| Geburtsdatum | 26.03.1964 |
|---|---|
| Alter | 62 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Co-Trainer |
| Akt. Verein | Vereinslos |
Michael Frontzeck [Ex-Trainer]
01.02.2018 - 12:48 Uhr
28.06.2018 - 08:21 Uhr
Und hier kommt Teil II ...
Quelle: FCK-Blogwart
FANBLOG: „SO WIRKLICH VIEL NEUES WIRD IM FUSSBALL GAR NICHT MEHR ERFUNDEN“ – IM GESPRÄCH MIT MICHAEL FRONTZECK, TEIL IIIm „Neuland“ Dritte Liga will er sich mit einem schmaleren Kader bewegen, der eng mit U21 und U19 verzahnt ist. Eine „Sehnsucht“, mal länger in einem Klub arbeiten zu dürfen, verspüre er nicht, da Erfolg im Fußball von so vielen Dingen abhänge, die ein Trainer allein gar nicht beeinflussen könne… Dies und noch vieles mehr verriet Michael Frontzeck im ersten Teil unseres ausführlichen Interviews. Part II heute ist ebenso interessant: Der 54-jährige erklärt, wie stabil er den FCK aufgestellt sieht, seine Ansicht zum Videobeweis, wen er in der kommenden Saison als stärkste Konkurrenten erachtet – und, dass im Fußball doch nicht so viel neu ist, wie oft getan wird.
28.06.2018 - 10:37 Uhr
Ich möchte mal aus dem Interview ein Zitat herausgreifen:
"(...) Es ist nicht nur ein Element, das eine Mannschaft prägt, alles zusammen muss stimmig sein. Mein Ideal ist es, weniger von Spielzügen oder von Laufverhalten zu erzählen. Ich möchte eine homogene Truppe auf dem Platz, die nicht nur guckt, was macht der Gegner, sondern die auch selbst ein Spiel gestalten kann. (...) aber wir brauchen auch Spieler auf dem Platz, die selbstständig Entscheidungen treffen können."
Diese Aussagen von Frontzeck finde ich sehr interessant. Zum einen passen sie zu einem Trainer des FCK sehr gut - zum anderen könnte man ihm an dieser und anderer Stelle im Interview vorwerfen, dass ihm Modernität abgehe. Das wäre aber glaube ich verfehlt.
Zunächst einmal teile ich seine Analyse (die ich überwiegend in "..." übersprungen habe), allerdings enthält die nichts überraschendes. Die Situation im Abstiegskampf hatte er verstanden (und gute Resultate erzielt, die aber nicht gereicht haben). Jetzt hat er aber eine Mannschaft zusammengestellt bekommen, die seinen Idealen entsprechen dürfte.
Vor allem ist es interessant, dass er drei Dinge möchte:
(a) eine homogene Truppe die
(b) ihr eigenes Spiel aufziehen kann und
(c) selbständige Spieler enthalten soll.
Das ist eine Abkehr von einigen bisherigen Vorstellungen, bei denen vor allem auf individuelle Qualität, Entwicklungsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit im Team geachtet wurde (Stichworte aus den letzten Jahren "Stinkstiefel" vs. "Typen" vs. "Teamplayer"). Homogen ist die Truppe, die wir zusammengestellt haben, natürlich nominell nicht - wir haben ja gerade den Mix aus Talenten und älteren Spielern - aber homogen in der Leistungsentwicklung könnte sie schon sein.
Was mich etwas wundert ist, dass in dieses Anforderungsprofil Altintop so gar nicht reinpassen wollte. Die einzige Erklärung, die mir spontan einfallen will ist, dass Frontzeck vielleicht zu dominant war oder zu selbständig - denn dass es bei Altintop an fehlender Eigenständigkeit oder Fähigkeit, ein eigenes Spiel aufzuziehen gefehlt haben könnte, glaube ich kaum. Aber davon abgesehen macht mir das richtig Lust auf Drittligafußball (gut, der deutsche Fußball machte ja auch wenig Lust international gerade).
"(...) Es ist nicht nur ein Element, das eine Mannschaft prägt, alles zusammen muss stimmig sein. Mein Ideal ist es, weniger von Spielzügen oder von Laufverhalten zu erzählen. Ich möchte eine homogene Truppe auf dem Platz, die nicht nur guckt, was macht der Gegner, sondern die auch selbst ein Spiel gestalten kann. (...) aber wir brauchen auch Spieler auf dem Platz, die selbstständig Entscheidungen treffen können."
Diese Aussagen von Frontzeck finde ich sehr interessant. Zum einen passen sie zu einem Trainer des FCK sehr gut - zum anderen könnte man ihm an dieser und anderer Stelle im Interview vorwerfen, dass ihm Modernität abgehe. Das wäre aber glaube ich verfehlt.
Zunächst einmal teile ich seine Analyse (die ich überwiegend in "..." übersprungen habe), allerdings enthält die nichts überraschendes. Die Situation im Abstiegskampf hatte er verstanden (und gute Resultate erzielt, die aber nicht gereicht haben). Jetzt hat er aber eine Mannschaft zusammengestellt bekommen, die seinen Idealen entsprechen dürfte.
Vor allem ist es interessant, dass er drei Dinge möchte:
(a) eine homogene Truppe die
(b) ihr eigenes Spiel aufziehen kann und
(c) selbständige Spieler enthalten soll.
Das ist eine Abkehr von einigen bisherigen Vorstellungen, bei denen vor allem auf individuelle Qualität, Entwicklungsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit im Team geachtet wurde (Stichworte aus den letzten Jahren "Stinkstiefel" vs. "Typen" vs. "Teamplayer"). Homogen ist die Truppe, die wir zusammengestellt haben, natürlich nominell nicht - wir haben ja gerade den Mix aus Talenten und älteren Spielern - aber homogen in der Leistungsentwicklung könnte sie schon sein.
Was mich etwas wundert ist, dass in dieses Anforderungsprofil Altintop so gar nicht reinpassen wollte. Die einzige Erklärung, die mir spontan einfallen will ist, dass Frontzeck vielleicht zu dominant war oder zu selbständig - denn dass es bei Altintop an fehlender Eigenständigkeit oder Fähigkeit, ein eigenes Spiel aufzuziehen gefehlt haben könnte, glaube ich kaum. Aber davon abgesehen macht mir das richtig Lust auf Drittligafußball (gut, der deutsche Fußball machte ja auch wenig Lust international gerade).
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BenMic am 28.06.2018 um 10:38 Uhr bearbeitet
28.06.2018 - 11:11 Uhr
Ich vermute stark, mit Homogenität ist nicht die charakterliche oder strukturelle Zusammensetzung des Kaders gemeint, sondern das Zusammenwirken der Spieler auf und neben dem Platz als Einheit. Oder das Wort wurde einfach falsch verwendet.
Ansonsten bleibt anzumerken, dass es zwischen Otto Rehhagel und Julian Nagelsmann eine Menge Zwischentöne gibt und zwischen dem Vorhandensein eines Matchplans auf der einen und selbstständigen Spielern, die diesen situationsbedingt anpassen können, auf der anderen Seite kein Widerspruch besteht. Wenn Frontzeck da in dieser für ihn neuen Situation seine Note findet, soll mir das nur recht sein.
Beste Grüße
Lullaby
Ansonsten bleibt anzumerken, dass es zwischen Otto Rehhagel und Julian Nagelsmann eine Menge Zwischentöne gibt und zwischen dem Vorhandensein eines Matchplans auf der einen und selbstständigen Spielern, die diesen situationsbedingt anpassen können, auf der anderen Seite kein Widerspruch besteht. Wenn Frontzeck da in dieser für ihn neuen Situation seine Note findet, soll mir das nur recht sein.
Beste Grüße
Lullaby
13.07.2018 - 12:45 Uhr
Ich hoffe die Truppe setzt seine Vorgaben erfolgreich um,damit er in Ruhe arbeiten kann.Für mich wurde er am Anfang zu sehr nach seinen alten Trainerstationen beurteilt.(Erst ist Erfolg da,dann verliert er die Kontrolle)
Er ist nach Kurz der erste authentische Trainer,weil er die Fans versteht und den Fußball spielen lässt,den wir sehen wollen.
Er ist nach Kurz der erste authentische Trainer,weil er die Fans versteht und den Fußball spielen lässt,den wir sehen wollen.
15.07.2018 - 14:04 Uhr
Wie Frontzeck schon sagt, werden die ersten Wochen "mega-schwer", das muss uns allen klar sein. Eine Mannschaft wächst nicht vollständig in Trainingslagern und Testspielen zusammen, da gehört der Ernstcharakter dazu. Wir Fans müssen uns - zumindest in den ersten Spielen - mal diese dämliche, rein ergebnisorientierte Haltung und Spielbewertung abgewöhnen und ergebnisunabhängiger analysieren, worauf man aufbauen kann und wo noch Baustellen sind. Das wird bei 15 neuen Spielern ganz klar "learning by doing" - und es wird vermutlich nicht von Beginn an alles funktionieren. Stehen wir nach den ersten fünf, sechs Spieltagen in der oberen Tabellenhälfte, wäre der Start aus meiner Sicht bereits zufriedenstellend gelaufen.
Im Moment sollten aber bereits die Fitnessgrundlagen gelegt und die grundsätzliche Spielphilosophie vermittelt worden sein; vielleicht steht auch schon ein Grundgerüst an Spielern für die Startelf.
Freuen würde mich, wenn Frontzeck ein wenig aus der laufenden WM lernt und im Training ein sehr hohes Gewicht auf das Einüben von Standards legt. Aus meiner Sicht wurde das bei uns zu lange vernachlässigt.
Im Moment sollten aber bereits die Fitnessgrundlagen gelegt und die grundsätzliche Spielphilosophie vermittelt worden sein; vielleicht steht auch schon ein Grundgerüst an Spielern für die Startelf.
Freuen würde mich, wenn Frontzeck ein wenig aus der laufenden WM lernt und im Training ein sehr hohes Gewicht auf das Einüben von Standards legt. Aus meiner Sicht wurde das bei uns zu lange vernachlässigt.
28.07.2018 - 20:10 Uhr
Ich weiß es ist erst das erste Spiel in der neuen Saison, aber nimmt man noch die Rückrunde dazu, muss man Frontzeck ein Kompliment machen. Er macht es wirklich gut. Mit seiner ruhigen Art wirkt er sehr souverän und authentisch. Kein schicki-micki Trainer. Sachlich und ein Arbeiter, daß passt.
Das Spiel heute hat mir unheimlich gut gefallen. Schnelles Umschaltspiel. Saubere Pässe. Lange Diagonalbälle. Ich denke diese Spielweise könnte echt gut passen in dieser Saison.
Dazu hat er Bugi und unseren Athletikcoach behalten. Die gute Arbeit in Winterpause, scheint sich auch in der Sommerpause fortzuführen. Dick sagte zurecht, wir haben mehr Sprit im Tank gehabt als 60.
Ich hätte dies Frontzeck nicht zu getraut als Bader ihn am 1. Februar vorgestellt hat. Dachte er wird die Rückrunde nicht überleben, geschweige den die neue Saison beginnen. Heute bin ich froh das Bader ihn geholt und ihm einen Vertrag für Liga 3 gegeben hat.
Es war mit ein Mosaikstein warum der Kader so schnell zusammen gestellt werden konnte und damit die Mannschaft 10 Wochen zusammen arbeiten konnte.
Heute war es nur ein Mini-Schritt, aber ein eminent wichtiger in die richtige Richtung.
Das Spiel heute hat mir unheimlich gut gefallen. Schnelles Umschaltspiel. Saubere Pässe. Lange Diagonalbälle. Ich denke diese Spielweise könnte echt gut passen in dieser Saison.
Dazu hat er Bugi und unseren Athletikcoach behalten. Die gute Arbeit in Winterpause, scheint sich auch in der Sommerpause fortzuführen. Dick sagte zurecht, wir haben mehr Sprit im Tank gehabt als 60.
Ich hätte dies Frontzeck nicht zu getraut als Bader ihn am 1. Februar vorgestellt hat. Dachte er wird die Rückrunde nicht überleben, geschweige den die neue Saison beginnen. Heute bin ich froh das Bader ihn geholt und ihm einen Vertrag für Liga 3 gegeben hat.
Es war mit ein Mosaikstein warum der Kader so schnell zusammen gestellt werden konnte und damit die Mannschaft 10 Wochen zusammen arbeiten konnte.
Heute war es nur ein Mini-Schritt, aber ein eminent wichtiger in die richtige Richtung.
08.08.2018 - 09:08 Uhr
Zitat von BastiBetze
Wenn ich aber nix riskiere und dazu noch im Nachhinein falsche Entscheidungen treffe?!
Wenn ich aber nix riskiere und dazu noch im Nachhinein falsche Entscheidungen treffe?!
Das Problem bei Entscheidungen ist, dass man zum jeweiligen Zeitpunkt noch nicht weiß ob sie sich im Nachhinein als falsch heraus stellen.
Du kritisierst den Trainer für sein Spielsystem. Das ist nun mal aber "seine" Art Fußball spielen zu lassen, das wissen wir seit Februar. Sehenden Auges und im Hurrastil in der Liga der "Maurer und Konterspezialisten" permanent auf Angriff zu spielen mag zwar unser aller (auch meines!) Bedürfnis nach Betzefußball befriedigen, wird aber mMn auf Dauer nach hinten los gehen.
Das Dilemma besteht für mich aus folgender Krux: wir und auch der Rest der Liga sieht den FCK in quasi jedem Spiel als klaren Favoriten. Von Favoriten erwartet man Dominanz und entsprechende Ergebnisse. Allerdings besteht das Innenleben dieses FCK aus völlig neu zusammengewürfelten Drittligaspielern. Da steckt keine Übermannschaft im Trikot, die die Liga im Spaziergang dominiert.
Die Taktik der Gegner, die wir in 90% der Spiele erwarten dürfen haben wir in Asbach und gestern gesehen: einigeln, schnell und ohne Umwege nach vorne im Umschaltspiel. Stellt man da zu offensiv auf, klingelts hinten umso öfter. Hier ein Gleichgewicht aus druckvoller Offensive und sinnvoller Absicherung zu finden, das ist die Aufgabe, die aus einer Mannschaft einen Aufstiegsaspiranten macht.
Ob Frontzeck das hinbekommt? Keine Ahnung, ich traue es ihm zu. Dass wohl nur selten schön anzusehende Spiele dabei heraus kommen, damit habe ich mich bereits abgefunden.
11.08.2018 - 16:03 Uhr
Die Schwäche bei Standards kommt mir bekannt vor. War das nicht schon in der Rückrunde ein Problem?
Was Frontzeck macht, wirkt schon alles ziemlich bieder bzw. funktioniert nicht.
Doppel-Sechs kriegt übermäßig viel Vertrauen und bringt kaum Leistung und Präsenz auf den Platz, die Schwäche bei Standards schleicht sich wieder ein, Wechsel kommen gar nicht oder spät, dazu beispielsweise nicht nachvollziehbar warum er Biada so lange draußen lässt, Drei-Stürmer-Taktik, wenn eh schon zwei in der Luft hängen und last but not least ergebnistechnisch ein absoluter Stotter-Start (oder eher Alptraum-Start, wenn man berücksichtigt wie man nun die positive Stimmung und Euphorie kaputt machte)...
Absolut beschissene Situation, nach nur 4 Spieltagen. Eine schnelle Analyse muss nun her, sonst ist der Zug nach oben schneller abgefahren als einem lieb ist. Momentan fehlt allerdings ohnehin die Vorstellungskraft, dass Mannschaft und Trainer für höheres berufen sind.
Für Bader und Co. absolut knifflig. Erste Zweifel an Frontzeck sind m.E. absolut berechtigt, aber ist es wirklich eine Alternative den Trainer nach nur wenigen Spielen zu wechseln? Wartet man aber zu lange, und der Turnaround kommt nicht, kann man die Ziele abhaken...
Was Frontzeck macht, wirkt schon alles ziemlich bieder bzw. funktioniert nicht.
Doppel-Sechs kriegt übermäßig viel Vertrauen und bringt kaum Leistung und Präsenz auf den Platz, die Schwäche bei Standards schleicht sich wieder ein, Wechsel kommen gar nicht oder spät, dazu beispielsweise nicht nachvollziehbar warum er Biada so lange draußen lässt, Drei-Stürmer-Taktik, wenn eh schon zwei in der Luft hängen und last but not least ergebnistechnisch ein absoluter Stotter-Start (oder eher Alptraum-Start, wenn man berücksichtigt wie man nun die positive Stimmung und Euphorie kaputt machte)...
Absolut beschissene Situation, nach nur 4 Spieltagen. Eine schnelle Analyse muss nun her, sonst ist der Zug nach oben schneller abgefahren als einem lieb ist. Momentan fehlt allerdings ohnehin die Vorstellungskraft, dass Mannschaft und Trainer für höheres berufen sind.
Für Bader und Co. absolut knifflig. Erste Zweifel an Frontzeck sind m.E. absolut berechtigt, aber ist es wirklich eine Alternative den Trainer nach nur wenigen Spielen zu wechseln? Wartet man aber zu lange, und der Turnaround kommt nicht, kann man die Ziele abhaken...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FCKFAN am 11.08.2018 um 16:04 Uhr bearbeitet
11.08.2018 - 16:04 Uhr
Grundsätzlich konnte ich den Gedankengang unserer Verantwortlichen - aufgrund der punktetechnisch positiven Rückrunde - mit Frontzeck in die Dritte Liga zu gehen, durchaus nachvollziehen. Darüber hinaus hat es uns die Möglichkeit eröffnet, Neuverpflichtungen frühzeitig den Weg aufzuzeigen und so Spieler für uns zu gewinnen. Nichtsdestotrotz habe ich diese weitreichende Entscheidung zu keinem Zeitpunkt teilen können.
Unter Frontzeck wurden bereits in der letzten Saison die Spiele in Fürth, Aue, Bochum und zuhause gegen Dresden auf billigste Art und Weise verloren. Nicht nur, dass es teilweise Spiele ohne echte Torchancen unsererseits waren, auch hatten wir massive Probleme bei Standardsituationen gegen uns. Dieser Trend scheint sich in dieser Saison, eine Klasse tiefer wohlgemerkt, fortzusetzen.
Trotz der frühen Vorbereitung und der Qualität des Kaders hat es Frontzeck nicht geschafft, der Mannschaft eine Spielanlage zu vermitteln. Darüber hinaus ist er nach wie vor brutal limitiert, was das Coaching während des Spiels betrifft. Zu guter letzt haben wir nach wie vor eklatante Schwächen bei Standards - etwas, was trotz 15 neuer Spieler nicht passieren darf. Ich sehe auch kurz- und mittelfristig keine Möglichkeit, dass die dargelegten Schwächen behoben werden können. Sicherlich spielt in diese Einschätzung auch Frontzecks bisheriger Werdegang mit ein.
Dass die dritte Liga kein Zuckerschlecken wird, war allen bewusst. Dass wir nach einem - auf dem Papier - sehr einfachen Start allerdings mit 4 Punkten aus 4 Spielen darstehen und dabei eklatante Schwächen in der fußballerischen Komponente zeigen, darf nicht passieren. Findet bei den Verantwortlichen nicht schnellstmöglich ein Umdenken statt, wird diese Saison länger als ohnehin schon.
Unter Frontzeck wurden bereits in der letzten Saison die Spiele in Fürth, Aue, Bochum und zuhause gegen Dresden auf billigste Art und Weise verloren. Nicht nur, dass es teilweise Spiele ohne echte Torchancen unsererseits waren, auch hatten wir massive Probleme bei Standardsituationen gegen uns. Dieser Trend scheint sich in dieser Saison, eine Klasse tiefer wohlgemerkt, fortzusetzen.
Trotz der frühen Vorbereitung und der Qualität des Kaders hat es Frontzeck nicht geschafft, der Mannschaft eine Spielanlage zu vermitteln. Darüber hinaus ist er nach wie vor brutal limitiert, was das Coaching während des Spiels betrifft. Zu guter letzt haben wir nach wie vor eklatante Schwächen bei Standards - etwas, was trotz 15 neuer Spieler nicht passieren darf. Ich sehe auch kurz- und mittelfristig keine Möglichkeit, dass die dargelegten Schwächen behoben werden können. Sicherlich spielt in diese Einschätzung auch Frontzecks bisheriger Werdegang mit ein.
Dass die dritte Liga kein Zuckerschlecken wird, war allen bewusst. Dass wir nach einem - auf dem Papier - sehr einfachen Start allerdings mit 4 Punkten aus 4 Spielen darstehen und dabei eklatante Schwächen in der fußballerischen Komponente zeigen, darf nicht passieren. Findet bei den Verantwortlichen nicht schnellstmöglich ein Umdenken statt, wird diese Saison länger als ohnehin schon.
11.08.2018 - 16:08 Uhr
Oh Mann, was für eine brutale Tendenz. Stark in die Saison gestartet und dann von Spiel zu Spiel immer mehr abgebaut.
Statt einer wütenden Trotzreaktion nach der durchaus etwas unglücklichen Heimniederlage gegen Münster gab’s auf dem Platz heute nur Ängstlichkeit und Hilflosigkeit zu sehen. Wenn DAS die Reaktion auf Münster ist, dann hat da jemand seine Mannschaft nicht im Griff. Die hat nämlich erkennbar ein Kopfproblem, und wenn’s im Kopf nicht stimmt, dann stimmt’s auch in den Beinen nicht.
Ich habe nicht den Eindruck, dass Michael Frontzeck die Sperre in den Köpfen seiner Spieler lösen kann. Dann hätte es heute in Halle nie und immer einen solchen Auftritt geben dürfen. Eine Reaktion einer Mannschaft, die wütend ist (oder sonstwie lebt) geht anders.
Mein Vorschlag an den Verein, so unschön er auch ist: Die brutale Negativ-Tendenz stoppen und mit einem anderen Trainer nach der Pokalpause einen Neustart wagen. Die Qualität ist - trotz der brutalen Aussetzer einzelner Spieler - da. Also bitte nicht zögern, bevor noch mehr Zeit verflossen ist und noch mehr Punkte vom Wind verweht werden. Geschasste Trainer fallen weich. Hingegen stürzen Fans und ihr Verein im schlimmsten Fall ins Bodenlose.
Statt einer wütenden Trotzreaktion nach der durchaus etwas unglücklichen Heimniederlage gegen Münster gab’s auf dem Platz heute nur Ängstlichkeit und Hilflosigkeit zu sehen. Wenn DAS die Reaktion auf Münster ist, dann hat da jemand seine Mannschaft nicht im Griff. Die hat nämlich erkennbar ein Kopfproblem, und wenn’s im Kopf nicht stimmt, dann stimmt’s auch in den Beinen nicht.
Ich habe nicht den Eindruck, dass Michael Frontzeck die Sperre in den Köpfen seiner Spieler lösen kann. Dann hätte es heute in Halle nie und immer einen solchen Auftritt geben dürfen. Eine Reaktion einer Mannschaft, die wütend ist (oder sonstwie lebt) geht anders.
Mein Vorschlag an den Verein, so unschön er auch ist: Die brutale Negativ-Tendenz stoppen und mit einem anderen Trainer nach der Pokalpause einen Neustart wagen. Die Qualität ist - trotz der brutalen Aussetzer einzelner Spieler - da. Also bitte nicht zögern, bevor noch mehr Zeit verflossen ist und noch mehr Punkte vom Wind verweht werden. Geschasste Trainer fallen weich. Hingegen stürzen Fans und ihr Verein im schlimmsten Fall ins Bodenlose.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Vic Dorn am 11.08.2018 um 16:09 Uhr bearbeitet
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