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Michael Frontzeck
Geburtsdatum 26.03.1964
Alter 62
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Co-Trainer
Akt. Verein Vereinslos

Michael Frontzeck [Ex-Trainer]

01.02.2018 - 12:48 Uhr
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#191
22.10.2018 - 10:52 Uhr
Zitat von Newtrial

@Pasi11: In der Tat denke ich, dass Du Dich in Deiner Kritik inzwischen ziemlich vergaloppiert hast. Natürlich hätte ich mir auch gewünscht, dass wir uns schneller einspielen. Aber gestern sah man einfach die Früchte der Arbeit! Das war eben nicht mehr nur ein blindes Anrennen, sondern da stimmten jetzt endlich auch die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen und da wurde strukturiert mit und gegen den Ball gespielt. Frontzeck hat das sehr gut in Flutlicht erklärt: Wenn einer nicht richtig mitzieht, haben andere das Problem! Das MannschaftsGEFÜGE muss passen - und darauf bezieht sich auch das Einspielargument. Ist ja nicht so, dass die vier neuen Spieler in der Startelf vom Himmel gefallen wären, sondern die waren über die gesamte Vorbereitung und im Training dabei. Und Quervergleiche - andere hatten auch viele Neue zu integrieren und haben das schneller geschafft - sind (wie alle Quervergleiche im Fußball) nur von sehr begrenztem Aussagewert. Das war und bleibt für den Trainer durchaus eine schwierige Aufgabe - und deren Bewältigung kann dann auch gerne mal so ausgehen wie derzeit in Braunschweig.



Naja, vergallopiert habe ich mich mMn nicht. Ich habe seit dem 3. Spieltag kritisiert, dass die Abstände nicht stimmen. Das lag mMn aber nicht an dem Einspielen der Truppe, sondern eben an der Aufstellung. Wenn ich zwei 8er aufstelle, die nebeneinander spielen (Fechner und Albaek) und zusätzlich 2 Stürmer nebeneinander spielen lasse (Spalvis und Biada), dann ist es zwingend erforderlich, dass die Außenspieler reinrücken um die Zwischenräume abzudecken. Dazu haben Sie auch die Anlagen, da sie für die Linie zu schlecht im 1 gegen 1 sind. Das wurde in den ersten Spielen NIE gemacht.

Die Spiele wurden erst besser als

1. mit Löhmannsröben ein Spieler kam, der die klare 6 spielt und defensiv den Laden dicht macht. Das hat zur Folge, dass der zweite ZM mehr nach vorne machen kann.

2. die Flügelspieler mal reinrücken oder die Seite tauschen, was uns schwieriger ausrechenbar macht und vor allem auch schwerer zu verteidigen ist.

3. Die Stürmer klar ihre Aufgaben haben, einer eher tief lauert und einer etwas hängend spielt und mehr am Spiel direkt teilnimmt.

4. durch das Reinrücken der Flügelspieler kann im Übrigen auch ein Stürmer (meist Thiele) mehr auf die Außen ausweichen. Das war vorher nicht möglich, da der Raum immer besetzt war. Thiele hat aber hier seine Stärken, das hat man denke ich oft genug gesehen, u.A. jetzt beim Elfmeter.

Also wie gesagt, für mich liegt die Steigerung nicht am Einspielen des Teams, sondern an der von Frontzeck gemachten Änderungen bzw. an der flexibleren Auslegung seines angepassten Systems. Somit kann man Frontzeck zugute halten, dass er doch nicht - wie anfangs befürchtet - stur an seinem unflexiblen 4-4-2 festgehalten hat.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Pasi11 am 22.10.2018 um 10:55 Uhr bearbeitet
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#192
22.10.2018 - 11:18 Uhr
Was bringt es denn jetzt mit dem Finger auf die "Contra - Frontzeck" Seite zu zeigen, wenn wir immer noch 9. sind in der Tabelle? Aktuell haben wir 5 Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge und 5 Punkte Rückstand auf die Aufstiegsplätze, von daher stehen wir immer noch mittendrin.
Alles kann passieren, daher sollte wir uns einfach freuen, dass man ordentlich gepunktet hat in den letzten Spielen und hoffen das es so weitergeht. Trends können sich auch schnell wieder umdrehen, von daher mit aller Kraft nach Pirmasens.

Ich für meinen Teil brauche keine Trainerdiskussion. Aber auch diese war notwendig. Unser Verein braucht den Aufstieg mehr als sonst etwas. Jedes Jahr dritte Liga kostet den Verein unheimlich viel Substanz. Daher geht es darum, die Chancen auf den Aufstieg zu erhöhen, ob mit oder ohne Frontzeck. Und in den letzten Spielen geht der Trend klar nach oben. Bleibt das so bis zur Winterpause, gibt es keine Trainerdiskussion mehr. Warum auch...

Wichtig wäre es einfach, wenn wir nach dem 38. Spieltag unter den ersten Zwei stehen und die Kohle der Investoren, sollten sie denn kommen, sinnvoller zu investieren, als eine weitere Drittligasaison durch zu finanzieren. Wir haben genug Baustellen im Verein, wo wir diese Kohle sehr gut brauchen können.

•     •     •

Ein Pessimist wird immer irgendwann mal Recht haben, aber bis dahin hatte er wenig Freude.
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#193
23.10.2018 - 14:17 Uhr
Zitat von FCKMitglied_16927

Ich für meinen Teil brauche keine Trainerdiskussion. Aber auch diese war notwendig. Unser Verein braucht den Aufstieg mehr als sonst etwas. Jedes Jahr dritte Liga kostet den Verein unheimlich viel Substanz. Daher geht es darum, die Chancen auf den Aufstieg zu erhöhen, ob mit oder ohne Frontzeck. Und in den letzten Spielen geht der Trend klar nach oben. Bleibt das so bis zur Winterpause, gibt es keine Trainerdiskussion mehr. Warum auch...


Die Trainerdiskussion nach bereits 1.5 Spieltagen oder von mir aus auch erst nach dem "Offenbarungeid" am 4.Spieltag der neuen Saison war NOTWENDIG? Ehrlich?

Junge, Junge, ein paar viele hier leiden sichtlich an Größenwahn. Dieses Forum ist genauso wenig wie DBB das Kontrollorgan des Vereins. Der Aufsichtsrat ist dafür zuständig, wenn der von ihm beauftragte Sportvorstand sein Resort nicht im Griff hat. Was sich hier jemand denkt oder wünscht, ist erstmal nebensächlich. Nur weil man sich ab und zu ein Ticket fürs Spiel kauft, hat man noch lange keine Funktion als selbsternannter Wachhund zu übernehmen.

Man kann ja gerne Kritik an Gott und der Welt üben und seinen oft auch populistischen Mist niederschreiben, aber notwendig war und ist die Trainerdiskussion NIE. Gerade wenn es einem wirklich um den Verein geht, sollte man Ruhe bewahren und die machen lassen, die man bei der letzten Mitgliederversammlung dafür beauftragte hat. Wenn diese dann nach ähnlich kurzer Zeit einknicken und alles inklusive Trainer in Frage stellen, dann sollte man sich fragen, wem man da sein Vertrauen geschenkt hat.

Mich nervt dieses großkotzige Geschwafel von notwendiger Trainerdiskussion so enorm, dazu auch noch die scheinheilige Schlussfolgerung. Na klar, denn wenn der Erfolg wieder ausbleibt, muss man notwendigerweise die Trainerdiskussion wieder führen. Denn es geht um den Verein und darum die Chancen auf den Aufstieg zu maximieren.

Meine Güte, Uerdingen war EIN gutes Spiel, in dem der Gegner schlecht eingestellt war. Wir haben keine Übermannschaft, aber seit Jahren endlich mal wieder eine charakterstarke und homogene Truppe, die von Bader, Notzon und Frontzeck zusammengestellt wurde. Dass nicht jeder Gegner weggeputzt werden kann und viel auf die Tagesform ankommt, ist aber leider auch wahr. Unsere Stärke sind die Fans, wenn sie Team und Trainer unterstützen und zwar auch in schlechten sportlichen Zeiten. Das ist das was wir beitragen können, eine Trainerdiskussion aber, bringt nur unnötige bze. nicht notwendige Unruhe.
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#194
23.10.2018 - 15:29 Uhr
Weissherbstschorle, ich stimme Dir in einigen Punkten hier sogar zu.

Ich hab nur ein paar kleine Anmerkungen:

Das ganze Abnicken der Entscheidungsträger hat uns erst in die Situation gebracht, in der wir uns jetzt befinden. Ich verweise hier auf Rombach und Co. in der Kuntz/Grünewalt-Ära. Hätten sich damals die Kritiker wie Berti und Co. sich nicht so beharrlich in den Vordergrund gestellt, wer weiß ob es unseren Verein jetzt noch gäbe (und wenn ja, in welcher Liga). Ich spreche hier auch insbesondere die Fananleihe an.

Ein weiterer Punkt ist, dass jede Person Fehler machen kann. Es ist nicht das Kunststück, keinen Fehler zu machen, sondern die gemachten Fehler zu erkennen und zu beseitigen. Wenn ein Vorstand das z.B. in der Trainerauswahl meint getan zu haben, muss er reagieren, und zwar egal, ob man diesen Trainer vorher eingestellt hat oder nicht.

Genau das ist im Übrigen der Punkt, den ich im Nachhinein an Frontzeck schätze. Er hat im Nachhinein betrachtet nicht - wie von vielen und auch von mir - vermutet, strikt an sein nicht funktionierendes System festgehalten, sondern hat sich getraut was zu ändern und personelle Entscheidungen zu korrigieren. Hier ist natürlich die Frage, ob er es auch dann schon gemacht hätte, wenn der Druck von außen (insbesondere auch der Medien wie Kicker usw) nicht schon so groß gewesen wäre und die Spieler sich teilweise nicht verletzt hätten, oder ob er damit dann gewartet hätte. Das spielt aber jetzt auch keine Rolle, denn Fakt ist, er hat was geändert und seitdem ist es auch besser geworden. Trotzdem ist es noch ein langer Weg.

Hinsichtlich der Kaderplanung bin ich aber wieder voll bei Dir. Die Zusammenstellung, an der auch Frontzeck beteiligt war, ist für mich sehr gut gewesen.
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#195
02.11.2018 - 21:27 Uhr
@Fleckenteufel: Das sehe ich etwas anders. Wenn ich weiß, dass mein Gegner extrem defensiv aufstellt, stelle ich (a) keine Doppel-6 und (b) diese erst recht nicht mit zwei ausgewiesenen Defensivinterpreteten dieser Position. Biada hat gegen Aalen schlecht gespielt - und Fechner, als er reinkam, gut - aber dennoch wäre gegen diesen Gegner Biadas Kreativität gefragt gewesen! Falls er also nicht sehr schwach trainiert hat, hätte er aufgeboten werden sollen.

Auch lasse ich einen Thiele da nicht als Alleinunterhalter rumspringen und die Box verweisen, weil der ja immer nur auf den Flügeln zu finden ist. Und Kühli ist für mich bislang der neue Deville - Torriecher ja, aber sonst ist da (bislang jedenfalls) wenig fußballerische Substanz zu erkennen. Ein typischer Joker!

"Ausgecoacht" auch deshalb, weil wir bis zum ersten Gegentreffer immer denselben Stiefel gespielt haben. Dann ziehe ich mich halt mal zurück und versuche den Gegner zu locken, oder sowas. Probiere einfach mal was anderes. Ich habe da aber keine Variation im Spiel gesehen. Immer das gleiche Anrennen, mit den gleichen mißglückenden Flankenwechseln und Spielverlagerungen, hilflosen Vertikalpässen ohne richtiges Timing, ohne richtige Länge, ohne richtige Laufwege.

Wo ich zustimme: Für letzteres (Fehlpassfestival) kann der Trainer letztendlich nichts. Aber dass wir keine Lösungen finden, dafür kann er was. Für zehn Ecken ohne Effekt - und dies durch die gesamte Saison, trotz einer Reihe hoch gewachsener Spieler, kann er auch was.

Heute ging das Spielkonzept von Wollitz jedenfalls auf. Uns das von Frontzeck nicht mal im Ansatz. und Ja, Wollitz ist nun wirklich kein Mourinho! Gerade das macht es ja so bitter.

Ausgecoacht!

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 02.11.2018 um 21:28 Uhr bearbeitet
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#196
02.11.2018 - 23:16 Uhr
Hört auf zu relativieren und kommt raus aus der Komfortzone Kaiserslautern! Hier muss knallhart das Spiel heute (!) analysiert werden.

Wollitz stellt sich vor dem Spiel hin und spricht davon 3 Stürmer sind eine sehr gute Option für das Spiel. Scheidhauer,Rangelov und Mamba. So Achtung ! Wenn ich dann auf dem Spielbericht sehe das von den angekündigten 3 Stürmern nur einer davon spielt und dieser mit Mamba der schnellste ist ,müsste mir als Frontzeck ein Licht aufgehen und bemerken das hier der Gegner nur auf Konter spielen will. Scheidhauer und Rangelov sind beides keine Konterstürmer.

Was mache ich dann als Trainer ,oder was sollte ich als Trainer tun? Meine Aufstellung anpassen ! Ich kann auch nach dem Warmmachen noch die Aufstellung ändern.Ich muss doch merken das Cottbus keinerlei Interesse haben wird ,offensiv zu agieren. Jede zusätzliche offensivkraft wäre hier angebracht. Eine Variante wäre für mich hier Löhmannsröben neben Kraus in der IV. Hainault gegen Mamba ist einfach ein Missmatch.
Dann hätte man auch Fechner als Absicherung bringen können auf der 6.

So war es wieder taktisch ein klarer griff ins Klo. Und das muss man ansprechen . Das hatte heute ein Dejavu ( schreibt man das so ,sorry..) vom Heimspiel gegen st.pauli unter Runjaic.
45.000 Zuschauer,der Gegner steht auf einem Abstiegsplatz,0 auswärtssiege und dann spielt man mit 1 Stürmer und einem zu defensiv aufgestellten Mittelfeld. Ende? 0:2 Punkte weg.

Biada und Hemlein waren schlecht in Aalen ,das ist korrekt. Dennoch brauche ich gegen eine solche Cottbuser Mannschaft Kreativität und keinen Fechner auf der 6. Nix gegen den Jungen,aber er ist offensiv limitiert. Das muss ich dann aber spätestens zur Halbzeit ändern,oder ich gehe an so einem Scheisstag eben auf 0:0 und nehme den Punkt mit.

Noch zu unseren Ecken /Freistößen.
Das ist eine Schande wie harmlos wir da sind. Das 0:1 war beileibe keine gefährliche Position und trotzdem klingelt es weil man einen klaren Plan hat. Wir haben jedes Spiel über 5-10 Ecken und es kommt 0,000 raus. Das ist immer noch Trainersache,so etwas kann man trainieren.

Fakt : ich kann mich daheim nicht so bieder verarschen lassen und am Ring an der Nase durchs eigene Stadion VORFÜHREN lassen wie wir es heute getan haben. Das ist eine Schande! Die Mannschaft würde bei mir heute noch das Spiel 3 mal zu sehen bekommen und wenn einer dabei die Augen zumacht ,würde er mir morgen früh 10 km durch den Pfälzer Wald rennen und danach noch 10 mal alle Treppen am Stadion hoch.
Aber wir sind ja in der 3.Liga Wohlfühloase 1.Fc kaiserlautern ,wo man zwar in Liga 3 ist,aber mit der Nase noch ganz weit oben. Am besten den Spielern bis Dienstag freigeben um den Kopf frei zu bekommen...! Hier läuft definitiv etwas falsch.
Es muss hart gearbeitet werden von Früh morgens bis spät abends und es muss erlaubt sein kritisch zu hinterfragen und zu analysieren ohne gleich als Hetzer oder Laberer abgewatscht zu werden! Wir wollen uns alle verbessern und das gehört dazu!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BastiBetze am 02.11.2018 um 23:17 Uhr bearbeitet
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#197
03.11.2018 - 12:20 Uhr
Zitat von Pasi11

Ich sehe nicht das Frontzeck die beste Mannschaft für ein Heimspiel gegen eine der schlechteren Mannschaft in der Liga gestellt hat. Wir haben mit Thiele und Kühlwetter und dazu eventuell noch Zuck 2,5 Offensivspieler aufgestellt und wundern uns dann, dass wir vorne die Bälle nicht halten können?


Das weiß man halt nicht vorher, weil man nicht weiß, was der Gegner macht. Agiert der Gegner in einem aggressiven Angriffspressing, ist die beste Mannschaft eine andere, als wenn er mauert, und wieder eine andere, als wenn er auf Ballbesitz spielt. Und dafür gibt es Ingame-Coaching sowie die Option zum Wechsel, die gestern eher vor als in der Halbzeitpause hätte gezogen werden müssen. Wenn der Gegner tief steht und die Mitte zu macht, muss man ja nicht mehr wie wild versuchen, Thiele steil zu schicken. Vorausgesetzt, man hat überhaupt etwas anderes trainiert.

Dass die Aufstellung suboptimal war, weil sie garnicht erst den Ansatz zu taktischer Flexibilität bot, sehe ich aber genauso.

Beste Grüße
Lullaby
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#198
03.11.2018 - 16:11 Uhr
Um gegen eine Fünferkette zu bestehen muss man das Spielfeld so groß/breit wie möglich machen. Dazu gehört es Winger zu haben, die die Außenlinie bearbeiten können und die Möglichkeit schnelle und saubere Diagonalpässe spielen zu können. Beides hat uns gestern komplett gefehlt. Die Taktik der Cottbuser war, denke ich, jedem sehr schnell ersichtlich und Kombinationen durch die Mitte dadurch unmöglich. Auch unser schnelles Umschaltspiel Löh-Thiele, das uns in den vergangenen Spielen stark gemacht hat, konnte bei der Ausrichtung des Gegners nicht funktionieren. Im Laufe des Spiels hätte ich mir da gerne eine Umstellung gewünscht. Zumindest die Außen hätte man mal tauschen können um zumindest einige Läufe an die Grundlinie möglich zu machen. Nach innen ziehen bei einer Dreierinnenverteidigung und einer Doppelsechs bei der Ungenauigkeit im Abspiel die wir oft haben - das konnte im Prinzip nicht gut gehen. Und ich denke, das haben viele gestern sehr schnell gesehen.

Ich bin zwar kein Freund von was-wäre-wenn, auch weil ich weiß, dass MF diese Chance nicht hat, und trotzdem denke ich, dass uns auch ein Flo Pick gestern gut getan hätte. Obwohl ich kein begeisterter Anhänger von ihm bin, hätte er etwas gehabt, das uns in diesem Spiel gut getan hätte. Auch Albaek statt Fechner wäre eine Idee gewesen, da das spielerische Element doch eher die Stärke des Ersteren ist.
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#199
03.11.2018 - 16:15 Uhr
Ja, man kann Michael Frontzeck vorwerfen, gegen mit Ansage mauernde, lauernde und konternde Cottbuser die falsche Aufstellung gewählt zu haben. Biada, Pick oder Albaek wären eventuell in der Lage gewesen, den brandenburgischen Beton weich zu klopfen. Andersherum könnte man aber ebenso argumentieren, dass es genau deshalb sinnvoll ist mit Fechner auf der Doppel-Sechs zu agieren, um Kontergegenstöße effektiver zu unterbinden. Bis auf das zweite Cottbuser Tor war auch kaum ein Konter der Gäste gefährlich. Dass zudem ein Standard schlecht verteidigt wird, ist unabhängig von irgendwelchen Aufstellungsfragen zu betrachten. Am Ende bleibt es eine Glaubensfrage und ich schließe jetzt einfach mal aus, dass sich Frontzeck bei seiner Entscheidung pro 4-4-2 und Fechner nichts gedacht hat. Zwinkernd

Hier hätte ich mir gewünscht, dass es ein paar Nachfragen dazu auf der PK gibt. Das führt mich aber zum eigentlichen Punkt, der mir bei Frontzeck negativ auffällt. Taktische Nachfragen seitens der Journalisten - meist in Person von Moritz Kreilinger (Kicker) - werden häufig nur unzureichend oder gar nicht beantwortet. Auf die Frage, was den kommenden Gegner denn fußballerisch ausmache, kommt immer die Standardantwort, diese würden "kompakt stehen" und seien "gefährlich im Umschaltspiel". Ebenso als er gestern nach dem Spiel gefragt wurde, wie man sich vorstelle, zukünftig gegen solch defensiv eingestellte Mannschaften zum Erfolg zu kommen, wich Frontzeck inhaltlich komplett aus und argumentierte wirrer Weise, dass auch Uerdingen nicht höher attackiert hätte, als Cottbus. Frontzeck würde hier mit substantielleren Antworten vor allem sich selbst schützen und dem Vorurteil entgegenwirken, er wäre ein taktikaverser Sturkopf.

Dies führt mich zum einzigen Vorwurf, den ich Michael Frontzeck nachhaltig machen kann. Seit anbeginn der Saison war absehbar, dass wir in den meisten Spielen der Favorit sind und auf mauernde Underdogs treffen werden, die es tendenziell so spielen würden wie Cottbus gestern. Blöderweise waren wir unter Frontzeck in der Rückrunde 17/18 allerdings eher mit der Rolle des Underdog im schnellen Umschaltspiel erfolgreich. Zwar ist es legitim, in Grundzügen an diesem System festzuhalten, jedoch muss man dann auch Alternativen erarbeiten, um gegen Mannschaften à la Cottbus Lösungen zu finden. Diesen Beweis bleiben Frontzeck, Bugera und die Mannschaft in dieser Saison bisher schuldig und dann steigst du eben auch verdient nicht auf.

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"Stagnation ist Rückschritt" - Thomas Hengen (30.11.2023)
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#200
03.11.2018 - 18:44 Uhr
Zitat von Ozelot
Ja, man kann Michael Frontzeck vorwerfen, gegen mit Ansage mauernde, lauernde und konternde Cottbuser die falsche Aufstellung gewählt zu haben. Biada, Pick oder Albaek wären eventuell in der Lage gewesen, den brandenburgischen Beton weich zu klopfen. Andersherum könnte man aber ebenso argumentieren, dass es genau deshalb sinnvoll ist mit Fechner auf der Doppel-Sechs zu agieren, um Kontergegenstöße effektiver zu unterbinden. Bis auf das zweite Cottbuser Tor war auch kaum ein Konter der Gäste gefährlich. Dass zudem ein Standard schlecht verteidigt wird, ist unabhängig von irgendwelchen Aufstellungsfragen zu betrachten. Am Ende bleibt es eine Glaubensfrage und ich schließe jetzt einfach mal aus, dass sich Frontzeck bei seiner Entscheidung pro 4-4-2 und Fechner nichts gedacht hat. Zwinkernd

Hier hätte ich mir gewünscht, dass es ein paar Nachfragen dazu auf der PK gibt. Das führt mich aber zum eigentlichen Punkt, der mir bei Frontzeck negativ auffällt. Taktische Nachfragen seitens der Journalisten - meist in Person von Moritz Kreilinger (Kicker) - werden häufig nur unzureichend oder gar nicht beantwortet. Auf die Frage, was den kommenden Gegner denn fußballerisch ausmache, kommt immer die Standardantwort, diese würden "kompakt stehen" und seien "gefährlich im Umschaltspiel". Ebenso als er gestern nach dem Spiel gefragt wurde, wie man sich vorstelle, zukünftig gegen solch defensiv eingestellte Mannschaften zum Erfolg zu kommen, wich Frontzeck inhaltlich komplett aus und argumentierte wirrer Weise, dass auch Uerdingen nicht höher attackiert hätte, als Cottbus. Frontzeck würde hier mit substantielleren Antworten vor allem sich selbst schützen und dem Vorurteil entgegenwirken, er wäre ein taktikaverser Sturkopf.

Dies führt mich zum einzigen Vorwurf, den ich Michael Frontzeck nachhaltig machen kann. Seit anbeginn der Saison war absehbar, dass wir in den meisten Spielen der Favorit sind und auf mauernde Underdogs treffen werden, die es tendenziell so spielen würden wie Cottbus gestern. Blöderweise waren wir unter Frontzeck in der Rückrunde 17/18 allerdings eher mit der Rolle des Underdog im schnellen Umschaltspiel erfolgreich. Zwar ist es legitim, in Grundzügen an diesem System festzuhalten, jedoch muss man dann auch Alternativen erarbeiten, um gegen Mannschaften à la Cottbus Lösungen zu finden. Diesen Beweis bleiben Frontzeck, Bugera und die Mannschaft in dieser Saison bisher schuldig und dann steigst du eben auch verdient nicht auf.


Sehr gut analysiert! Bereits in der Vorbereitung habe ich mich gefragt, ob es sinnvoll ist, auf schnelles Umschaltspiel zu setzen, da wir meist als Favorit gegen tiefstehende Gegner spielen würden. Der Saisonverlauf zeigt, dass es falsch war. Wenn man sich mal unsere Siege anschaut:

- 1860: Im ersten Saisonspiel kann man noch nicht so viel sagen - da muss man sich erst finden. Läuft es blöd, liegen wir aber bereits nach 15 Minuten hinten.

Braunschweig: Die waren einfach grottenschlecht, deshalb haben wir gewonnen.

Lotte: Denen hat der Stift vor Spielbeginn bereits 30 cm hinten rausgeschaut. Ab Minute 81 haben die gemerkt, dass wir kein übermächtiger Gegner sind, und es wurde nochmal eng.


Uerdingen: Die wollten mitspielen und unser gutes Umschaltspiel kam zum Tragen - zum zweiten Mal. Das erste Mal war die 1. HZ gegen Osnabrück, worauf der Gegner dann reagiert hat.


Aalen: Aalen war schlecht, aber hätte der Torhüter seine Hände in der Kabine nicht vergessen, gewinnen wir dieses Spiel auch nicht.


Wir beherrschen also genau eine Taktik, welche uns in unserer Rolle nur selten hilft. Leider beherrschen wir nur diese Taktik. Dazu kommt, dass wir bei gegnerischen Standards anfällig und bei eigenen harmlos sind. Und dazu kommt noch, dass wir eigene Konter sehr selten weder clever noch zu Ende spielen.

Dass erklärt übrigens auch, warum Frontzeck unbedingt Thiele wollte - weil der optimal für ein schnelles Umschaltspiel ist. Wenn der Gegner hinten drin steht, tut sich Thiele aufgrund seiner technischen Schwächen schwer - gerade als alleiniger Stürmer.

Meine Hoffnung, dass es unter Frontzeck besser wird ist sehr gering.
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