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Strategische Partnerschaft mit Audi

18.09.2009 - 17:15 Uhr
Strategische Partnerschaft mit Audi |#31
18.09.2009 - 19:26 Uhr
Zitat von Olli-Osna:
Zitat
Das glaube ich eher weniger. Den der FCB hat locker einen geschätzten Wert von 1 Mrd. Da sind 100 Mio für 10% schon ziemlich "mager" angesetzt. Das da noch solche bedingungen drann geknüpft sind glaube ich eher weniger.


Wieso ist das mager? 10 % von 1 Mrd Euro sind 100 Mio. Außerdem beträgt der Wert des FC Bayern zwischen 800 und 900 Mio Euro. So wurde es zumindest in der Bild letzte Woche veröffentlicht.
Wenn Audi 10 % kauft, dann können sie sie jederzeit weiterverkaufen. Die bekommen keine Gewinnausschüttung, es muss sich aber dennoch rentieren. Sie kaufen es als Geldanlage. Es wird davon ausgegangen, dass der Wert des FCB in den nächsten Jahren steigt. Wenn Audi mal klamm ist, verkaufen sie ihre Anteile an uns oder einen Dritten. Ich der Verein dann 1,2 Mrd Euro wert, verkaufen sie für 120 Mio Euro. Der Verein wird allerdings dann wohl ein Vorkaufsrecht vertraglich zugesichert bekommen.


Wie sagt man so schön bei 10 Gutachten kommen 10 verschiedene Resultate heraus.

Wen man die Entwicklung des FCBs von 2001 bis Heute betrachtet und von den 77Mio die adiddas damals bezahlt ausgeht so kann man den wert des FCBs schon auf gut 1 Mrd. schätzen.

Zumal es nie heißt das man 10% der AG zum Marktpreis verkäuft. Ist das selbe wie mit Transferablöse da spielen neben dem eigentlichen wert noch hundert andere sachen eine Rolle.

Da Audi selbst so einen Deal noch als reine spekulation abtut und lediglich von einer weiteren zusammenarbeit spricht denke ich zumal das die sache kaum in den nächsten Tagen über die Bühne geht.
Strategische Partnerschaft mit Audi |#32
18.09.2009 - 19:29 Uhr
Ich würde Audi bei uns sehr ungern als Anteilseigner einsteigen sehen, weil dann die Interessenkollision der VW-Vorstände Winterkorn & Co noch grundsätzlicher und permanenter wird. Der VW-Konzern kontrolliert zu 100% die VfL Wolfsburg-Fußball GmbH und damit den Lizenzspielbetrieb des BL-Konkurrenten. Gleichzeitig ist Herr Winterkorn als Vorstandsvorsitzender von Audi schon jetzt Aufsichtsratsmitglied beim FCB. Dies basierte bislang nur nach meinem Verständnis nur aufgrund einer langjährigen, aber dennoch vertraglich befristeten Sponsoring-Partnerschaft. Wenn jetzt Audi zum Anteilseigner werden sollte, wird die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat zementiert und erweitert - wie z.B. im Falle adidas mit dem stellvertretenden Vorsitz durch Herrn Hainer.

Der Einfluss auf unsere Vereinspolitik wird also größer. Gleichzeitig ist natürlich der primäre Fokus des VW-Interesses auf dem Verein, an dem man 100% der Anteile hält und der wie kein anderer mit dem Konzern identifiziert wird und deshalb den höchsten Werbewert hat.

Inwieweit werden wir dadurch eigentlich immer mehr zum Spielball fremder Interessen? Welche Position wird dann wohl der FCB einnnehmen, wenn es darum geht zu verhindern, dass Hoffenheim und die Werksclubs zu den Erfolgsmodellen in der Bundesliga werden? Ich wundere mich jetzt schon über die Hoeneß-Position in der Frage der 50%-Regel! Wie werden wir uns wohl künftig verhalten, wenn es um die Frage der TV-Einzelvermarktung vs. Zentralvermarktung geht? Wie eigenständig werden wir dann noch unsere Positionen einnehmen können und inwieweit werden wir faktisch (natürlich nicht eingestandermaßen) auf die Interessen eines Liga-Konkurrenten Rücksicht nehmen müssen?

Was würde sich VW/Audi mit der Anteilseignerschaft kaufen? Wirklich nur die Ausgrenzung von Konkurrenten und die Exklusivität der Werbepartnerschaft zum Noch-Branchenprimus FC Bayern. Oder auch in gewissem Umfang unseren Einfluss auf die Branche, auf die Liga?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von rummelfliege am 18.09.2009 um 19:31 Uhr bearbeitet
Strategische Partnerschaft mit Audi |#33
18.09.2009 - 19:32 Uhr
Zitat von stein-schweiger:
Das heißt, dass dadurch keine Arbeitsplätze wegfallen, die sonst erhalten bleiben würden.

Also das musst du mir nochmal erklären. :D
Strategische Partnerschaft mit Audi |#34
18.09.2009 - 19:40 Uhr
Passt die Telekom besser zu Bayern, oder Audi? Ist es so wichtig, welches Unternhemen mehr mit Fussball am Hut hat?
Das könnte man hier auf jeden Fall diskutieren.
Über den Aktienpreis an sich wird verhandelt, da können wir leider noch keine genaueren Schlüsse ziehen.

Das besser geführte Unternehmen ist auf jeden Fall Audi, da wird mir wohl Niemand wiedersprechen...

Was hier niemand weis: Wieviele Aktien will der Vorstand verkaufen und will er diese Aktien an einen Investor, oder an mehrere Verkaufen.



PS: Das Argument "Audi investiert 100 mios bei uns und entlässt deshalb Arbeitskräfte" ist totaler Schwachsinn und kurzsichtig!
Ein Sponsoring dient sicherlich nicht zur Entlassung von Mitarbeitern(oder dem Verpulvern von 100 mio € :D :ugly ), sondern um im Endeffekt MEHR Autos zu verkaufen und damit auch MEHR Mitarbeiter ein zu stellen.

•     •     •

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Luxer am 18.09.2009 um 19:44 Uhr bearbeitet
Strategische Partnerschaft mit Audi |#35
18.09.2009 - 19:40 Uhr
Zitat von rummelfliege:
Ich würde Audi bei uns sehr ungern als Anteilseigner einsteigen sehen, weil dann die Interessenkollision der VW-Vorstände Winterkorn & Co noch grundsätzlicher und permanenter wird. Der VW-Konzern kontrolliert zu 100% die VfL Wolfsburg-Fußball GmbH und damit den Lizenzspielbetrieb des BL-Konkurrenten. Gleichzeitig ist Herr Winterkorn als Vorstandsvorsitzender von Audi schon jetzt Aufsichtsratsmitglied beim FCB. Dies basierte bislang nur nach meinem Verständnis nur aufgrund einer langjährigen, aber dennoch vertraglich befristeten Sponsoring-Partnerschaft. Wenn jetzt Audi zum Anteilseigner werden sollte, wird die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat zementiert und erweitert - wie z.B. im Falle adidas mit dem stellvertretenden Vorsitz durch Herrn Hainer.

Der Einfluss auf unsere Vereinspolitik wird also größer. Gleichzeitig ist natürlich der primäre Fokus des VW-Interesses auf dem Verein, an dem man 100% der Anteile hält und der wie kein anderer mit dem Konzern identifiziert wird und deshalb den höchsten Werbewert hat.

Inwieweit werden wir dadurch eigentlich immer mehr zum Spielball fremder Interessen? Welche Position wird dann wohl der FCB einnnehmen, wenn es darum geht zu verhindern, dass Hoffenheim und die Werksclubs zu den Erfolgsmodellen in der Bundesliga werden? Ich wundere mich jetzt schon über die Hoeneß-Position in der Frage der 50%-Regel! Wie werden wir uns wohl künftig verhalten, wenn es um die Frage der TV-Einzelvermarktung vs. Zentralvermarktung geht? Wie eigenständig werden wir dann noch unsere Positionen einnehmen können und inwieweit werden wir faktisch (natürlich nicht eingestandermaßen) auf die Interessen eines Liga-Konkurrenten Rücksicht nehmen müssen?

Was würde sich VW/Audi mit der Anteilseignerschaft kaufen? Wirklich nur die Ausgrenzung von Konkurrenten und die Exklusivität der Werbepartnerschaft zum Noch-Branchenprimus FC Bayern. Oder auch in gewissem Umfang unseren Einfluss auf die Branche, auf die Liga?


Schöner Beitrag. Da sind alle bedenken gut zusammengefasst aber mit 10% hat Audi nichts zu sagen. Weder in Transfers, vertragsverlängerungen oder sonst was. Glaube auch nicht das sich unser Hoeneß da so übern Tisch ziehen lässt.
Strategische Partnerschaft mit Audi |#36
18.09.2009 - 19:43 Uhr
Zitat von rummelfliege:
Ich würde Audi bei uns sehr ungern als Anteilseigner einsteigen sehen, weil dann die Interessenkollision der VW-Vorstände Winterkorn & Co noch grundsätzlicher und permanenter wird. Der VW-Konzern kontrolliert zu 100% die VfL Wolfsburg-Fußball GmbH und damit den Lizenzspielbetrieb des BL-Konkurrenten. Gleichzeitig ist Herr Winterkorn als Vorstandsvorsitzender von Audi schon jetzt Aufsichtsratsmitglied beim FCB. Dies basierte bislang nur nach meinem Verständnis nur aufgrund einer langjährigen, aber dennoch vertraglich befristeten Sponsoring-Partnerschaft. Wenn jetzt Audi zum Anteilseigner werden sollte, wird die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat zementiert und erweitert - wie z.B. im Falle adidas mit dem stellvertretenden Vorsitz durch Herrn Hainer.

Der Einfluss auf unsere Vereinspolitik wird also größer. Gleichzeitig ist natürlich der primäre Fokus des VW-Interesses auf dem Verein, an dem man 100% der Anteile hält und der wie kein anderer mit dem Konzern identifiziert wird und deshalb den höchsten Werbewert hat.

Inwieweit werden wir dadurch eigentlich immer mehr zum Spielball fremder Interessen? Welche Position wird dann wohl der FCB einnnehmen, wenn es darum geht zu verhindern, dass Hoffenheim und die Werksclubs zu den Erfolgsmodellen in der Bundesliga werden? Ich wundere mich jetzt schon über die Hoeneß-Position in der Frage der 50%-Regel! Wie werden wir uns wohl künftig verhalten, wenn es um die Frage der TV-Einzelvermarktung vs. Zentralvermarktung geht? Wie eigenständig werden wir dann noch unsere Positionen einnehmen können und inwieweit werden wir faktisch (natürlich nicht eingestandermaßen) auf die Interessen eines Liga-Konkurrenten Rücksicht nehmen müssen?

Was würde sich VW/Audi mit der Anteilseignerschaft kaufen? Wirklich nur die Ausgrenzung von Konkurrenten und die Exklusivität der Werbepartnerschaft zum Noch-Branchenprimus FC Bayern. Oder auch in gewissem Umfang unseren Einfluss auf die Branche, auf die Liga?


Ich denke, dass man sich da keine großen Gedanken machen muss. Zum einen wären DFL und UEFA schneller als Regelwächter aktiv als wir gucken könnten (und das wissen alle Beteiligten), zum anderen ist vor allem Ulis Meinung zur 50+1 Regel ein klares Indiz, dass deine Befürchtung nicht stimmt!
Wolfsburg ist neben Leverkusen und Hoffenheim der einzige Verein in Deutschland, der eine Art externen Geldgeber außerhalb der Sponsoren hat. Man konnte sich mit den VW-Millionen schon die CL "erkaufen" und wird sicherlich in Zukunft um Platz 1-5 mitspielen. Dies liegt vor allem daran, dass man Gelder hat, die andere nicht haben. Sobald die 50+1 Regel kippt kommen der HSV, Stuttgart, etc alle mit einem neuen Inhaber angerannt, der (wie VW) genügend Geld in den Verein stecken kann. Das würde den Konkurrenkampf also nur noch schüren. Gerade VW hat daran kein Interesse. Wolfsburg gehört nicht umsonst zu den Teams, die in der internen Diskussion gegen das Kippen der Regel sind.

Dass Uli für den Fall der 50+1 Regelung ist erklärt sich mir nur im Blick für die Gesamtsituation. Könnten - unter vernünftigen wirtschaftlichen Regelungen - Investoren in die Liga kommen bedeutet das mehr Attraktivität für die Liga. Mehr Attraktivität bedeutet mehr Geld. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Investments und das Financial Fair Play der UEFA schieben einer Kaufwut von heute auf Morgen aber den Riegel vor. Es könnte niemand daherkommen und auf einmal für 300 Millionen Weltstars zu Hannover holen.
Somit wäre insgesamt die Lage der Bundesliga verbessert, was auch deutlich mehr Einnahmen für den FCB bedeuten würde. Die Vormachstellung innerhalb der Liga wäre aber nicht mehr in Gefahr als heute. Immerhin kommt es ja auch drauf an was jeder Verein mit dem Geld macht. Und hätte Hamburg jährlich 20 Millionen mehr für Transfers, haben wir logischerweise auch mindestens 20 Millionen mehr.

•     •     •

"Max Merkel hat vor langer Zeit gesagt: 'Sechzig war ein Turnverein, ist der Turnverein und wird immer einer bleiben.' Wobei das natürlich eine Beleidigung für viele Turnvereine wäre."
Waldemar Hartmann

09.08.2009 :)
02.08.2014 :)
15.09.2015 :)
09.07.2017 :)
Strategische Partnerschaft mit Audi |#37
18.09.2009 - 20:05 Uhr
Zitat von Luxer:
Passt die Telekom besser zu Bayern, oder Audi? Ist es so wichtig, welches Unternhemen mehr mit Fussball am Hut hat?
Das könnte man hier auf jeden Fall diskutieren.
Über den Aktienpreis an sich wird verhandelt, da können wir leider noch keine genaueren Schlüsse ziehen.

Das besser geführte Unternehmen ist auf jeden Fall Audi, da wird mir wohl Niemand wiedersprechen...

Was hier niemand weis: Wieviele Aktien will der Vorstand verkaufen und will er diese Aktien an einen Investor, oder an mehrere Verkaufen.



PS: Das Argument "Audi investiert 100 mios bei uns und entlässt deshalb Arbeitskräfte" ist totaler Schwachsinn und kurzsichtig!
Ein Sponsoring dient sicherlich nicht zur Entlassung von Mitarbeitern(oder dem Verpulvern von 100 mio € :D :ugly ), sondern um im Endeffekt MEHR Autos zu verkaufen und damit auch MEHR Mitarbeiter ein zu stellen.


Denke, dass man Audi und Telekom nicht miteinander vergleichen sollte. Im Grunde wäre es unwichtig, ob Audi, Mercedes oder BMW bei den Bayern einsteigen würde, da sie letztlich "nur" Autos bauen.

Telekom hingegen ist Marktführer Nummer 1 in Deutschland bzgl. der Zukunft des Internet-TV-Marktes, welcher in 5 bis 10 Jahren eine ganz andere Bedeutung hat. Damit wäre es unglaublich wichtig, die Telekom als langfristigen Partner zu haben.
Strategische Partnerschaft mit Audi |#38
18.09.2009 - 20:21 Uhr
finde es gut, doch den preis könnt man vllt. noch ein wenig hochtreiben, doch mit 100 mios wäre ich auch zufrieden.


wie viel geld müssen wir noch an der AA abbezahlen?


wenn man dies klug investieren würde, würde man eine CL starke mannschaft zusammenstellen können.
Strategische Partnerschaft mit Audi |#39
18.09.2009 - 20:22 Uhr
Zitat von Bayernjunkie2001:
Ich finde solch einen deal in solch einer zeit einfach nur unmoralisch! was sich da wohl die arbeiter von audi denken?

Ich bin AUDI Mitarbeiter und ich finde es geil:D, nee mal im Ernst, Audi geht es doch sehr gut, sie würden sich auch die 4Mio jährlich sparen die sie an den FC Bayern überweisen, das sollte alles kein Problem sein!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Sven_FCB am 18.09.2009 um 20:22 Uhr bearbeitet
Strategische Partnerschaft mit Audi |#40
18.09.2009 - 20:24 Uhr
Zitat von Bayernjunkie2001:
ich habe nie gesagt, dass die leute wegen dem sponsoring entlassen werden oder wurden. wenn das so rüberkommt tut es mir leid. erzählt doch die Vorteile des deals für audi den hunderten leiharbeitern die jetzt nicht mehr bei audi sind und so auch finanzielle einbußen hinnehmen müssen.


Die Leiharbeiter sind doch aber nicht bei Audi sondern bei der Leiharbeitsfirma angestellt. Was hat dieser Umstand jetzt mit der potentiellen Partnerschaft beim FC GBayern zu tun?

Die Telekom baut auch Stellen ab, demzufolge müßtest Du ja ja das Rückfahren des Trikotsponsoring befürworten!?

•     •     •

| Dabei seit 21.06.2004 | Usernummer: 2391 | N°1 FC Bayern München | N°2 VfL Wolfsburg |

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