren, wenn sich die Chance bietet.
Und insbesondere bei Dir, Hennes1970, wird doch nahezu jeder Post genutzt, um Schubert einen mitzugeben. Favre ist Geschichte und kommt auch nicht mehr wieder. Es freut mich, dass er Erfolg in Nizza hat aber bei Borussia spielt er keine Rolle mehr.
Ich bin weiterhin von der Arbeit seitens Eberls überzeugt und sehe nicht, warum er noch einen Nachweis erbringen muss, dass er erfolgreich arbeitet. Wir haben sicher etwas über den Möglichkeiten gelebt und irgendwann wird Geld dann doch wieder Tore schießen aber noch sehe ich uns in der Liga im Soll.
Zitat von Hennes1970
In der zeit von Favre hatten wir (ja ein großteil ist davon natürlich auch Eberls verdienst!)
den größten Wertzuwachs aller BL Vereine : +198%
unseren MW von 52 Mio auf 144 Mio gesteigert
und sind in dieser Zeit von MW Rangliste Platz 11 auf Platz 6 geklettert.
Seit Favre weg ist:
hatten 8 Vereine einen größeren Wertzuwachs als wir.
Zitat von Dahlin
Favre ist nun 13 Monate weg und ich kann es auch langsam nicht mehr hören für was alles Positive er verantwortlich ist und war. 13 Monate sind im Fussball eine gefühlte Ewigkeit und trotzdem ist der Verein weiterhin erfolgreich. Es war auch allen Beteiligten klar, dass man mit unseren finanziellen Mitteln eben nicht dauerhaft im Konzert der Top 4 dabei sein kann und wird. Welchen Nachweis bedarf es denn?
Zitat von Lumby
Du hast Deine Meinung, ich die meine. Für mich steht die Antwort sehr wohl aus. Das zeigt schon die Vehemenz der Schubert-Pros hier im Forum mit der neuerdings die Qualität des Kaders kritisiert wird und Neueinkäufe gefordert werden. Da scheint es also Diskussionsbedarf zu geben von der Seite
Bin da nur der Bote
Zitat von Falcon77
tut sie nicht. die Frage wurde sowohl vorher als auch anschließend beantwortet.. wäre es anders, hätte Favre wohl kaum mit Spielern wie Reus, Dante oder Arango durchstarten können, genauso wenig wie Schubert selbiges in der letzten Saison hätte tun können
Zitat von Lumby
Die Antwort darauf steht aus und kann nicht nach der kurzen Zeit nach Favre beantwortet werden. Und vor Favre... naja, besser Schweigen.
Zitat von Dahlin
Hat Eberl diesen Nachweis nicht schon nachdrücklich erbracht? Eberl braucht Favre nicht, um erfolgreich arbeiten zu können oder gibt es da eine andere Sichtweise?
Hat Eberl diesen Nachweis nicht schon nachdrücklich erbracht? Eberl braucht Favre nicht, um erfolgreich arbeiten zu können oder gibt es da eine andere Sichtweise?
Die Antwort darauf steht aus und kann nicht nach der kurzen Zeit nach Favre beantwortet werden. Und vor Favre... naja, besser Schweigen.
tut sie nicht. die Frage wurde sowohl vorher als auch anschließend beantwortet.. wäre es anders, hätte Favre wohl kaum mit Spielern wie Reus, Dante oder Arango durchstarten können, genauso wenig wie Schubert selbiges in der letzten Saison hätte tun können
Du hast Deine Meinung, ich die meine. Für mich steht die Antwort sehr wohl aus. Das zeigt schon die Vehemenz der Schubert-Pros hier im Forum mit der neuerdings die Qualität des Kaders kritisiert wird und Neueinkäufe gefordert werden. Da scheint es also Diskussionsbedarf zu geben von der Seite
Bin da nur der Bote

Favre ist nun 13 Monate weg und ich kann es auch langsam nicht mehr hören für was alles Positive er verantwortlich ist und war. 13 Monate sind im Fussball eine gefühlte Ewigkeit und trotzdem ist der Verein weiterhin erfolgreich. Es war auch allen Beteiligten klar, dass man mit unseren finanziellen Mitteln eben nicht dauerhaft im Konzert der Top 4 dabei sein kann und wird. Welchen Nachweis bedarf es denn?
In der zeit von Favre hatten wir (ja ein großteil ist davon natürlich auch Eberls verdienst!)
den größten Wertzuwachs aller BL Vereine : +198%
unseren MW von 52 Mio auf 144 Mio gesteigert
und sind in dieser Zeit von MW Rangliste Platz 11 auf Platz 6 geklettert.
Seit Favre weg ist:
hatten 8 Vereine einen größeren Wertzuwachs als wir.
Finde ich wenig aussagekräftige Faktoren und es auch absolut ermüdend, dass gefühlt alles Gute im Verein zu 98,3 % Favre zugeschrieben wird und die anderen dürfen sich 1,7 % teilen. Im Umkehrschluss gehen aber alle Fehlentscheidungen, Niederlagen, gescheiterte Kicker und nicht durchgestartete Nachwuchskicker zu 0 % auf Favre und 100% gehören dem Rest. Genau wie es Eberls Mitverdienst war, dass man einen derartigen Fortschritt hatte, waren nicht alle Entscheidungen nur Treffer.
Wir haben ohne Frage unter Favre einen erheblichen Schritt nach vorne gemacht. Aber wir haben es auch ohne ihn geschafft, diese Erfolge zu bestätigen und das Niveau zu halten. Derzeit laufen einige Sachen nicht rund und auch die Punkteausbeute ist sicher nicht optimal aber dieses permanente in der Vergangenheit leben und sich so zu verweigern mit den aktuellen Personen klarzukommen, ist einfach keine wirkliche Basis für eine Diskussion.
Noch eins zum Wertzuwachs:
Es ist sicher deutlich einfacher von 50 auf 80 Mio € hier bei TM zu steigern als diese prozentuale Steigerung bei LEV, Schalke oder uns zu erreichen. Wir haben ein gut gefülltes Konto und werden es sinnvoll investieren, wenn sich die Chance bietet.
Und insbesondere bei Dir, Hennes1970, wird doch nahezu jeder Post genutzt, um Schubert einen mitzugeben. Favre ist Geschichte und kommt auch nicht mehr wieder. Es freut mich, dass er Erfolg in Nizza hat aber bei Borussia spielt er keine Rolle mehr.
Ich bin weiterhin von der Arbeit seitens Eberls überzeugt und sehe nicht, warum er noch einen Nachweis erbringen muss, dass er erfolgreich arbeitet. Wir haben sicher etwas über den Möglichkeiten gelebt und irgendwann wird Geld dann doch wieder Tore schießen aber noch sehe ich uns in der Liga im Soll.
Sprichst mir absolut aus der Seele....in allen Punkten.
Kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass einige mMn. die Messlatte ein wenig zu hoch hängen.
Überspitzt ausgedrückt hängt man die Latte direkt unter die Decke...und die soll dann auch noch fehlerfrei übersprungen werden.
Zu Eberl: Wer immer noch verlangt, dass Max Nachweise zu erbringen hat, was die Entwicklung unserer Borussia angeht, sollte sich diese in den letzten 5 Jahren wirklich noch mal vor Augen führen....
....und diese Forderung noch einmal wiederholen.
Wer glaubt mit einem Golf die Formel 1 zu gewinnen....und sei es auch nur mal 1 Rennen, der soll mir das bitte einmal beweisen. Selbst mit einem Michael Schumacher in Bestform ist das schier unmöglich.
Sprich Eberl hat in den letzten Jahren einen Kader zusammengestellt, der es Lucien ermöglichte, damit Erfolge zu feiern, unbestritten dabei natürlich auch sein riesiger Anteil daran...bestimmt aber nicht alleinig oder dass er dafür hauptverantwortlich war.
Für mich war es ein Erfolg des ganzen Teams und aller Verantwortlichen, auch derer, die im Hintergrund dazu beigetragen haben...dem Team dahinter.
Und trotzdem war nicht immer alles Gold was glänzt, wird nur sehr gerne vergessen....egal.
Letzte Saison ging es vorrangig darum, die Saison bestmöglich zu retten....und dass ist in einer letztendlich großartigen Art und Weise gelungen.
Diese Saison sind uns wichtige Stützen mit Stranzl, Brouwers, Xhaka und auch Nordtveit weggebrochen, sowohl auf als auch außerhalb des Platzes, deren Worte und Leistungen denke ich im ganzen Team anerkannt waren.
Mir klingeln da immer noch die Ohren von den Wehklagen Lucien`s nach den Abgängen von Reus, Dante und Neustädter.
Welcher Platz wurde in der Folgesaison da noch erreicht?....
Nunmehr gilt es neue Strukturen und Hierarchien aufzubauen, das geht aber nicht mit einem Fingerschnipps und dann fluppt das schon.....auch wenn die Kaderqualität insgesamt höher aus, auf Kommando funktioniert das nicht.
Wenn dann die Leistungen auf dem Platz auch noch fehlen, ist die Akzeptanz als Führungsspieler umso schwieriger.
Dazu sucht auch Schubert wohl noch nach einem System - in dem sich so viele Spieler als möglich wiederfinden um es bestmöglich umzusetzen - und das ganz bestimmt nicht fehlerfrei.
Schon schwierig genug die neuen Spieler auf zum Teil wichtigen Positionen wie der IV und dem DM/ZM zu integrieren, erschwerend dazu kommen dann noch die Ausfälle von eminent wichtigen Spielern wie Raffael, Hazard, Christensen und Dominguez.... obendrein dann noch die teils erschreckenden Formdellen von Herrmann, Wendt, Dahoud, sowie auch mitunter Stindl, Traorè, Johnson und Sommer aus unterschiedlichen Gründen.....als letztjährige Leistungsträger.
N. Schulz muss langsam ran geführt werden, Vestergaard ruckelt sich langsam aber sicher ein und könnte eine wichtige Stütze in naher Zukunft werden - besser heute als morgen -, Jantschke und Korb spielen das was sie können (mal mehr und mal weniger), Hofmann und Wendt die bislang größten Enttäuschungen.
Die einzigen mit Normalform oder auch mehr sind derzeit für mich lediglich Raffael, Hazard, Elvedi, Strobl und größtenteils Kramer , Vestergaard und Stindl, wovon aktuell Raffael und Hazard ausfallen....sowie 3 neue Spieler.
Drmic und Doucourè (als Hoffnungsträger) noch gar nicht eingerechnet, das dauert ja noch mindestens bis Beginn der Rückrunde.
Den Schrei - in dieser Situation - nach unseren vermeintlichen Talenten wie Sow, Bènès und meinetwegen auch Ndenge kann ich nicht wirklich nachvollziehen... das kann mMn. definitiv nur schief gehen....
...an wen sollen sich die Jungs denn 'Bitte Schön' orientieren und wer soll sie denn wirklich führen.
Derzeit befindet sich die Mannschaft samt Trainer aus meiner Sicht in einer Findungsphase und da müssen alle sich zusammenraufen und gemeinsam durch, peu à peu, in der Hoffnung dass durch die hoffentlich schnellstmögliche Rückkehr von Raffael, Hazard und Christensen wieder mehr Stabilität reinkommt.
Die nächsten Spiele bestmöglich bestreiten mit immerhin 6 Heimspielen, die - vorausgesetzt größtenteils erfolgreich bestritten - mehr und mehr Sicherheit bringen werden, um dann hoffentlich einigermaßen schadlos in die Winterpause zu gehen.
Wichtig wird sein den Kontakt nach oben nicht abreißen zu lassen, von daher erwarte ich aktuell keine Festspiele, allerdings Kampf, Leidenschaft und den festen Willen, das Beste aus der Situation zu machen.
Will bestimmt keiner hier hören, aber schaut bitte mal rüber zu Wolfsburg, Schalke, Dortmund und vor allem Leverkusen, die ja schon zum Bayernjäger Nr. 1 hochgejubelt wurden, mit einer fast unveränderten Mannschaft zur Vorsaison.
3 Teams davon stehen noch hinter uns, mit teils weniger Substanzverlust.
Die Aussage, die nächsten Spiele seien die wichtigsten, da sie zeigen werden in welche Richtung es für uns gehen wird, ist ja grundsätzlich richtig, da jetzt vermeintliche Gegner auf Augenhöhe kommen.
Stimmt schon, aber glaubt ihr wirklich, dass das Programm der Mitwerber leichter ist.....
Ich rate da mal genauer hinzuschauen, der ein oder andere dürfte überrascht sein. Das ist keineswegs einfacher als unseres....ich finde alles ziemlich ausgewogen.
Ich möchte definitiv nichts beschönigen, aber Land unter sehe ich noch lange nicht.
Ich habe da nur eine Bitte:
Bitte, bitte bemüht nicht wieder die leidige Floskel....
"Es war noch nie so einfach die internationalen Plätze zu erreichen wie in dieser Saison".
Das höre ich nun schon mehr als 3 Jahre.....schöne Grüße vom Murmeltier....
und der Michi.....Gute Nacht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von michibmg63 am 25.10.2016 um 02:52 Uhr bearbeitet
25.10.2016 - 11:05 Uhr
Zitat von BMGforecast
Klar haben wir - wie mehrfach beschrieben - nen recht guten Kader, der das Potential hat um Platz 5-8 mitzuspielen. Nur darf dann eben auch nicht viel schief gehen!!! Und das werfe ich Eberl vor, Es kann nicht sein, dass wir als 2maliger CL-Teilnehmer (und mit halbwegs gefüllter Kriegskasse) unsere Kaderplanung nach dem Prinzip Hoffnung machen !!! (weil es nun 2 Jahre lang recht gut gegangen ist)
Und zwar meine ich das unabhängig unserer derzeitig recht durchwachsenen Leistungen und unabhängig vom Tabellenstand !!!
Als Verfechter der "Planbarkeit" sollte man einkalkulieren, dass (nur Beispiele)
unser 31jährige Toppspieler verletzungsbedingt auch mal (halbwegs, wenn auch nicht gleichwertig) ) ersetzt werden muss (Durch einen Spieler der ggf. auch mit Raffa zusammen wirbeln kann!!)
die Johnsons, Herrmanns, Stindels Ihre absolute Top-Form benötigen, um uns qualitativ auf Level zu halten (oberes Drittel)
Nicht jedes Jahr ein Shootings-Star (Christensen, Dahoud) uns den Allerwertesten rettet (und die selbstverständlich Formdellen haben)
Im Interview fällt Eberl (offensichtlich) ne riesen Last vom Herzen, dass Strobl wieder fit ist (aber warum bringt er sich und die Mannschaft durch "Nichthandeln" erst so in Schwulitäten, wo das 6er Vakuum nun seit 2 Spielzeiten offensichtlich ist)
..........
und sollte "Drimic" wirklich in Zusammenhang mit einer ausreichenden offensive Kaderplanung genannt worden sein (habe es nicht auf gesehen) ist das m.E. (leider) bezeichnend. Selbst die (uns nahe stehende) Rheinische Post schreibt in Ihrer Online Ausgabe "In der Offensive regiert bei der Borussia (als 2 maliger CL-Teilnehmer) das Prinzip Hoffnung".
Darüberhinaus konnte man auch aus den Lehren (Minimum) der letzten Saison (auch diese Saison natürlich auch wieder!!!) klar erkennen, dass uns ein Qualtitätszuwachs insbesondere auf der 6, 9/LA, LV sehr gut zu Gesicht stehen würde, gerade auch, um uns gegen die Leipzigs, Herthas,Kölns ..... abzusicheren. Klar ist das schwer, aber auch hier gibt es m.E. mit entsprechender Kreativität/Leihen/Ko's immer Modelle und Möglichkeiten, die es wert sind. (Der Kollege Heidel hat das m.E. - trotz Katastrophenstart - nicht ganz schlecht gelöst)
Sorry, ist meine Meinung (auch wenn das Viele hier anders sehen)
Klar haben wir - wie mehrfach beschrieben - nen recht guten Kader, der das Potential hat um Platz 5-8 mitzuspielen. Nur darf dann eben auch nicht viel schief gehen!!! Und das werfe ich Eberl vor, Es kann nicht sein, dass wir als 2maliger CL-Teilnehmer (und mit halbwegs gefüllter Kriegskasse) unsere Kaderplanung nach dem Prinzip Hoffnung machen !!! (weil es nun 2 Jahre lang recht gut gegangen ist)
Und zwar meine ich das unabhängig unserer derzeitig recht durchwachsenen Leistungen und unabhängig vom Tabellenstand !!!
Als Verfechter der "Planbarkeit" sollte man einkalkulieren, dass (nur Beispiele)
unser 31jährige Toppspieler verletzungsbedingt auch mal (halbwegs, wenn auch nicht gleichwertig) ) ersetzt werden muss (Durch einen Spieler der ggf. auch mit Raffa zusammen wirbeln kann!!)
die Johnsons, Herrmanns, Stindels Ihre absolute Top-Form benötigen, um uns qualitativ auf Level zu halten (oberes Drittel)
Nicht jedes Jahr ein Shootings-Star (Christensen, Dahoud) uns den Allerwertesten rettet (und die selbstverständlich Formdellen haben)
Im Interview fällt Eberl (offensichtlich) ne riesen Last vom Herzen, dass Strobl wieder fit ist (aber warum bringt er sich und die Mannschaft durch "Nichthandeln" erst so in Schwulitäten, wo das 6er Vakuum nun seit 2 Spielzeiten offensichtlich ist)
..........
und sollte "Drimic" wirklich in Zusammenhang mit einer ausreichenden offensive Kaderplanung genannt worden sein (habe es nicht auf gesehen) ist das m.E. (leider) bezeichnend. Selbst die (uns nahe stehende) Rheinische Post schreibt in Ihrer Online Ausgabe "In der Offensive regiert bei der Borussia (als 2 maliger CL-Teilnehmer) das Prinzip Hoffnung".
Darüberhinaus konnte man auch aus den Lehren (Minimum) der letzten Saison (auch diese Saison natürlich auch wieder!!!) klar erkennen, dass uns ein Qualtitätszuwachs insbesondere auf der 6, 9/LA, LV sehr gut zu Gesicht stehen würde, gerade auch, um uns gegen die Leipzigs, Herthas,Kölns ..... abzusicheren. Klar ist das schwer, aber auch hier gibt es m.E. mit entsprechender Kreativität/Leihen/Ko's immer Modelle und Möglichkeiten, die es wert sind. (Der Kollege Heidel hat das m.E. - trotz Katastrophenstart - nicht ganz schlecht gelöst)
Sorry, ist meine Meinung (auch wenn das Viele hier anders sehen)
Das kann mal alles so sehen, keine Frage, aber das hätte einen enormen Umbruch zur Folge gehabt was wiederum mit einer noch längeren Eingewöhnung zu tun gehabt hätte und zusätzlich eben auch das eine oder andere Bauernopfer. Denn für die von die geforderten Veränderungen hätten eben auch Leute im Kader weichen müssen.
Raffael`s Pendand im Kader ist Hazard oder ggf. mal irgendwann Dahoud. Dumm nur, dass jetzt Beide ausfallen. Kann man sowas planen? Ich glaube nicht- und was wäre denn wenn alle fit sind? Dann müsste mindestens einer auf die Tribüne, möglicherweise sogar dauerhaft. Ein Raffael-Ersatz liegt nach heutigen Maßstäben sicherlich irgendwo bei 15 Mio. Geht man dieses Risiko für eine nicht vorhandene Vakanz ein?
Gleiches gilt dann auch für die 6. Dort hat man mit Strobl einen mindestens gleichwertigen Ersatz für Nordveit verpflichtet. Aber auch er muss eben noch reinwachsen. Mit Dahoud hat man aber auch noch ein Juwel in der Hinterhand, welches weder verheizt werden darf, noch vernachlässigt. Mit Kramer hat man einen Sicherheitstransfer getätigt, weil man hier genau wusste was man bekommt und zumindest die Lücke der abgewanderten Führungspersönlichkeiten schließen wollte. Einen 1:1 Ersatz für Xhaka gibt es nicht, sowie es auch für Reus keinen gab.
Sollte der Kader dieses Jahr nicht die Erwartungen erfüllen, wird man im kommenden Jahr sinnvoll nachbessern. So war es auch als man mit de Jong keinen Sysemkonformen Spieler holte und ihn im darauffolgenden Jahr durch Kruse ersetzte.
100 Prozentige Garantien gibt es nie, oder konnte Schalke ahnen direkt mal auf Coke und jetzt Embolo zu verzichten?
25.10.2016 - 20:00 Uhr
Zitat von Oskar01
Junger Trainer, junge Mannschaft, ein Verein mit einem rasantem Aufstieg, ist doch nicht verwunderlich, dass es an Erfahrungswerten mangelt. Aber die Situation kommt jetzt ja nicht überraschend, konnte man durchaus mit rechnen und mit einer entsprechenden Planung auch gegensteuern.
Junger Trainer, junge Mannschaft, ein Verein mit einem rasantem Aufstieg, ist doch nicht verwunderlich, dass es an Erfahrungswerten mangelt. Aber die Situation kommt jetzt ja nicht überraschend, konnte man durchaus mit rechnen und mit einer entsprechenden Planung auch gegensteuern.
Tja.....
Das ist jetzt deine Wahrheit
Vielleicht sieht die Wahrheit des Vereins ja anders aus!
...denn man könnte ja auch einfach mal glauben, was Eberl seit Jahren sagt!
Platz 3 ist eine gefühlte Meisterschaft, letztes Jahr Platz 4 sensationell und der Ausblick auf die nächste Spielzeit sah immer die Einstelligkeit vor!
...Understatement oder Realismus?
Das was du latent forderst ist genau das, was der Verein kategorisch ablehnt, mM nach zu Recht!
Keine Topstars verpflichten, wo man dann in Not gerät wenn man nicht international spielt, keine Kaderaufblähung mit teuren Mittelklasespielern, sondern das Entwickeln von Talenten!
Ist schon witzig, dass du eigentlich die Grundphilosophie Borussias angreifst, dich aber als Robin Hood der Ur-Borussen fühlst
Ob es dir passt oder nicht, das was wir machen entspricht der Philosophie und macht mM nach den Charme unseres Vereins aus!
Denk mal drüber nach
26.10.2016 - 21:43 Uhr
Zitat von Dahlin
Ich habe die Eingangsfrage gestellt, weil es einfach ist, ein plattes "der muss weg" rauszuhauen aber keinen wirklichen Plan zu haben wie dann die Zukunft aussehen kann. Du hast diese Nachfolgefrage nachvollziehbar beantwortet und ich werde diese jetzt nicht weiter kommentieren. Für mich ist Schubert der Trainer und hat das Vertrauen der Verantwortlichen, daher sollte es eher darum gehen, wo es eben nicht rund läuft und Handlungsbedarf besteht.
Ich denke, dies wird auch intern diskutiert und an den Ergebnissen wird sich Schubert messen lassen müssen und auch Rechenschaft bei Eberl, Bonhof, Meyer und Co. ablegen. Sieht man dort irgendwann keine überzeugenden Ergebnisse mehr, wird man handeln. Gut finde ich aber dass man Vertrauen schenkt und eben auch Fehler (wie beim Schalke-Spiel) zugesteht und einen Lerneffekt ermöglicht.
Ich habe die Eingangsfrage gestellt, weil es einfach ist, ein plattes "der muss weg" rauszuhauen aber keinen wirklichen Plan zu haben wie dann die Zukunft aussehen kann. Du hast diese Nachfolgefrage nachvollziehbar beantwortet und ich werde diese jetzt nicht weiter kommentieren. Für mich ist Schubert der Trainer und hat das Vertrauen der Verantwortlichen, daher sollte es eher darum gehen, wo es eben nicht rund läuft und Handlungsbedarf besteht.
Ich denke, dies wird auch intern diskutiert und an den Ergebnissen wird sich Schubert messen lassen müssen und auch Rechenschaft bei Eberl, Bonhof, Meyer und Co. ablegen. Sieht man dort irgendwann keine überzeugenden Ergebnisse mehr, wird man handeln. Gut finde ich aber dass man Vertrauen schenkt und eben auch Fehler (wie beim Schalke-Spiel) zugesteht und einen Lerneffekt ermöglicht.
Das rauszuhauen ist einfach, das plausibel zu argumentieren nicht unbedingt.
Der Nachfolgeplan ist immer so eine Sache; bei Spielern wird hier auch gerne danach gerufen. Es werden wenige sein, die man so gut kennt, von denen man so viel gesehen hat, daß man die ernsthaft in den Ring werfen kann und bei Spielern bräuchte man oft schonmal wenigstens die fette Scoutingdatenbank, auf die die Clubs mittlerweile alle zugreifen.
Man kann, finde ich, wenn man sich mit seinem Club viel befasst, schon eine Einschätzung treffen, ob ein Trainer, Spieler, Arzt oder sonstwer passt - im Rahmen der Möglichkeiten aus der Ferne. Keine Alternative parat zu haben, macht aus treffender Kritik doch keine falsche.
Hat er das Vertrauen wirklich?
Der Chefvertrag vor rund einem Jahr und die Verlängerung weisen sicherlich darauf hin.
Ob es eine Bestätigung des Vertrauens ist, nach dem Chefvertrag und Eberls öffentlichen Anforderungen an Favres Nachfolger, eine beträchtliche Menge umzuwürfeln, von den Spielern angesichts des Trainings dahin schon rein körperlich zu viel zu fordern, weiß ich nicht.
Wenn man Borussia kennt, war doch auch klar, daß der Trainer nicht mehr getauscht werden würde nach sechs Siegen.
Ich finde Aussagen Eberls zum Teil etwas scheinheilig. So auch die, wenn er gegenüber anderen nach dem Motto "hinterher weiß man es halt besser" argumentiert und es jetzt so hinstellt, als sei Schubert ein Projekt, quasi selbst ausgebildet worden, usw. Virkus empfahl den für die U23, dafür wurde er geholt, nicht mehr, nicht weniger. Aussagen wie die, daß Schubert dankenswerterweise einsprang und dem Club in einer Notlage half, sprechen m.E. dafür. Aus der Not der Lücke wurde van Lent auch eine Ebene befördert. Liegt da auch schon in einer Schublade ein Chefcoachvertrag, in dem nur noch Zahlen fehlen? Wohl eher nicht.
Auch die Aussage seitens Eberl, daß die besten Trainer unter Vertrag seien, weisen nicht darauf hin, daß das mit Schubert mehr als eine situative Notlösung war zu Beginn. Diese Äußerung hätter er eigentlich kürzlich locker so wiederholen können, oder? Öffentlich bekannt gegeben wurde der HSV-Vertrag des angeblich gewollten Gisdols einen Tag vor der Bekanntgabe Schuberts Verlängerung.
Wie gesagt kennt man unsere Pappenheimer als Anhänger ja.
So wissen wir auch, daß man gerne mal mit Vertrauen und Hoffnung über's Ziel hinaus schießt. Das unter anderem, weil man gerne Imagepflege betreibt, z.B. in der Form, daß Trainer nicht so schnell entlassen werden wie andernorts. Auch deshalb ist der Vertrag für mich zumindest kein absoluter Ausdruck von Vertrauen. Aus anderer Sicht betrachtet wäre Vertrauen, selbst wenn es absolut wäre, für mich nicht unbedingt etwas, woraus man kein Hinterfragensollen ableiten müsste.
Wenn das Vertrauen, Eberl spricht auch gerne von Überzeugung, Potential zu Vereinsschädigung mit sich trägt, müssen wir das sogar hinterfragen.
Ich will hoffen, daß das bei Frontzeck damals wirklich Vertrauen war und nicht Imagepflege und/oder Mangel an Alternative - lieber absteigen als irgendwas versuchen ginge nicht klar. Die sportliche Kompetenz hinter so einem Vertrauen wäre dann jedoch fragwürdig.
In Sachen Favre wüsste ich sehr gerne, wie das intern mit den Rücktrittsgesuchen lief. Er wirkte öffentlich mehrfach unzufrieden mit den Transfers und dadurch dem allgemeinen Transferverhalten. Mit jedem Gesuch stieg die Wahrscheinlichkeit, daß es nicht mehr richtig passt. Mit jeder Überredung stieg natürlich auch die Gefahr, daß ein weiteres Gesuch nicht mehr ernst genommen wird. Gab es vorletzten Sommer Anzeichen, die man nicht hätte ignorieren dürfen? Oder gab es zumindest Indizien für Eberl, daß er mit einer weiteren Hoffnung, oder der Überzeugung, daß das auch diesmal schon wieder werden würde, als Geschäftsführer der Borussia GmbH dem Gesuch nicht nachgeben hätte müssen?
In diesen beiden Geschichten, sehe ich durchaus eine Anfälligkeit beim Vertrauen, um mal beim Begriff zu bleiben.
Bei Schuberts vertraglicher Aufwertung und der Verlängerung ebenso.
Was müsste man aus Vertrauen in unsere Entscheider ableiten? Wohl in erster Linie, daß die die nötige Ahnung haben, um das zu entscheiden. Ich habe leider bis heute nichts von Bonhof gehört, was mich da eine massive Kompetenz sehen lässt. Der Meyer Hans bekleckerte sich dahingehend in der Posse um Frontzeck nicht mit Ruhm und jüngere Aussagen und z.B. das Auftreten im Doppelpass, fand ich zum Teil sogar befremdlich.
Wenn die Ahnung also angreifbar wird durch so manche Entscheidung oder Aussage, wenn dazu oder daneben augenscheinlich nicht nur das Sportfach ausschlaggebend ist für Entscheidungen bei uns, wie will man dann zu der Überzeugung kommen, daß eine Vertragsverlängerung schon richtig und angebracht sein wird?
"Rechenschaft ablegen" wird Schubert, vermute ich, nicht müssen, aber sicherlich werden alle miteinander reden. Zu oben genannten Punkten kommt dann noch ein ganz wichtiger dazu: Anspruch.
Wenn man sich wirklich damit zufrieden gibt, Einstelligkeit zu erreichen, dann könnte man mittlerweile viele Fehler machen. Dann schmerzten teuere Mitläufereinkäufe wenig, dann könnte man den Trainerausbildungsverein geben, hätte hohe Postenstabilität, könnte auf verzögerte Entwicklung bei Talenten setzen, ertrüge auch gut ein zwei Jahre Stagnation und könnte sich häufiger damit rühmen, mehr als die ausgegebenen Ziele erreicht zu haben.
All das schaffte natürlich auch ein sehr heimeliges Umfeld: Funktionäre und Spieler bekommen für Profifußballverhältnisse alle Zeit der Welt, sich zu entwickeln, Fehler zu machen, zu lernen.
Es scheint mir, als wäre das durchaus die Grundidee mittlerweile.
Kann man natürlich so machen, aus moralischer Sicht eine sehr feine Sache.
Da aber zumindest die Funktionäre eine Verantwortung gegenüber dem Verein haben, also quasi eine Erfolgsverpflichtung, stellt sich die Frage, wie zukunftsträchtig das ist.
Ein seriös aufgestelltes mittelfristiges Konzept ist bei kompetenter Umsetzung in der Bundesliga ein Erfolgsgarant. Dafür muss die Umsetzung aber ziemlich gut passen.
Passte auch einige Jahre, sowohl in Sachen zahlenmäßiger Erfolge, wichtiger noch im Bereich Positiventwicklung. Letztere lag, machen wir uns nichts vor, maßgeblich am pedantischen, kauzigen, genialen Schweizer. Selbst ein Reus z.B. entwickelt(e) sich offensichtlich nicht selbst.
Reus ist eines von sehr wenigen Beispielen, in denen wir in Sachen Transfers mal wirklich Risiko gegangen sind. Generell ist das schon eher bieder. Sinnbildlich dafür ist, in schon bekannte Qualität viel Geld zu investieren oder dazu bereit zu sein - im Falle Kramers mit dem Wissen, daß der für den Spielaufbau wenig Beitrag hat, im Falle Christensens mit dem Wissen, daß man den selbst nach Kauf nicht sehr lange haben würde und dann finanziell beiweitem nicht den Mehrwert hätte, die die Qualität des Spielers hergibt.
Kurzfristig gedacht ist es deutlich zu wenig, um z.B. den durch die letzten Jahren erreichten Vorsprung zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit konservieren zu können. Mittelfristig gedacht, was Eberls Konzept ist, braucht es optimale Rahmenbedingungen, um weiter "mit den Großen mitpinkeln" zu können, wie Eberl es gerne hätte. Dafür muss in erster Linie die individuelle und mannschaftliche Entwicklung stimmen - das sehe ich beim aktuellen Trainerteam leider nicht gegeben. Das wiederum führt dazu, sollte es mehrfach so wahrgenommen werden, daß wir in der Präferenz bei "Toptalenten", wie Maxe es gerne nennt, nicht gerade steigen. Neben dem Trainer ist für mittelfristige Behauptung auch z.B. die medizinische Betreuung wichtig. Längerfristige Regenerationszeiten, hier und da zu schnell wirkende Entlassungen aus der Reha, seltenst überraschend kurze Behandlungszeiten, Tanks leer im Oktober und Kritik ausgerechnet des ehemaligen Kapitäns sind da nicht förderlich. Jeder Verein liegt mal mit Transfers daneben, kein Thema; man wird auch nicht in Abrede stellen können, daß bei uns wie schon gesagt Leute mehr Zeit und Chancen erhalten als anderswo. Dennoch helfen uns Transfers wie die Drmics und de Jongs perspektivisch nicht; da die mit Ansage floppten, werden irgendwann auch Eberls Trümpfe in Verhandlungen in ähnlich gelagerten Fällen nicht mehr stechen.
Zurück zu deinen Ausführungen: letztlich wird es nach den obigen Betrachtungen bei uns vermutlich nicht kurzfristig zu Personalentscheidungen infolge ausbleibender Ergebnisse kommen. Das wäre dann gut, wäre die aktuelle Arbeit mittelfristig absehbar fruchtend. An beidem werfen die letzten zwölf Monate leider Zweifel auf; im Bereich der Ergebnisse selbstredend nicht.. ach, das weißt du selbst.
Natürlich dürfte es entscheidende Personalwechsel erst geben, alsbald eine sinnvoller erscheinende Person verfügbar wäre.
Ich habe leider Zweifel daran, daß sowas zum für die Raute günstigsten Zeitpunkt entschieden wird - dafür ist man in meinen Augen bei vielen Entscheidungen zu konservativ, im Anspruch zu genügsam und ordnet sich zu oft dem Image des geduldigen und familiären Vereins unter.
Womöglich ist die Frage, ob Schubert der richtige Mann für uns ist, sogar die falsche; womöglich sollten wir fragen, wie lange Borussia noch mit den Entscheidungen und der diesen zugrunde liegenden Haltung im obersten Tabellendrittel bestehen können wird.
Daß jetzt schon die Konkurrenz Eberl Argumente für die schlechten Auftritte liefert, ist bitter. Ich sehe schon kommen, daß es in ein, zwei oder drei Jahren - noch mit Schubert an der Linie - nach Platz 10 heißen wird, daß Köln, der HSV, die Pillendreher, die Bienen, München, die russische Botschaft in NRW, die Autobauer, die Dosenbrause und ein Club, der zwischenzeitlich einen Investor auftun konnte, schließlich ach so viel mehr Finanzkraft hätten und für uns daher nicht mehr möglich gewesen sein soll.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Apfelstrudel am 26.10.2016 um 21:59 Uhr bearbeitet
27.10.2016 - 09:57 Uhr
@Apfelstrudel
eigentlich hättest du. wie schon so oft, auch schreiben können, der Erfolg war Favre, alle anderen können es nicht.
Denn außer Eberl und Schubert auch noch Meyer und Bonhof in einem post die Kompetenz abzusprechen, nur um seinen Lieblingstrainer noch mal aufs Podest zu stellen, alle Achtung!
Du schafft es tatsächlich, Favre zum Opfer der Eberlschen Transferpolitik zu machen, jedoch die Leistung, die Schubert anschließend mit diesem Kader vollbrachte dem Vorgänger zuzuschreiben, der jedoch diesen Kader, so gar nicht wollte, wenn man dir glauben darf.
Dafür vollen Respekt, solche Wort-und Wendetechniken kenne ich sonst nur von Politikern.
Tatsächlich spricht wenig dafür, unseren Verantwortlichen nicht zu vertrauen, ebensowenig wie Eberl bei allen Transfers richtig lag, hat Favre alle Spieler besser gemacht, hier sei nur mal an Cigerci, Rupp, Younes, Mlapa, de Jong und Co. erinnert.
Aber eine 100% Quote erwarte wohl keiner, weder vom Trainer noch vom Sportdirektor.
Und das gilt auch für den Trainer Schubert. Der darf, ebenso wie sein direkter Vorgänger, auch Fehler machen, der darf auch mal in der Liga schlechter abschneiden oder früh aus dem Pokal fliegen - das alles gab es auch unter Favre.
Der Erfolg ergab sich genau aus dieser Haltung unserer Verantwortlichen, so ahnungslos sie für dich auch sein mögen, ermöglichten sie es Favre erst in Ruhe zu arbeiten.
Auch wenn wir Auswärtspleiten einfuhren oder eine längere Serie ohne Sieg zu überstehen hatten, denn auch dies gab es alles.
Sogar das internationale Geschäft wurde da schon mal verpasst.
Alles vergessen?
Gut das unsere Verantwortlichen da ihre Linie haben und zu dieser auch stehen. Das ist Rückgrat und Charakter, nicht die von dir unterstellte mangelnde Kompetenz.
Aber das erkennt nicht jeder.
Deshalb nehme ich dir das auch nicht übel und hab es mal aufgeschrieben.
eigentlich hättest du. wie schon so oft, auch schreiben können, der Erfolg war Favre, alle anderen können es nicht.
Denn außer Eberl und Schubert auch noch Meyer und Bonhof in einem post die Kompetenz abzusprechen, nur um seinen Lieblingstrainer noch mal aufs Podest zu stellen, alle Achtung!
Du schafft es tatsächlich, Favre zum Opfer der Eberlschen Transferpolitik zu machen, jedoch die Leistung, die Schubert anschließend mit diesem Kader vollbrachte dem Vorgänger zuzuschreiben, der jedoch diesen Kader, so gar nicht wollte, wenn man dir glauben darf.
Dafür vollen Respekt, solche Wort-und Wendetechniken kenne ich sonst nur von Politikern.
Tatsächlich spricht wenig dafür, unseren Verantwortlichen nicht zu vertrauen, ebensowenig wie Eberl bei allen Transfers richtig lag, hat Favre alle Spieler besser gemacht, hier sei nur mal an Cigerci, Rupp, Younes, Mlapa, de Jong und Co. erinnert.
Aber eine 100% Quote erwarte wohl keiner, weder vom Trainer noch vom Sportdirektor.
Und das gilt auch für den Trainer Schubert. Der darf, ebenso wie sein direkter Vorgänger, auch Fehler machen, der darf auch mal in der Liga schlechter abschneiden oder früh aus dem Pokal fliegen - das alles gab es auch unter Favre.
Der Erfolg ergab sich genau aus dieser Haltung unserer Verantwortlichen, so ahnungslos sie für dich auch sein mögen, ermöglichten sie es Favre erst in Ruhe zu arbeiten.
Auch wenn wir Auswärtspleiten einfuhren oder eine längere Serie ohne Sieg zu überstehen hatten, denn auch dies gab es alles.
Sogar das internationale Geschäft wurde da schon mal verpasst.
Alles vergessen?
Gut das unsere Verantwortlichen da ihre Linie haben und zu dieser auch stehen. Das ist Rückgrat und Charakter, nicht die von dir unterstellte mangelnde Kompetenz.
Aber das erkennt nicht jeder.
Deshalb nehme ich dir das auch nicht übel und hab es mal aufgeschrieben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von filigran60 am 27.10.2016 um 09:59 Uhr bearbeitet
27.10.2016 - 10:57 Uhr
Zitat von Apfelstrudel
Das rauszuhauen ist einfach, das plausibel zu argumentieren nicht unbedingt.
Der Nachfolgeplan ist immer so eine Sache; bei Spielern wird hier auch gerne danach gerufen. Es werden wenige sein, die man so gut kennt, von denen man so viel gesehen hat, daß man die ernsthaft in den Ring werfen kann und bei Spielern bräuchte man oft schonmal wenigstens die fette Scoutingdatenbank, auf die die Clubs mittlerweile alle zugreifen.
Man kann, finde ich, wenn man sich mit seinem Club viel befasst, schon eine Einschätzung treffen, ob ein Trainer, Spieler, Arzt oder sonstwer passt - im Rahmen der Möglichkeiten aus der Ferne. Keine Alternative parat zu haben, macht aus treffender Kritik doch keine falsche.
Hat er das Vertrauen wirklich?
Der Chefvertrag vor rund einem Jahr und die Verlängerung weisen sicherlich darauf hin.
Ob es eine Bestätigung des Vertrauens ist, nach dem Chefvertrag und Eberls öffentlichen Anforderungen an Favres Nachfolger, eine beträchtliche Menge umzuwürfeln, von den Spielern angesichts des Trainings dahin schon rein körperlich zu viel zu fordern, weiß ich nicht.
Wenn man Borussia kennt, war doch auch klar, daß der Trainer nicht mehr getauscht werden würde nach sechs Siegen.
Ich finde Aussagen Eberls zum Teil etwas scheinheilig. So auch die, wenn er gegenüber anderen nach dem Motto "hinterher weiß man es halt besser" argumentiert und es jetzt so hinstellt, als sei Schubert ein Projekt, quasi selbst ausgebildet worden, usw. Virkus empfahl den für die U23, dafür wurde er geholt, nicht mehr, nicht weniger. Aussagen wie die, daß Schubert dankenswerterweise einsprang und dem Club in einer Notlage half, sprechen m.E. dafür. Aus der Not der Lücke wurde van Lent auch eine Ebene befördert. Liegt da auch schon in einer Schublade ein Chefcoachvertrag, in dem nur noch Zahlen fehlen? Wohl eher nicht.
Auch die Aussage seitens Eberl, daß die besten Trainer unter Vertrag seien, weisen nicht darauf hin, daß das mit Schubert mehr als eine situative Notlösung war zu Beginn. Diese Äußerung hätter er eigentlich kürzlich locker so wiederholen können, oder? Öffentlich bekannt gegeben wurde der HSV-Vertrag des angeblich gewollten Gisdols einen Tag vor der Bekanntgabe Schuberts Verlängerung.
Wie gesagt kennt man unsere Pappenheimer als Anhänger ja.
So wissen wir auch, daß man gerne mal mit Vertrauen und Hoffnung über's Ziel hinaus schießt. Das unter anderem, weil man gerne Imagepflege betreibt, z.B. in der Form, daß Trainer nicht so schnell entlassen werden wie andernorts. Auch deshalb ist der Vertrag für mich zumindest kein absoluter Ausdruck von Vertrauen.
Aus anderer Sicht betrachtet wäre Vertrauen, selbst wenn es absolut wäre, für mich nicht unbedingt etwas, woraus man kein Hinterfragensollen ableiten müsste.
Wenn das Vertrauen, Eberl spricht auch gerne von Überzeugung, Potential zu Vereinsschädigung mit sich trägt, müssen wir das sogar hinterfragen.
Ich will hoffen, daß das bei Frontzeck damals wirklich Vertrauen war und nicht Imagepflege und/oder Mangel an Alternative - lieber absteigen als irgendwas versuchen ginge nicht klar. Die sportliche Kompetenz hinter so einem Vertrauen wäre dann jedoch fragwürdig.
In Sachen Favre wüsste ich sehr gerne, wie das intern mit den Rücktrittsgesuchen lief. Er wirkte öffentlich mehrfach unzufrieden mit den Transfers und dadurch dem allgemeinen Transferverhalten. Mit jedem Gesuch stieg die Wahrscheinlichkeit, daß es nicht mehr richtig passt. Mit jeder Überredung stieg natürlich auch die Gefahr, daß ein weiteres Gesuch nicht mehr ernst genommen wird. Gab es vorletzten Sommer Anzeichen, die man nicht hätte ignorieren dürfen? Oder gab es zumindest Indizien für Eberl, daß er mit einer weiteren Hoffnung, oder der Überzeugung, daß das auch diesmal schon wieder werden würde, als Geschäftsführer der Borussia GmbH dem Gesuch nicht nachgeben hätte müssen?
In diesen beiden Geschichten, sehe ich durchaus eine Anfälligkeit beim Vertrauen, um mal beim Begriff zu bleiben.
Bei Schuberts vertraglicher Aufwertung und der Verlängerung ebenso.
Was müsste man aus Vertrauen in unsere Entscheider ableiten? Wohl in erster Linie, daß die die nötige Ahnung haben, um das zu entscheiden. Ich habe leider bis heute nichts von Bonhof gehört, was mich da eine massive Kompetenz sehen lässt. Der Meyer Hans bekleckerte sich dahingehend in der Posse um Frontzeck nicht mit Ruhm und jüngere Aussagen und z.B. das Auftreten im Doppelpass, fand ich zum Teil sogar befremdlich.
Wenn die Ahnung also angreifbar wird durch so manche Entscheidung oder Aussage, wenn dazu oder daneben augenscheinlich nicht nur das Sportfach ausschlaggebend ist für Entscheidungen bei uns, wie will man dann zu der Überzeugung kommen, daß eine Vertragsverlängerung schon richtig und angebracht sein wird?
"Rechenschaft ablegen" wird Schubert, vermute ich, nicht müssen, aber sicherlich werden alle miteinander reden. Zu oben genannten Punkten kommt dann noch ein ganz wichtiger dazu: Anspruch.
Wenn man sich wirklich damit zufrieden gibt, Einstelligkeit zu erreichen, dann könnte man mittlerweile viele Fehler machen. Dann schmerzten teuere Mitläufereinkäufe wenig, dann könnte man den Trainerausbildungsverein geben, hätte hohe Postenstabilität, könnte auf verzögerte Entwicklung bei Talenten setzen, ertrüge auch gut ein zwei Jahre Stagnation und könnte sich häufiger damit rühmen, mehr als die ausgegebenen Ziele erreicht zu haben.
All das schaffte natürlich auch ein sehr heimeliges Umfeld: Funktionäre und Spieler bekommen für Profifußballverhältnisse alle Zeit der Welt, sich zu entwickeln, Fehler zu machen, zu lernen.
Es scheint mir, als wäre das durchaus die Grundidee mittlerweile.
Kann man natürlich so machen, aus moralischer Sicht eine sehr feine Sache.
Da aber zumindest die Funktionäre eine Verantwortung gegenüber dem Verein haben, also quasi eine Erfolgsverpflichtung, stellt sich die Frage, wie zukunftsträchtig das ist.
Ein seriös aufgestelltes mittelfristiges Konzept ist bei kompetenter Umsetzung in der Bundesliga ein Erfolgsgarant. Dafür muss die Umsetzung aber ziemlich gut passen.
Passte auch einige Jahre, sowohl in Sachen zahlenmäßiger Erfolge, wichtiger noch im Bereich Positiventwicklung. Letztere lag, machen wir uns nichts vor, maßgeblich am pedantischen, kauzigen, genialen Schweizer. Selbst ein Reus z.B. entwickelt(e) sich offensichtlich nicht selbst.
Reus ist eines von sehr wenigen Beispielen, in denen wir in Sachen Transfers mal wirklich Risiko gegangen sind. Generell ist das schon eher bieder. Sinnbildlich dafür ist, in schon bekannte Qualität viel Geld zu investieren oder dazu bereit zu sein - im Falle Kramers mit dem Wissen, daß der für den Spielaufbau wenig Beitrag hat, im Falle Christensens mit dem Wissen, daß man den selbst nach Kauf nicht sehr lange haben würde und dann finanziell beiweitem nicht den Mehrwert hätte, die die Qualität des Spielers hergibt.
Kurzfristig gedacht ist es deutlich zu wenig, um z.B. den durch die letzten Jahren erreichten Vorsprung zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit konservieren zu können. Mittelfristig gedacht, was Eberls Konzept ist, braucht es optimale Rahmenbedingungen, um weiter "mit den Großen mitpinkeln" zu können, wie Eberl es gerne hätte. Dafür muss in erster Linie die individuelle und mannschaftliche Entwicklung stimmen - das sehe ich beim aktuellen Trainerteam leider nicht gegeben. Das wiederum führt dazu, sollte es mehrfach so wahrgenommen werden, daß wir in der Präferenz bei "Toptalenten", wie Maxe es gerne nennt, nicht gerade steigen. Neben dem Trainer ist für mittelfristige Behauptung auch z.B. die medizinische Betreuung wichtig. Längerfristige Regenerationszeiten, hier und da zu schnell wirkende Entlassungen aus der Reha, seltenst überraschend kurze Behandlungszeiten, Tanks leer im Oktober und Kritik ausgerechnet des ehemaligen Kapitäns sind da nicht förderlich. Jeder Verein liegt mal mit Transfers daneben, kein Thema; man wird auch nicht in Abrede stellen können, daß bei uns wie schon gesagt Leute mehr Zeit und Chancen erhalten als anderswo. Dennoch helfen uns Transfers wie die Drmics und de Jongs perspektivisch nicht; da die mit Ansage floppten, werden irgendwann auch Eberls Trümpfe in Verhandlungen in ähnlich gelagerten Fällen nicht mehr stechen.
Zurück zu deinen Ausführungen: letztlich wird es nach den obigen Betrachtungen bei uns vermutlich nicht kurzfristig zu Personalentscheidungen infolge ausbleibender Ergebnisse kommen. Das wäre dann gut, wäre die aktuelle Arbeit mittelfristig absehbar fruchtend. An beidem werfen die letzten zwölf Monate leider Zweifel auf; im Bereich der Ergebnisse selbstredend nicht.. ach, das weißt du selbst.
Natürlich dürfte es entscheidende Personalwechsel erst geben, alsbald eine sinnvoller erscheinende Person verfügbar wäre.
Ich habe leider Zweifel daran, daß sowas zum für die Raute günstigsten Zeitpunkt entschieden wird - dafür ist man in meinen Augen bei vielen Entscheidungen zu konservativ, im Anspruch zu genügsam und ordnet sich zu oft dem Image des geduldigen und familiären Vereins unter.
Womöglich ist die Frage, ob Schubert der richtige Mann für uns ist, sogar die falsche; womöglich sollten wir fragen, wie lange Borussia noch mit den Entscheidungen und der diesen zugrunde liegenden Haltung im obersten Tabellendrittel bestehen können wird.
Daß jetzt schon die Konkurrenz Eberl Argumente für die schlechten Auftritte liefert, ist bitter. Ich sehe schon kommen, daß es in ein, zwei oder drei Jahren - noch mit Schubert an der Linie - nach Platz 10 heißen wird, daß Köln, der HSV, die Pillendreher, die Bienen, München, die russische Botschaft in NRW, die Autobauer, die Dosenbrause und ein Club, der zwischenzeitlich einen Investor auftun konnte, schließlich ach so viel mehr Finanzkraft hätten und für uns daher nicht mehr möglich gewesen sein soll.
Zitat von Dahlin
Ich habe die Eingangsfrage gestellt, weil es einfach ist, ein plattes "der muss weg" rauszuhauen aber keinen wirklichen Plan zu haben wie dann die Zukunft aussehen kann. Du hast diese Nachfolgefrage nachvollziehbar beantwortet und ich werde diese jetzt nicht weiter kommentieren. Für mich ist Schubert der Trainer und hat das Vertrauen der Verantwortlichen, daher sollte es eher darum gehen, wo es eben nicht rund läuft und Handlungsbedarf besteht.
Ich denke, dies wird auch intern diskutiert und an den Ergebnissen wird sich Schubert messen lassen müssen und auch Rechenschaft bei Eberl, Bonhof, Meyer und Co. ablegen. Sieht man dort irgendwann keine überzeugenden Ergebnisse mehr, wird man handeln. Gut finde ich aber dass man Vertrauen schenkt und eben auch Fehler (wie beim Schalke-Spiel) zugesteht und einen Lerneffekt ermöglicht.
Ich habe die Eingangsfrage gestellt, weil es einfach ist, ein plattes "der muss weg" rauszuhauen aber keinen wirklichen Plan zu haben wie dann die Zukunft aussehen kann. Du hast diese Nachfolgefrage nachvollziehbar beantwortet und ich werde diese jetzt nicht weiter kommentieren. Für mich ist Schubert der Trainer und hat das Vertrauen der Verantwortlichen, daher sollte es eher darum gehen, wo es eben nicht rund läuft und Handlungsbedarf besteht.
Ich denke, dies wird auch intern diskutiert und an den Ergebnissen wird sich Schubert messen lassen müssen und auch Rechenschaft bei Eberl, Bonhof, Meyer und Co. ablegen. Sieht man dort irgendwann keine überzeugenden Ergebnisse mehr, wird man handeln. Gut finde ich aber dass man Vertrauen schenkt und eben auch Fehler (wie beim Schalke-Spiel) zugesteht und einen Lerneffekt ermöglicht.
Das rauszuhauen ist einfach, das plausibel zu argumentieren nicht unbedingt.
Der Nachfolgeplan ist immer so eine Sache; bei Spielern wird hier auch gerne danach gerufen. Es werden wenige sein, die man so gut kennt, von denen man so viel gesehen hat, daß man die ernsthaft in den Ring werfen kann und bei Spielern bräuchte man oft schonmal wenigstens die fette Scoutingdatenbank, auf die die Clubs mittlerweile alle zugreifen.
Man kann, finde ich, wenn man sich mit seinem Club viel befasst, schon eine Einschätzung treffen, ob ein Trainer, Spieler, Arzt oder sonstwer passt - im Rahmen der Möglichkeiten aus der Ferne. Keine Alternative parat zu haben, macht aus treffender Kritik doch keine falsche.
Hat er das Vertrauen wirklich?
Der Chefvertrag vor rund einem Jahr und die Verlängerung weisen sicherlich darauf hin.
Ob es eine Bestätigung des Vertrauens ist, nach dem Chefvertrag und Eberls öffentlichen Anforderungen an Favres Nachfolger, eine beträchtliche Menge umzuwürfeln, von den Spielern angesichts des Trainings dahin schon rein körperlich zu viel zu fordern, weiß ich nicht.
Wenn man Borussia kennt, war doch auch klar, daß der Trainer nicht mehr getauscht werden würde nach sechs Siegen.
Ich finde Aussagen Eberls zum Teil etwas scheinheilig. So auch die, wenn er gegenüber anderen nach dem Motto "hinterher weiß man es halt besser" argumentiert und es jetzt so hinstellt, als sei Schubert ein Projekt, quasi selbst ausgebildet worden, usw. Virkus empfahl den für die U23, dafür wurde er geholt, nicht mehr, nicht weniger. Aussagen wie die, daß Schubert dankenswerterweise einsprang und dem Club in einer Notlage half, sprechen m.E. dafür. Aus der Not der Lücke wurde van Lent auch eine Ebene befördert. Liegt da auch schon in einer Schublade ein Chefcoachvertrag, in dem nur noch Zahlen fehlen? Wohl eher nicht.
Auch die Aussage seitens Eberl, daß die besten Trainer unter Vertrag seien, weisen nicht darauf hin, daß das mit Schubert mehr als eine situative Notlösung war zu Beginn. Diese Äußerung hätter er eigentlich kürzlich locker so wiederholen können, oder? Öffentlich bekannt gegeben wurde der HSV-Vertrag des angeblich gewollten Gisdols einen Tag vor der Bekanntgabe Schuberts Verlängerung.
Wie gesagt kennt man unsere Pappenheimer als Anhänger ja.
So wissen wir auch, daß man gerne mal mit Vertrauen und Hoffnung über's Ziel hinaus schießt. Das unter anderem, weil man gerne Imagepflege betreibt, z.B. in der Form, daß Trainer nicht so schnell entlassen werden wie andernorts. Auch deshalb ist der Vertrag für mich zumindest kein absoluter Ausdruck von Vertrauen. Aus anderer Sicht betrachtet wäre Vertrauen, selbst wenn es absolut wäre, für mich nicht unbedingt etwas, woraus man kein Hinterfragensollen ableiten müsste.
Wenn das Vertrauen, Eberl spricht auch gerne von Überzeugung, Potential zu Vereinsschädigung mit sich trägt, müssen wir das sogar hinterfragen.
Ich will hoffen, daß das bei Frontzeck damals wirklich Vertrauen war und nicht Imagepflege und/oder Mangel an Alternative - lieber absteigen als irgendwas versuchen ginge nicht klar. Die sportliche Kompetenz hinter so einem Vertrauen wäre dann jedoch fragwürdig.
In Sachen Favre wüsste ich sehr gerne, wie das intern mit den Rücktrittsgesuchen lief. Er wirkte öffentlich mehrfach unzufrieden mit den Transfers und dadurch dem allgemeinen Transferverhalten. Mit jedem Gesuch stieg die Wahrscheinlichkeit, daß es nicht mehr richtig passt. Mit jeder Überredung stieg natürlich auch die Gefahr, daß ein weiteres Gesuch nicht mehr ernst genommen wird. Gab es vorletzten Sommer Anzeichen, die man nicht hätte ignorieren dürfen? Oder gab es zumindest Indizien für Eberl, daß er mit einer weiteren Hoffnung, oder der Überzeugung, daß das auch diesmal schon wieder werden würde, als Geschäftsführer der Borussia GmbH dem Gesuch nicht nachgeben hätte müssen?
In diesen beiden Geschichten, sehe ich durchaus eine Anfälligkeit beim Vertrauen, um mal beim Begriff zu bleiben.
Bei Schuberts vertraglicher Aufwertung und der Verlängerung ebenso.
Was müsste man aus Vertrauen in unsere Entscheider ableiten? Wohl in erster Linie, daß die die nötige Ahnung haben, um das zu entscheiden. Ich habe leider bis heute nichts von Bonhof gehört, was mich da eine massive Kompetenz sehen lässt. Der Meyer Hans bekleckerte sich dahingehend in der Posse um Frontzeck nicht mit Ruhm und jüngere Aussagen und z.B. das Auftreten im Doppelpass, fand ich zum Teil sogar befremdlich.
Wenn die Ahnung also angreifbar wird durch so manche Entscheidung oder Aussage, wenn dazu oder daneben augenscheinlich nicht nur das Sportfach ausschlaggebend ist für Entscheidungen bei uns, wie will man dann zu der Überzeugung kommen, daß eine Vertragsverlängerung schon richtig und angebracht sein wird?
"Rechenschaft ablegen" wird Schubert, vermute ich, nicht müssen, aber sicherlich werden alle miteinander reden. Zu oben genannten Punkten kommt dann noch ein ganz wichtiger dazu: Anspruch.
Wenn man sich wirklich damit zufrieden gibt, Einstelligkeit zu erreichen, dann könnte man mittlerweile viele Fehler machen. Dann schmerzten teuere Mitläufereinkäufe wenig, dann könnte man den Trainerausbildungsverein geben, hätte hohe Postenstabilität, könnte auf verzögerte Entwicklung bei Talenten setzen, ertrüge auch gut ein zwei Jahre Stagnation und könnte sich häufiger damit rühmen, mehr als die ausgegebenen Ziele erreicht zu haben.
All das schaffte natürlich auch ein sehr heimeliges Umfeld: Funktionäre und Spieler bekommen für Profifußballverhältnisse alle Zeit der Welt, sich zu entwickeln, Fehler zu machen, zu lernen.
Es scheint mir, als wäre das durchaus die Grundidee mittlerweile.
Kann man natürlich so machen, aus moralischer Sicht eine sehr feine Sache.
Da aber zumindest die Funktionäre eine Verantwortung gegenüber dem Verein haben, also quasi eine Erfolgsverpflichtung, stellt sich die Frage, wie zukunftsträchtig das ist.
Ein seriös aufgestelltes mittelfristiges Konzept ist bei kompetenter Umsetzung in der Bundesliga ein Erfolgsgarant. Dafür muss die Umsetzung aber ziemlich gut passen.
Passte auch einige Jahre, sowohl in Sachen zahlenmäßiger Erfolge, wichtiger noch im Bereich Positiventwicklung. Letztere lag, machen wir uns nichts vor, maßgeblich am pedantischen, kauzigen, genialen Schweizer. Selbst ein Reus z.B. entwickelt(e) sich offensichtlich nicht selbst.
Reus ist eines von sehr wenigen Beispielen, in denen wir in Sachen Transfers mal wirklich Risiko gegangen sind. Generell ist das schon eher bieder. Sinnbildlich dafür ist, in schon bekannte Qualität viel Geld zu investieren oder dazu bereit zu sein - im Falle Kramers mit dem Wissen, daß der für den Spielaufbau wenig Beitrag hat, im Falle Christensens mit dem Wissen, daß man den selbst nach Kauf nicht sehr lange haben würde und dann finanziell beiweitem nicht den Mehrwert hätte, die die Qualität des Spielers hergibt.
Kurzfristig gedacht ist es deutlich zu wenig, um z.B. den durch die letzten Jahren erreichten Vorsprung zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit konservieren zu können. Mittelfristig gedacht, was Eberls Konzept ist, braucht es optimale Rahmenbedingungen, um weiter "mit den Großen mitpinkeln" zu können, wie Eberl es gerne hätte. Dafür muss in erster Linie die individuelle und mannschaftliche Entwicklung stimmen - das sehe ich beim aktuellen Trainerteam leider nicht gegeben. Das wiederum führt dazu, sollte es mehrfach so wahrgenommen werden, daß wir in der Präferenz bei "Toptalenten", wie Maxe es gerne nennt, nicht gerade steigen. Neben dem Trainer ist für mittelfristige Behauptung auch z.B. die medizinische Betreuung wichtig. Längerfristige Regenerationszeiten, hier und da zu schnell wirkende Entlassungen aus der Reha, seltenst überraschend kurze Behandlungszeiten, Tanks leer im Oktober und Kritik ausgerechnet des ehemaligen Kapitäns sind da nicht förderlich. Jeder Verein liegt mal mit Transfers daneben, kein Thema; man wird auch nicht in Abrede stellen können, daß bei uns wie schon gesagt Leute mehr Zeit und Chancen erhalten als anderswo. Dennoch helfen uns Transfers wie die Drmics und de Jongs perspektivisch nicht; da die mit Ansage floppten, werden irgendwann auch Eberls Trümpfe in Verhandlungen in ähnlich gelagerten Fällen nicht mehr stechen.
Zurück zu deinen Ausführungen: letztlich wird es nach den obigen Betrachtungen bei uns vermutlich nicht kurzfristig zu Personalentscheidungen infolge ausbleibender Ergebnisse kommen. Das wäre dann gut, wäre die aktuelle Arbeit mittelfristig absehbar fruchtend. An beidem werfen die letzten zwölf Monate leider Zweifel auf; im Bereich der Ergebnisse selbstredend nicht.. ach, das weißt du selbst.
Natürlich dürfte es entscheidende Personalwechsel erst geben, alsbald eine sinnvoller erscheinende Person verfügbar wäre.
Ich habe leider Zweifel daran, daß sowas zum für die Raute günstigsten Zeitpunkt entschieden wird - dafür ist man in meinen Augen bei vielen Entscheidungen zu konservativ, im Anspruch zu genügsam und ordnet sich zu oft dem Image des geduldigen und familiären Vereins unter.
Womöglich ist die Frage, ob Schubert der richtige Mann für uns ist, sogar die falsche; womöglich sollten wir fragen, wie lange Borussia noch mit den Entscheidungen und der diesen zugrunde liegenden Haltung im obersten Tabellendrittel bestehen können wird.
Daß jetzt schon die Konkurrenz Eberl Argumente für die schlechten Auftritte liefert, ist bitter. Ich sehe schon kommen, daß es in ein, zwei oder drei Jahren - noch mit Schubert an der Linie - nach Platz 10 heißen wird, daß Köln, der HSV, die Pillendreher, die Bienen, München, die russische Botschaft in NRW, die Autobauer, die Dosenbrause und ein Club, der zwischenzeitlich einen Investor auftun konnte, schließlich ach so viel mehr Finanzkraft hätten und für uns daher nicht mehr möglich gewesen sein soll.
Einer der besten Beiträge hier der letzten Zeit
Und das auch wenn er sich angreifbar macht durch eine Reihe von Vermutungen, Gefühlen und Ahnungen.
Es ist die Hubschrauberperspektive und das Schlußfolgern aus den Dingen, die wir sicher wissen, die zu diesen Ahnungen führen.Der Beitrag hebt sich damit ab von den ganzen Klein-Klein-Diskussionen um zwickende Rücken und klatschende Coaches an der Seitenlinie.
Ich bin da vollkommen bei Dir und sehe das Gesamtkonstrukt Borussia im Moment genauso. Ich habe das schonmal irgendwo geschrieben, daß ich uns im Moment am Scheideweg sehe und die Gefahr verspüre, daß es so laufen könnte wie damals nach Jupps erster Amtszeit. Dabei mache ich das auch nicht nur an Wolf Werner fest sondern zusätzlich an anderen Versäumnissen im Umfeld. Will sagen: Zuviel Wohlfühlatmosphäre und Konsenspolitik, leichte Erklärungen und Entschuldigungen gepaart mit der selbstvergewissernden Überzeugung, daß die letzten Jahre gezeigt haben, daß wir auf dem richtigen Weg sind, können sich extrem negativ auswirken.
Die meisten Fehler macht man in Zeiten des Erfolgs!
27.10.2016 - 11:04 Uhr
Zitat von Apfelstrudel
Das rauszuhauen ist einfach, das plausibel zu argumentieren nicht unbedingt.
Der Nachfolgeplan ist immer so eine Sache; bei Spielern wird hier auch gerne danach gerufen. Es werden wenige sein, die man so gut kennt, von denen man so viel gesehen hat, daß man die ernsthaft in den Ring werfen kann und bei Spielern bräuchte man oft schonmal wenigstens die fette Scoutingdatenbank, auf die die Clubs mittlerweile alle zugreifen.
Man kann, finde ich, wenn man sich mit seinem Club viel befasst, schon eine Einschätzung treffen, ob ein Trainer, Spieler, Arzt oder sonstwer passt - im Rahmen der Möglichkeiten aus der Ferne. Keine Alternative parat zu haben, macht aus treffender Kritik doch keine falsche.
Hat er das Vertrauen wirklich?
Der Chefvertrag vor rund einem Jahr und die Verlängerung weisen sicherlich darauf hin.
Ob es eine Bestätigung des Vertrauens ist, nach dem Chefvertrag und Eberls öffentlichen Anforderungen an Favres Nachfolger, eine beträchtliche Menge umzuwürfeln, von den Spielern angesichts des Trainings dahin schon rein körperlich zu viel zu fordern, weiß ich nicht.
Wenn man Borussia kennt, war doch auch klar, daß der Trainer nicht mehr getauscht werden würde nach sechs Siegen.
Ich finde Aussagen Eberls zum Teil etwas scheinheilig. So auch die, wenn er gegenüber anderen nach dem Motto "hinterher weiß man es halt besser" argumentiert und es jetzt so hinstellt, als sei Schubert ein Projekt, quasi selbst ausgebildet worden, usw. Virkus empfahl den für die U23, dafür wurde er geholt, nicht mehr, nicht weniger. Aussagen wie die, daß Schubert dankenswerterweise einsprang und dem Club in einer Notlage half, sprechen m.E. dafür. Aus der Not der Lücke wurde van Lent auch eine Ebene befördert. Liegt da auch schon in einer Schublade ein Chefcoachvertrag, in dem nur noch Zahlen fehlen? Wohl eher nicht.
Auch die Aussage seitens Eberl, daß die besten Trainer unter Vertrag seien, weisen nicht darauf hin, daß das mit Schubert mehr als eine situative Notlösung war zu Beginn. Diese Äußerung hätter er eigentlich kürzlich locker so wiederholen können, oder? Öffentlich bekannt gegeben wurde der HSV-Vertrag des angeblich gewollten Gisdols einen Tag vor der Bekanntgabe Schuberts Verlängerung.
Wie gesagt kennt man unsere Pappenheimer als Anhänger ja.
So wissen wir auch, daß man gerne mal mit Vertrauen und Hoffnung über's Ziel hinaus schießt. Das unter anderem, weil man gerne Imagepflege betreibt, z.B. in der Form, daß Trainer nicht so schnell entlassen werden wie andernorts. Auch deshalb ist der Vertrag für mich zumindest kein absoluter Ausdruck von Vertrauen.
Aus anderer Sicht betrachtet wäre Vertrauen, selbst wenn es absolut wäre, für mich nicht unbedingt etwas, woraus man kein Hinterfragensollen ableiten müsste.
Wenn das Vertrauen, Eberl spricht auch gerne von Überzeugung, Potential zu Vereinsschädigung mit sich trägt, müssen wir das sogar hinterfragen.
Ich will hoffen, daß das bei Frontzeck damals wirklich Vertrauen war und nicht Imagepflege und/oder Mangel an Alternative - lieber absteigen als irgendwas versuchen ginge nicht klar. Die sportliche Kompetenz hinter so einem Vertrauen wäre dann jedoch fragwürdig.
In Sachen Favre wüsste ich sehr gerne, wie das intern mit den Rücktrittsgesuchen lief. Er wirkte öffentlich mehrfach unzufrieden mit den Transfers und dadurch dem allgemeinen Transferverhalten. Mit jedem Gesuch stieg die Wahrscheinlichkeit, daß es nicht mehr richtig passt. Mit jeder Überredung stieg natürlich auch die Gefahr, daß ein weiteres Gesuch nicht mehr ernst genommen wird. Gab es vorletzten Sommer Anzeichen, die man nicht hätte ignorieren dürfen? Oder gab es zumindest Indizien für Eberl, daß er mit einer weiteren Hoffnung, oder der Überzeugung, daß das auch diesmal schon wieder werden würde, als Geschäftsführer der Borussia GmbH dem Gesuch nicht nachgeben hätte müssen?
In diesen beiden Geschichten, sehe ich durchaus eine Anfälligkeit beim Vertrauen, um mal beim Begriff zu bleiben.
Bei Schuberts vertraglicher Aufwertung und der Verlängerung ebenso.
Was müsste man aus Vertrauen in unsere Entscheider ableiten? Wohl in erster Linie, daß die die nötige Ahnung haben, um das zu entscheiden. Ich habe leider bis heute nichts von Bonhof gehört, was mich da eine massive Kompetenz sehen lässt. Der Meyer Hans bekleckerte sich dahingehend in der Posse um Frontzeck nicht mit Ruhm und jüngere Aussagen und z.B. das Auftreten im Doppelpass, fand ich zum Teil sogar befremdlich.
Wenn die Ahnung also angreifbar wird durch so manche Entscheidung oder Aussage, wenn dazu oder daneben augenscheinlich nicht nur das Sportfach ausschlaggebend ist für Entscheidungen bei uns, wie will man dann zu der Überzeugung kommen, daß eine Vertragsverlängerung schon richtig und angebracht sein wird?
"Rechenschaft ablegen" wird Schubert, vermute ich, nicht müssen, aber sicherlich werden alle miteinander reden. Zu oben genannten Punkten kommt dann noch ein ganz wichtiger dazu: Anspruch.
Wenn man sich wirklich damit zufrieden gibt, Einstelligkeit zu erreichen, dann könnte man mittlerweile viele Fehler machen. Dann schmerzten teuere Mitläufereinkäufe wenig, dann könnte man den Trainerausbildungsverein geben, hätte hohe Postenstabilität, könnte auf verzögerte Entwicklung bei Talenten setzen, ertrüge auch gut ein zwei Jahre Stagnation und könnte sich häufiger damit rühmen, mehr als die ausgegebenen Ziele erreicht zu haben.
All das schaffte natürlich auch ein sehr heimeliges Umfeld: Funktionäre und Spieler bekommen für Profifußballverhältnisse alle Zeit der Welt, sich zu entwickeln, Fehler zu machen, zu lernen.
Es scheint mir, als wäre das durchaus die Grundidee mittlerweile.
Kann man natürlich so machen, aus moralischer Sicht eine sehr feine Sache.
Da aber zumindest die Funktionäre eine Verantwortung gegenüber dem Verein haben, also quasi eine Erfolgsverpflichtung, stellt sich die Frage, wie zukunftsträchtig das ist.
Ein seriös aufgestelltes mittelfristiges Konzept ist bei kompetenter Umsetzung in der Bundesliga ein Erfolgsgarant. Dafür muss die Umsetzung aber ziemlich gut passen.
Passte auch einige Jahre, sowohl in Sachen zahlenmäßiger Erfolge, wichtiger noch im Bereich Positiventwicklung. Letztere lag, machen wir uns nichts vor, maßgeblich am pedantischen, kauzigen, genialen Schweizer. Selbst ein Reus z.B. entwickelt(e) sich offensichtlich nicht selbst.
Reus ist eines von sehr wenigen Beispielen, in denen wir in Sachen Transfers mal wirklich Risiko gegangen sind. Generell ist das schon eher bieder. Sinnbildlich dafür ist, in schon bekannte Qualität viel Geld zu investieren oder dazu bereit zu sein - im Falle Kramers mit dem Wissen, daß der für den Spielaufbau wenig Beitrag hat, im Falle Christensens mit dem Wissen, daß man den selbst nach Kauf nicht sehr lange haben würde und dann finanziell beiweitem nicht den Mehrwert hätte, die die Qualität des Spielers hergibt.
Kurzfristig gedacht ist es deutlich zu wenig, um z.B. den durch die letzten Jahren erreichten Vorsprung zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit konservieren zu können. Mittelfristig gedacht, was Eberls Konzept ist, braucht es optimale Rahmenbedingungen, um weiter "mit den Großen mitpinkeln" zu können, wie Eberl es gerne hätte. Dafür muss in erster Linie die individuelle und mannschaftliche Entwicklung stimmen - das sehe ich beim aktuellen Trainerteam leider nicht gegeben. Das wiederum führt dazu, sollte es mehrfach so wahrgenommen werden, daß wir in der Präferenz bei "Toptalenten", wie Maxe es gerne nennt, nicht gerade steigen. Neben dem Trainer ist für mittelfristige Behauptung auch z.B. die medizinische Betreuung wichtig. Längerfristige Regenerationszeiten, hier und da zu schnell wirkende Entlassungen aus der Reha, seltenst überraschend kurze Behandlungszeiten, Tanks leer im Oktober und Kritik ausgerechnet des ehemaligen Kapitäns sind da nicht förderlich. Jeder Verein liegt mal mit Transfers daneben, kein Thema; man wird auch nicht in Abrede stellen können, daß bei uns wie schon gesagt Leute mehr Zeit und Chancen erhalten als anderswo. Dennoch helfen uns Transfers wie die Drmics und de Jongs perspektivisch nicht; da die mit Ansage floppten, werden irgendwann auch Eberls Trümpfe in Verhandlungen in ähnlich gelagerten Fällen nicht mehr stechen.
Zurück zu deinen Ausführungen: letztlich wird es nach den obigen Betrachtungen bei uns vermutlich nicht kurzfristig zu Personalentscheidungen infolge ausbleibender Ergebnisse kommen. Das wäre dann gut, wäre die aktuelle Arbeit mittelfristig absehbar fruchtend. An beidem werfen die letzten zwölf Monate leider Zweifel auf; im Bereich der Ergebnisse selbstredend nicht.. ach, das weißt du selbst.
Natürlich dürfte es entscheidende Personalwechsel erst geben, alsbald eine sinnvoller erscheinende Person verfügbar wäre.
Ich habe leider Zweifel daran, daß sowas zum für die Raute günstigsten Zeitpunkt entschieden wird - dafür ist man in meinen Augen bei vielen Entscheidungen zu konservativ, im Anspruch zu genügsam und ordnet sich zu oft dem Image des geduldigen und familiären Vereins unter.
Womöglich ist die Frage, ob Schubert der richtige Mann für uns ist, sogar die falsche; womöglich sollten wir fragen, wie lange Borussia noch mit den Entscheidungen und der diesen zugrunde liegenden Haltung im obersten Tabellendrittel bestehen können wird.
Daß jetzt schon die Konkurrenz Eberl Argumente für die schlechten Auftritte liefert, ist bitter. Ich sehe schon kommen, daß es in ein, zwei oder drei Jahren - noch mit Schubert an der Linie - nach Platz 10 heißen wird, daß Köln, der HSV, die Pillendreher, die Bienen, München, die russische Botschaft in NRW, die Autobauer, die Dosenbrause und ein Club, der zwischenzeitlich einen Investor auftun konnte, schließlich ach so viel mehr Finanzkraft hätten und für uns daher nicht mehr möglich gewesen sein soll.
Zitat von Dahlin
Ich habe die Eingangsfrage gestellt, weil es einfach ist, ein plattes "der muss weg" rauszuhauen aber keinen wirklichen Plan zu haben wie dann die Zukunft aussehen kann. Du hast diese Nachfolgefrage nachvollziehbar beantwortet und ich werde diese jetzt nicht weiter kommentieren. Für mich ist Schubert der Trainer und hat das Vertrauen der Verantwortlichen, daher sollte es eher darum gehen, wo es eben nicht rund läuft und Handlungsbedarf besteht.
Ich denke, dies wird auch intern diskutiert und an den Ergebnissen wird sich Schubert messen lassen müssen und auch Rechenschaft bei Eberl, Bonhof, Meyer und Co. ablegen. Sieht man dort irgendwann keine überzeugenden Ergebnisse mehr, wird man handeln. Gut finde ich aber dass man Vertrauen schenkt und eben auch Fehler (wie beim Schalke-Spiel) zugesteht und einen Lerneffekt ermöglicht.
Ich habe die Eingangsfrage gestellt, weil es einfach ist, ein plattes "der muss weg" rauszuhauen aber keinen wirklichen Plan zu haben wie dann die Zukunft aussehen kann. Du hast diese Nachfolgefrage nachvollziehbar beantwortet und ich werde diese jetzt nicht weiter kommentieren. Für mich ist Schubert der Trainer und hat das Vertrauen der Verantwortlichen, daher sollte es eher darum gehen, wo es eben nicht rund läuft und Handlungsbedarf besteht.
Ich denke, dies wird auch intern diskutiert und an den Ergebnissen wird sich Schubert messen lassen müssen und auch Rechenschaft bei Eberl, Bonhof, Meyer und Co. ablegen. Sieht man dort irgendwann keine überzeugenden Ergebnisse mehr, wird man handeln. Gut finde ich aber dass man Vertrauen schenkt und eben auch Fehler (wie beim Schalke-Spiel) zugesteht und einen Lerneffekt ermöglicht.
Das rauszuhauen ist einfach, das plausibel zu argumentieren nicht unbedingt.
Der Nachfolgeplan ist immer so eine Sache; bei Spielern wird hier auch gerne danach gerufen. Es werden wenige sein, die man so gut kennt, von denen man so viel gesehen hat, daß man die ernsthaft in den Ring werfen kann und bei Spielern bräuchte man oft schonmal wenigstens die fette Scoutingdatenbank, auf die die Clubs mittlerweile alle zugreifen.
Man kann, finde ich, wenn man sich mit seinem Club viel befasst, schon eine Einschätzung treffen, ob ein Trainer, Spieler, Arzt oder sonstwer passt - im Rahmen der Möglichkeiten aus der Ferne. Keine Alternative parat zu haben, macht aus treffender Kritik doch keine falsche.
Hat er das Vertrauen wirklich?
Der Chefvertrag vor rund einem Jahr und die Verlängerung weisen sicherlich darauf hin.
Ob es eine Bestätigung des Vertrauens ist, nach dem Chefvertrag und Eberls öffentlichen Anforderungen an Favres Nachfolger, eine beträchtliche Menge umzuwürfeln, von den Spielern angesichts des Trainings dahin schon rein körperlich zu viel zu fordern, weiß ich nicht.
Wenn man Borussia kennt, war doch auch klar, daß der Trainer nicht mehr getauscht werden würde nach sechs Siegen.
Ich finde Aussagen Eberls zum Teil etwas scheinheilig. So auch die, wenn er gegenüber anderen nach dem Motto "hinterher weiß man es halt besser" argumentiert und es jetzt so hinstellt, als sei Schubert ein Projekt, quasi selbst ausgebildet worden, usw. Virkus empfahl den für die U23, dafür wurde er geholt, nicht mehr, nicht weniger. Aussagen wie die, daß Schubert dankenswerterweise einsprang und dem Club in einer Notlage half, sprechen m.E. dafür. Aus der Not der Lücke wurde van Lent auch eine Ebene befördert. Liegt da auch schon in einer Schublade ein Chefcoachvertrag, in dem nur noch Zahlen fehlen? Wohl eher nicht.
Auch die Aussage seitens Eberl, daß die besten Trainer unter Vertrag seien, weisen nicht darauf hin, daß das mit Schubert mehr als eine situative Notlösung war zu Beginn. Diese Äußerung hätter er eigentlich kürzlich locker so wiederholen können, oder? Öffentlich bekannt gegeben wurde der HSV-Vertrag des angeblich gewollten Gisdols einen Tag vor der Bekanntgabe Schuberts Verlängerung.
Wie gesagt kennt man unsere Pappenheimer als Anhänger ja.
So wissen wir auch, daß man gerne mal mit Vertrauen und Hoffnung über's Ziel hinaus schießt. Das unter anderem, weil man gerne Imagepflege betreibt, z.B. in der Form, daß Trainer nicht so schnell entlassen werden wie andernorts. Auch deshalb ist der Vertrag für mich zumindest kein absoluter Ausdruck von Vertrauen. Aus anderer Sicht betrachtet wäre Vertrauen, selbst wenn es absolut wäre, für mich nicht unbedingt etwas, woraus man kein Hinterfragensollen ableiten müsste.
Wenn das Vertrauen, Eberl spricht auch gerne von Überzeugung, Potential zu Vereinsschädigung mit sich trägt, müssen wir das sogar hinterfragen.
Ich will hoffen, daß das bei Frontzeck damals wirklich Vertrauen war und nicht Imagepflege und/oder Mangel an Alternative - lieber absteigen als irgendwas versuchen ginge nicht klar. Die sportliche Kompetenz hinter so einem Vertrauen wäre dann jedoch fragwürdig.
In Sachen Favre wüsste ich sehr gerne, wie das intern mit den Rücktrittsgesuchen lief. Er wirkte öffentlich mehrfach unzufrieden mit den Transfers und dadurch dem allgemeinen Transferverhalten. Mit jedem Gesuch stieg die Wahrscheinlichkeit, daß es nicht mehr richtig passt. Mit jeder Überredung stieg natürlich auch die Gefahr, daß ein weiteres Gesuch nicht mehr ernst genommen wird. Gab es vorletzten Sommer Anzeichen, die man nicht hätte ignorieren dürfen? Oder gab es zumindest Indizien für Eberl, daß er mit einer weiteren Hoffnung, oder der Überzeugung, daß das auch diesmal schon wieder werden würde, als Geschäftsführer der Borussia GmbH dem Gesuch nicht nachgeben hätte müssen?
In diesen beiden Geschichten, sehe ich durchaus eine Anfälligkeit beim Vertrauen, um mal beim Begriff zu bleiben.
Bei Schuberts vertraglicher Aufwertung und der Verlängerung ebenso.
Was müsste man aus Vertrauen in unsere Entscheider ableiten? Wohl in erster Linie, daß die die nötige Ahnung haben, um das zu entscheiden. Ich habe leider bis heute nichts von Bonhof gehört, was mich da eine massive Kompetenz sehen lässt. Der Meyer Hans bekleckerte sich dahingehend in der Posse um Frontzeck nicht mit Ruhm und jüngere Aussagen und z.B. das Auftreten im Doppelpass, fand ich zum Teil sogar befremdlich.
Wenn die Ahnung also angreifbar wird durch so manche Entscheidung oder Aussage, wenn dazu oder daneben augenscheinlich nicht nur das Sportfach ausschlaggebend ist für Entscheidungen bei uns, wie will man dann zu der Überzeugung kommen, daß eine Vertragsverlängerung schon richtig und angebracht sein wird?
"Rechenschaft ablegen" wird Schubert, vermute ich, nicht müssen, aber sicherlich werden alle miteinander reden. Zu oben genannten Punkten kommt dann noch ein ganz wichtiger dazu: Anspruch.
Wenn man sich wirklich damit zufrieden gibt, Einstelligkeit zu erreichen, dann könnte man mittlerweile viele Fehler machen. Dann schmerzten teuere Mitläufereinkäufe wenig, dann könnte man den Trainerausbildungsverein geben, hätte hohe Postenstabilität, könnte auf verzögerte Entwicklung bei Talenten setzen, ertrüge auch gut ein zwei Jahre Stagnation und könnte sich häufiger damit rühmen, mehr als die ausgegebenen Ziele erreicht zu haben.
All das schaffte natürlich auch ein sehr heimeliges Umfeld: Funktionäre und Spieler bekommen für Profifußballverhältnisse alle Zeit der Welt, sich zu entwickeln, Fehler zu machen, zu lernen.
Es scheint mir, als wäre das durchaus die Grundidee mittlerweile.
Kann man natürlich so machen, aus moralischer Sicht eine sehr feine Sache.
Da aber zumindest die Funktionäre eine Verantwortung gegenüber dem Verein haben, also quasi eine Erfolgsverpflichtung, stellt sich die Frage, wie zukunftsträchtig das ist.
Ein seriös aufgestelltes mittelfristiges Konzept ist bei kompetenter Umsetzung in der Bundesliga ein Erfolgsgarant. Dafür muss die Umsetzung aber ziemlich gut passen.
Passte auch einige Jahre, sowohl in Sachen zahlenmäßiger Erfolge, wichtiger noch im Bereich Positiventwicklung. Letztere lag, machen wir uns nichts vor, maßgeblich am pedantischen, kauzigen, genialen Schweizer. Selbst ein Reus z.B. entwickelt(e) sich offensichtlich nicht selbst.
Reus ist eines von sehr wenigen Beispielen, in denen wir in Sachen Transfers mal wirklich Risiko gegangen sind. Generell ist das schon eher bieder. Sinnbildlich dafür ist, in schon bekannte Qualität viel Geld zu investieren oder dazu bereit zu sein - im Falle Kramers mit dem Wissen, daß der für den Spielaufbau wenig Beitrag hat, im Falle Christensens mit dem Wissen, daß man den selbst nach Kauf nicht sehr lange haben würde und dann finanziell beiweitem nicht den Mehrwert hätte, die die Qualität des Spielers hergibt.
Kurzfristig gedacht ist es deutlich zu wenig, um z.B. den durch die letzten Jahren erreichten Vorsprung zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit konservieren zu können. Mittelfristig gedacht, was Eberls Konzept ist, braucht es optimale Rahmenbedingungen, um weiter "mit den Großen mitpinkeln" zu können, wie Eberl es gerne hätte. Dafür muss in erster Linie die individuelle und mannschaftliche Entwicklung stimmen - das sehe ich beim aktuellen Trainerteam leider nicht gegeben. Das wiederum führt dazu, sollte es mehrfach so wahrgenommen werden, daß wir in der Präferenz bei "Toptalenten", wie Maxe es gerne nennt, nicht gerade steigen. Neben dem Trainer ist für mittelfristige Behauptung auch z.B. die medizinische Betreuung wichtig. Längerfristige Regenerationszeiten, hier und da zu schnell wirkende Entlassungen aus der Reha, seltenst überraschend kurze Behandlungszeiten, Tanks leer im Oktober und Kritik ausgerechnet des ehemaligen Kapitäns sind da nicht förderlich. Jeder Verein liegt mal mit Transfers daneben, kein Thema; man wird auch nicht in Abrede stellen können, daß bei uns wie schon gesagt Leute mehr Zeit und Chancen erhalten als anderswo. Dennoch helfen uns Transfers wie die Drmics und de Jongs perspektivisch nicht; da die mit Ansage floppten, werden irgendwann auch Eberls Trümpfe in Verhandlungen in ähnlich gelagerten Fällen nicht mehr stechen.
Zurück zu deinen Ausführungen: letztlich wird es nach den obigen Betrachtungen bei uns vermutlich nicht kurzfristig zu Personalentscheidungen infolge ausbleibender Ergebnisse kommen. Das wäre dann gut, wäre die aktuelle Arbeit mittelfristig absehbar fruchtend. An beidem werfen die letzten zwölf Monate leider Zweifel auf; im Bereich der Ergebnisse selbstredend nicht.. ach, das weißt du selbst.
Natürlich dürfte es entscheidende Personalwechsel erst geben, alsbald eine sinnvoller erscheinende Person verfügbar wäre.
Ich habe leider Zweifel daran, daß sowas zum für die Raute günstigsten Zeitpunkt entschieden wird - dafür ist man in meinen Augen bei vielen Entscheidungen zu konservativ, im Anspruch zu genügsam und ordnet sich zu oft dem Image des geduldigen und familiären Vereins unter.
Womöglich ist die Frage, ob Schubert der richtige Mann für uns ist, sogar die falsche; womöglich sollten wir fragen, wie lange Borussia noch mit den Entscheidungen und der diesen zugrunde liegenden Haltung im obersten Tabellendrittel bestehen können wird.
Daß jetzt schon die Konkurrenz Eberl Argumente für die schlechten Auftritte liefert, ist bitter. Ich sehe schon kommen, daß es in ein, zwei oder drei Jahren - noch mit Schubert an der Linie - nach Platz 10 heißen wird, daß Köln, der HSV, die Pillendreher, die Bienen, München, die russische Botschaft in NRW, die Autobauer, die Dosenbrause und ein Club, der zwischenzeitlich einen Investor auftun konnte, schließlich ach so viel mehr Finanzkraft hätten und für uns daher nicht mehr möglich gewesen sein soll.
Natürlich hat und hatte Schubert das Vertrauen der Verantwortlichen. Die Vertragsverlängerung etnstand ja, wie hier auch schon kritisiert wurde, ohne Not. Wie du hier jetzt einen Querverweis zu Gisdol konstruirst, will sich mir mal so überhaupt nicht erschließen. Wäre Gisdol ein Wunschkandidat gewesen, was widerum ein Misstrauen in Schubert bedeutet hätte, dann hätte Eberl sich um diesen mit Sicherheit vor der Sommervobereitung bemüht. Verfügbar war er da auch schon.
Das Eberl Schubert einen Lernprozess zugesteht, hat meiner Meinung nach nichts mit einer Abwertung oder dergleiche zu tun. Diesen Lernprozess hat er auch Favre zu gestanden und insbeondere sich selbst. Ich kenne wenige Spodi`s die so selbstkritisch sind wie Eberl. Ich möchte hier gerne nochmal auf den Audi-Startalk verweisen indem Eberl und Favre gemeinsam aufgetren sind. Hier sprachen beide von einem ständig anhaltenden Lernprozess. Warum hier nun permanent mit zweierlei Maß gemessen wird, ist mir ein Rätsel.
Es ist immer schwierig über subjektive Eindrück zu diskutieren, aber wenn du Reus so sehr betonst, dann halte ich gerne Elvedi, Christensen, Dahoud und gerne auch Stindl dagegen, die sich tatsächlich unter Schubert prächtig entwickeln. Zukünftig gerne um Strobl zu erweitern. Natürlich gab es auch reichlich Namen die durch Favre einen ordentlichen Leistungsschub hatten, aber es ist ja nicht so, dass einer von Beiden Lahme zum gehen bewegen könnten oder Blinden die Sehkraft schenkten. Nein, hierfür ist ein Grundpotential von Nöten, welches eben durch die Scoutingabteilung und nicht zuletzt ducht Eberl bewertet werden muss.
Schubert wurde von Eberl verpflichtet um im Unterbau jemanden zu haben, der "ähnlich" tickt wie der Chefftrainer der Profis. Zur Zeit des Favre-Abgangs war Schubert aber erst 3 Monate im Amt, daher war es mehr als verständlich, dass man ihn zunächts genauerer Beobachtung unterzog. Natürlich musste auch Schubert erstmal die Verantwortlichen überzeugen was er dann auch eindrucksvoll tat. Zudem hatte er einige Fürsprecher in der Mannschaft. Besondersn nachdenklich machten mich die Aussagen von Stranzl zu Favre. Da scheint es intern schon mehrfach gebrodelt zu haben.
Aber wie gesagt, alles subjektiv. Grundlage der Diskussion sollte doch eher der Erfolg oder Misserfolg sein. Und hier steht Schubert seinem Vorgänger aktuell in nichts nach. Im Gegenteil.
Die Diskussion darüber, wie Transfers bei der Borussia abgewickelt werden, gab es 2012 nachdem man Favre einen de Jong vor die Nase setzte, den er a) nicht kannte und mit dem er b) nichts anzufangen wusste. Dagegen standen dann Xhaka und Mlapa (das sagenumwogene Telefonat mit Favre).
Eberl wird seiner Transfers mit jedem Trainer abstimmen, sich diese aber nicht vorschreiben lassen. Das wäre ja auch unsinn, wenn man so einen Wackelkandidaten wie Favre auf der Bank hat, der alle paar Monate nicht weiß was er will. Denn, wie schon gesagt, 2 x seinen Vertrag zu verlängern, dazu hat ihn wohl niemend zwingen müssen.
So, und zum Abschluss noch was persönliches: Bei Favre bist du mir dahingehend positiv aufegafallen, dass du jegliche Kritik anhand von Zahlen, Statistiken, Laufwerten ect. widerlegen konntest. Bei Schubert hingegen wirkt es arg subjektiv und weniger fachlich begründet. Natrülich kann hier niemand in die Zukunft schauen, aber im Fussball kann man sich immer irgendwelche Momentaufnahmen suchen. Eine ist eben auch: 2 Gegentore in 4 Spielen und wenig Trochancen zugelassen. Sprich: Es wird an der defensiven Stabilität gearbeitet.
Unser Spiel gegen Stuttgart war doch ein Spiegelbild vieler Favre Spiele. Mir ist hier direkt deine Kritik im STT ins Auge gesprungen...und da habe ich mir nur gedacht: hätte er sich bei Favre auch so geäussert, oder hätte er vielleicht Gründe für den Auftritt geliefert? Wie auch immer, soll nur ein Denkanstoss sein
27.10.2016 - 12:58 Uhr
Müssen hier immer noch Theorien und Spekulationen zum Favre-Rücktritt durchgekaut werden? Niemand kann seine Thesen beweisen, warum Favre zurückgetreten ist und ob es da überhaupt einen Zusammenhang zur Kaderzusammenstellung gab. Beweisbar ist, dass der Kader gut genug war um in der Bundesliga Platz 4 zu erreichen, trotz versautem Start und trotz nicht optimaler RR. Selbst wenn Favre also der Kader nicht gut genug war, wäre das wiederum eine Fehleinschätzung seinerseits (es sei denn er schielte weiter nach oben als Platz 4).
Was bringt diese ganze Spekulation anhand von nicht beweisbaren Aussagen? Niemand wird hirr auch nur einen mm von seinem Standpunkt abweichen, das ist ja auch ok - aber das macht die Diskussion auf diese Art und Weise jetzt beim x. Mal nicht sinnvoller. Vielleicht sollten wir einen eigenen Thread mit Theorien zum Favre-Rücktritt aufmachen, mit Eberl alleine und direkt hat das wohl ziemlich wenig zu tun.
Was bringt diese ganze Spekulation anhand von nicht beweisbaren Aussagen? Niemand wird hirr auch nur einen mm von seinem Standpunkt abweichen, das ist ja auch ok - aber das macht die Diskussion auf diese Art und Weise jetzt beim x. Mal nicht sinnvoller. Vielleicht sollten wir einen eigenen Thread mit Theorien zum Favre-Rücktritt aufmachen, mit Eberl alleine und direkt hat das wohl ziemlich wenig zu tun.
27.10.2016 - 14:29 Uhr
Sorry...mag jetzt harsch klingen. Aber was mich an Eberl doch nun langsam nervt ist dieser Verweis auf die Zeit "wo wir herkommen"...wie in der PK heute. Wer nach diesen Jahren mit CL und EL immernoch auf diese Zeit verweist ist in derselbigen stehengeblieben. Das ist mir zu demütig und vorsichtig. Aber eben auch ein Spiegelbild unseres Selbstverständnisses mit dem wir uns manchmal kleiner reden und agieren als wir sind. Es geht nicht um falsches Anspruchsdenken, man kann nicht immer CL..aber diese Referenz ist mmn langsam überholt. Und ein inzwischen falsches Alibi wenns mal nicht so läuft.
27.10.2016 - 16:01 Uhr
Zitat von bmgcoys
Die Aussagen sind mMn nicht einfach nur PR, sondern das ist wirklich die Sichtweise von Eberl. Wenn wir uns als kleinen Club sehen, den Liebling-traditions-verein der es dann tatsaechlich mal in die CL geschafft haben, dann geht es nicht nach oben. Nach oben heisst nicht: jedes Jahr besser als vorheriges Jahr. Es heisst: da legen wir unsere Messlatte hin, da arbeiten wir drauf hin.
Und fuer mich ist die Messlatte fuer die heutige Borussia Top6 und EL. Bayern, Dortmund und Leipzig halte ich fuer die einzigen Vereine die uns rein geldtechnisch schon trumpfen. Der Rest- Schalke, Wolfsburg, Leverkusen- alles schlagbar, allesamt Vereine die ich kadermaessig mit uns auf eine Stufe stelle. Vielleicht noch die Herta dazu, die waren in den letzten Saisons auch sehr konsistent.
Zitat von hassferder
Ist doch im Endeffekt schon zig Male durchgekaut.
Glaub doch nicht ernsthaft daß die allesamt bei uns intern inzwischen nicht jedes Jahr gerne an den europäischen Fleischtöpfen kratzen möchten.
Natürlich tun sie das. Nur steht uns nach wie vor die Außenseiterrolle sehr gut zu Gesicht wenn man sie in die Welt hinaus bläst. Alles was man damit bezweckt ist sich in eine angenehmere Position der Außenwirkung zu bringen, thats it.
Alle finanziellen, strukturellen und sportlich entwickelten Parameter rund um erfolgreichen Fußball geben nämlich keine anderen Wünsche/Ambitionen mehr her.
Können´s deshalb wegen mir gerne in die Welt hinausposaunieren. Keinem einzigen Fan der Bundesliga wirst du ernsthaft erzählen können alleine schon mit den inzwischen vorhandenen finanziellen Möglichkeiten sich mit Mainz und Frankfurt um Platz 9 oder 10 der Liga kloppen zu wollen. Wenns dann halt Mal eine Runde so ist, dann ists halt so. Selbstläufer ist Europa sicherlich nicht. Aber da liegt die Betonung inzwischen deutlichst auf "Mal".
Wir hantieren seit geraumer Zeit mit Summen umher (die wir uns so nebenbei erarbeitet haben und damit auch leisten können) ?
Da bekommen die Reuter´s, Bobic´s, Schmadtke´s, Preetz´s oder weiß der Kuckuck wer nen feuchten Schlüpper bei wenn sie nur daran denken.
Wir sind grundsätzlich was vermeintliche neue Spieler angeht im nahezu selben Teich zum fischen unterwegs wie ein L´kusen oder S04.
Wir müßen schon lange nicht mehr (Gott sei Dank) die Verkaufsregale von Spielern gar auf Seite schieben und schauen ob da nicht hoffentlich was richtig Brauchbares hinten runter gefallen ist das uns weiterbrächte da man sich nichts anderes leisten kann.
Und natürlich ist dies alles das A & O einer sportlichen Ambition. Ja was denn sonst ?
Deshalb sind mir solche Statements relativ Pumpe, wenn man sie einzuschätzen weiß.
Zitat von rockham
Sorry...mag jetzt harsch klingen. Aber was mich an Eberl doch nun langsam nervt ist dieser Verweis auf die Zeit "wo wir herkommen"...wie in der PK heute. Wer nach diesen Jahren mit CL und EL immernoch auf diese Zeit verweist ist in derselbigen stehengeblieben. Das ist mir zu demütig und vorsichtig. Aber eben auch ein Spiegelbild unseres Selbstverständnisses mit dem wir uns manchmal kleiner reden und agieren als wir sind. Es geht nicht um falsches Anspruchsdenken, man kann nicht immer CL..aber diese Referenz ist mmn langsam überholt. Und ein inzwischen falsches Alibi wenns mal nicht so läuft.
Sorry...mag jetzt harsch klingen. Aber was mich an Eberl doch nun langsam nervt ist dieser Verweis auf die Zeit "wo wir herkommen"...wie in der PK heute. Wer nach diesen Jahren mit CL und EL immernoch auf diese Zeit verweist ist in derselbigen stehengeblieben. Das ist mir zu demütig und vorsichtig. Aber eben auch ein Spiegelbild unseres Selbstverständnisses mit dem wir uns manchmal kleiner reden und agieren als wir sind. Es geht nicht um falsches Anspruchsdenken, man kann nicht immer CL..aber diese Referenz ist mmn langsam überholt. Und ein inzwischen falsches Alibi wenns mal nicht so läuft.
Ist doch im Endeffekt schon zig Male durchgekaut.
Glaub doch nicht ernsthaft daß die allesamt bei uns intern inzwischen nicht jedes Jahr gerne an den europäischen Fleischtöpfen kratzen möchten.
Natürlich tun sie das. Nur steht uns nach wie vor die Außenseiterrolle sehr gut zu Gesicht wenn man sie in die Welt hinaus bläst. Alles was man damit bezweckt ist sich in eine angenehmere Position der Außenwirkung zu bringen, thats it.
Alle finanziellen, strukturellen und sportlich entwickelten Parameter rund um erfolgreichen Fußball geben nämlich keine anderen Wünsche/Ambitionen mehr her.
Können´s deshalb wegen mir gerne in die Welt hinausposaunieren. Keinem einzigen Fan der Bundesliga wirst du ernsthaft erzählen können alleine schon mit den inzwischen vorhandenen finanziellen Möglichkeiten sich mit Mainz und Frankfurt um Platz 9 oder 10 der Liga kloppen zu wollen. Wenns dann halt Mal eine Runde so ist, dann ists halt so. Selbstläufer ist Europa sicherlich nicht. Aber da liegt die Betonung inzwischen deutlichst auf "Mal".
Wir hantieren seit geraumer Zeit mit Summen umher (die wir uns so nebenbei erarbeitet haben und damit auch leisten können) ?
Da bekommen die Reuter´s, Bobic´s, Schmadtke´s, Preetz´s oder weiß der Kuckuck wer nen feuchten Schlüpper bei wenn sie nur daran denken.
Wir sind grundsätzlich was vermeintliche neue Spieler angeht im nahezu selben Teich zum fischen unterwegs wie ein L´kusen oder S04.
Wir müßen schon lange nicht mehr (Gott sei Dank) die Verkaufsregale von Spielern gar auf Seite schieben und schauen ob da nicht hoffentlich was richtig Brauchbares hinten runter gefallen ist das uns weiterbrächte da man sich nichts anderes leisten kann.
Und natürlich ist dies alles das A & O einer sportlichen Ambition. Ja was denn sonst ?
Deshalb sind mir solche Statements relativ Pumpe, wenn man sie einzuschätzen weiß.
Die Aussagen sind mMn nicht einfach nur PR, sondern das ist wirklich die Sichtweise von Eberl. Wenn wir uns als kleinen Club sehen, den Liebling-traditions-verein der es dann tatsaechlich mal in die CL geschafft haben, dann geht es nicht nach oben. Nach oben heisst nicht: jedes Jahr besser als vorheriges Jahr. Es heisst: da legen wir unsere Messlatte hin, da arbeiten wir drauf hin.
Und fuer mich ist die Messlatte fuer die heutige Borussia Top6 und EL. Bayern, Dortmund und Leipzig halte ich fuer die einzigen Vereine die uns rein geldtechnisch schon trumpfen. Der Rest- Schalke, Wolfsburg, Leverkusen- alles schlagbar, allesamt Vereine die ich kadermaessig mit uns auf eine Stufe stelle. Vielleicht noch die Herta dazu, die waren in den letzten Saisons auch sehr konsistent.
Naja siehst du, da liegt dann schon ein deutlicher Unterscheid in unserer beider Ansicht.
Im Gegensatz zu dir weiß ich eben haargenau einzuschätzen mit welchen Gehältern man zB. auf Schalke oder in Wolfsburg hantiert. Das ist einfach nochmal ne deutlich andere Haussnummer und deshalb sehe ich die grundsätzlich einfach klar über uns angesiedelt was die Möglichkeiten angeht.
Am nähesten dran sind wir im Endeffekt an L´kusen, aber auch die sind uns noch voraus.
Leipzig ist ne Sonderstellung, das muß man einfach mal beobachten was da wird. Grundsätzlich natürlich finanzielles Potential ohne Ende.
Hoffenheim wird für mich seit geraumer Zeit schon völlig fälschlicherweise in diesem Reigen genannt. Mensch, seht euch doch mal deren Transfergebahren an die letzten 4-5 jahre. Die reden inzwischen längst über Sebastian Rudy´s und Sandro Wagners. Über Schärr, Rupp oder Schwegler. Das ist doch längst nicht das wo man als BMG sagen muß : Respekt haben die einen "Überkader" beieinander.
Nein, für mich kann man das relativ klar abstufen, natürlich am Reisbrett dann immer ein normaler Verlauf einer Saison prognostiziert, ansonsten hinken alle angestrebten Vergleiche ohnehin.
Du hast die Großkopferten 2 mit dem BVB und dem FCB. Danach ein S04, WOB und L´kusen die uns einfach hier und da noch was (teils deutlich) voraus haben. Dazu seit Neuestem die Sonderstellung Leipzig.
Aber danach kommen auch schon glasklar wir. Oder besser ausgedrückt, das ist der Anspruch der zu stellen und auch einzufordern ist. An den gesamten Klub.
Und daraus leite ich für mich auch den zu stellenden Anspruch ab der dann da heißen muß :
Platz 6,7,8 ist aber "Bürgers Pflicht" . Kein Anspruch der völlig abgehoben daherkommt oder sonst etwas. Sondern völlig normaler Vorgang, da der Realität entprechend.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von hassferder am 27.10.2016 um 16:05 Uhr bearbeitet
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