Vormacht der Hauptstädte
24.08.2012 - 20:31 Uhr
25.08.2012 - 19:05 Uhr
Einige kleine Anmerkungen von mir.
Natürlich weiß ich auch, dass Zürich nicht die Hauptstadt der Schweiz ist. Musste allerdings schnell weg, wollte das aber eben noch aus meinem Kopf auf die Seite gebracht haben. und hab, ohne groß nachzudenken, den Text so runtergetippt. Praktisch Schnellschreib-Gedankenfehler.
Mit Vormacht ist hier -größtenteils- nicht gemeint, dass ein Hauptstadtklub die Liga total beherrscht. Das gibt es in einigen Ligen, ja. Aber damit ist auch gemeint, dass die meisten dieser Klubs zur Tabellenspitze- also den 4-5 bestplazierten Teams, und das meist im Abonnement- gehören.
Z.B. Arsenal, z.B. PSG, z.B YB Bern usw.
Ich bestreite ja nicht, dass in Spanien auch lange Barca oder in England ManUtd. vorne steht.
Dennoch spielen dort die Hauptstadtklubs eine gehobene Rolle.
Und mir ist nunmal aufgefallen, dass Hertha BSC nun, bis auf einige wenige Saisons, in denen man mal auf den Plätzen 4-7 landete, doch recht weit von dieser Rolle entfernt war.
Deshalb ist ja die Frage, liegt das an der DDR-Teilung? Gibt es noch andere Faktoren?
In diesem Sinne ist denke ich Bonn auch zu vernachlässigen. Bonn ist keine gewachsene Hauptstadt, mit internationalem Rang, die diese Grundvorraussetzungen mitbringt. Bonn wurde genommen, weil sie vor Adenauers Haustür lag, und Hamburg/Frankfurt/München zu weit waren, bzw. zu nah an der DDR im Angriffsfall.
Von daher gibt es dort keine gewachsenen Strukturen, wie in z.B. London oder Madrid, die ja seit Jahrhunderten das Zentrum des Landes bilden. Und sowas baut sich dann auch nicht in 40 Jahren Hauptstadt auf, und seit der Wiedervereinigung ist das eh gegessen.
Natürlich weiß ich auch, dass Zürich nicht die Hauptstadt der Schweiz ist. Musste allerdings schnell weg, wollte das aber eben noch aus meinem Kopf auf die Seite gebracht haben. und hab, ohne groß nachzudenken, den Text so runtergetippt. Praktisch Schnellschreib-Gedankenfehler.
Mit Vormacht ist hier -größtenteils- nicht gemeint, dass ein Hauptstadtklub die Liga total beherrscht. Das gibt es in einigen Ligen, ja. Aber damit ist auch gemeint, dass die meisten dieser Klubs zur Tabellenspitze- also den 4-5 bestplazierten Teams, und das meist im Abonnement- gehören.
Z.B. Arsenal, z.B. PSG, z.B YB Bern usw.
Ich bestreite ja nicht, dass in Spanien auch lange Barca oder in England ManUtd. vorne steht.
Dennoch spielen dort die Hauptstadtklubs eine gehobene Rolle.
Und mir ist nunmal aufgefallen, dass Hertha BSC nun, bis auf einige wenige Saisons, in denen man mal auf den Plätzen 4-7 landete, doch recht weit von dieser Rolle entfernt war.
Deshalb ist ja die Frage, liegt das an der DDR-Teilung? Gibt es noch andere Faktoren?
In diesem Sinne ist denke ich Bonn auch zu vernachlässigen. Bonn ist keine gewachsene Hauptstadt, mit internationalem Rang, die diese Grundvorraussetzungen mitbringt. Bonn wurde genommen, weil sie vor Adenauers Haustür lag, und Hamburg/Frankfurt/München zu weit waren, bzw. zu nah an der DDR im Angriffsfall.
Von daher gibt es dort keine gewachsenen Strukturen, wie in z.B. London oder Madrid, die ja seit Jahrhunderten das Zentrum des Landes bilden. Und sowas baut sich dann auch nicht in 40 Jahren Hauptstadt auf, und seit der Wiedervereinigung ist das eh gegessen.
25.08.2012 - 20:19 Uhr
In Sachen Polen muss ich dem Ausgangspost widersprechen. Legia Warschau wurde 2006 zuletzt Meister und Polonia spielt nicht eine hervorgehobene Rolle.
Wisla, was du in deinem Ausgangsbeitrag schreibst ist aus der Stadt Krakau. Die spielen eine große Rolle kommen jedoch nicht aus Warschau.
Wisla, was du in deinem Ausgangsbeitrag schreibst ist aus der Stadt Krakau. Die spielen eine große Rolle kommen jedoch nicht aus Warschau.
25.08.2012 - 20:45 Uhr
Zitat von AllanSimonsen:
Deshalb ist ja die Frage, liegt das an der DDR-Teilung? Gibt es noch andere Faktoren?
Die eigentliche Frage ist doch, warum wird ein Fußballklub erfolgreich?
Da kommen wir auf zwei Punkte: "Macher in den Führungspositionen" und "das richtige Umfeld, um einen erfolgreichen Konzern zu führen".
Dass Hauptstädte da einen Vorteil haben, sollte jedem klar sein, da die politische Elite nicht nur Geld in die Stadt pumpt, sondern auch die wirtschaftliche Elite gerne dort hausiert. Hierdurch waren die Städte über Jahrzehnte/Jahrhunderte Magnete für Migration. Berlin hat da ja das bekannte altbekannte Problem der deutschen Teilung.
Interessant ist dabei jedoch schon, weshalb in Deutschland nur eine der vier Millionenstädte, die allesamt vom Wirtschafts- und Fanpotential deutlich stärker sind als Städte wie Mainz, Gladbach oder Bremen, ziemlich weit oben anzusiedeln ist.
Meine Analyse von Köln ist dabei, dass die Boulevardpresse ein nicht unwichtigen Faktor ist. In Hamburg und Berlin gibt es ja durchaus ähnliche Blätter wie der Express (gehören ja letztendlich auch DuMont). Sie verbreiten stets Insiderinformationen, mal mehr oder weniger wahr, und bringen eine unglaubliche Unruhe in Team und Fans. Die Art der Berichtserstattung spiegelt natürlich auch das wieder, was die Fans lesen möchten. Dies ist jedoch ein Spiel, welches sich wechselseitig verstärkt - Express füttert Träume, Sehnsüchte füttern Express. Da Städte wie Berlin, Hamburg oder Köln weltklang haben, gehören sie natürlich auch auf die internationale Bühne. Andere Klubs können eine ganz andere Konstanz reinbringen und gehen weniger finanzielle Risiken ein. Es ist deutlich schwerer hier nachhaltig etwas aufzubauen. Die Münchener haben hierbei das Glück, alle Trümpfe in der Hand zu halten und dadurch so schnell nicht in so einen Strudel reinzukommen.
Ich erwarte mal, dass die Fans aus Berlin und Hamburg hierüber ähnliches berichten können.
Deshalb ist ja die Frage, liegt das an der DDR-Teilung? Gibt es noch andere Faktoren?
Die eigentliche Frage ist doch, warum wird ein Fußballklub erfolgreich?
Da kommen wir auf zwei Punkte: "Macher in den Führungspositionen" und "das richtige Umfeld, um einen erfolgreichen Konzern zu führen".
Dass Hauptstädte da einen Vorteil haben, sollte jedem klar sein, da die politische Elite nicht nur Geld in die Stadt pumpt, sondern auch die wirtschaftliche Elite gerne dort hausiert. Hierdurch waren die Städte über Jahrzehnte/Jahrhunderte Magnete für Migration. Berlin hat da ja das bekannte altbekannte Problem der deutschen Teilung.
Interessant ist dabei jedoch schon, weshalb in Deutschland nur eine der vier Millionenstädte, die allesamt vom Wirtschafts- und Fanpotential deutlich stärker sind als Städte wie Mainz, Gladbach oder Bremen, ziemlich weit oben anzusiedeln ist.
Meine Analyse von Köln ist dabei, dass die Boulevardpresse ein nicht unwichtigen Faktor ist. In Hamburg und Berlin gibt es ja durchaus ähnliche Blätter wie der Express (gehören ja letztendlich auch DuMont). Sie verbreiten stets Insiderinformationen, mal mehr oder weniger wahr, und bringen eine unglaubliche Unruhe in Team und Fans. Die Art der Berichtserstattung spiegelt natürlich auch das wieder, was die Fans lesen möchten. Dies ist jedoch ein Spiel, welches sich wechselseitig verstärkt - Express füttert Träume, Sehnsüchte füttern Express. Da Städte wie Berlin, Hamburg oder Köln weltklang haben, gehören sie natürlich auch auf die internationale Bühne. Andere Klubs können eine ganz andere Konstanz reinbringen und gehen weniger finanzielle Risiken ein. Es ist deutlich schwerer hier nachhaltig etwas aufzubauen. Die Münchener haben hierbei das Glück, alle Trümpfe in der Hand zu halten und dadurch so schnell nicht in so einen Strudel reinzukommen.
Ich erwarte mal, dass die Fans aus Berlin und Hamburg hierüber ähnliches berichten können.
26.08.2012 - 19:53 Uhr
Zitat
Dies hat natürlich urbane Gründe, eine Hauptstadt ist ja nun oft bis meist der kulturelle Mittelpunkt, ein Schmelztiegel und die vorherrschende Stadt im Lande, sei es in Kultur, Investions- oder Bevölkerungsaspekten.
Einerseits haben Hauptstadtklubs große Vorteile, wie einerseits die vielen Einwohner, die enorme Anzahl an Firmen und Unternehmen, die in der Stadt ihre Geschäftssitze haben und es häufig vorziehen den ansässigen Sportverein zu unterstützen, man gerät dank der vielen Zeitungen sehr selten in den Hintergrund. Als Hauptstadt ist man immer auch eine Stadt mit vielen Kulturen.
Es gibt aber sehr starke Nachteile unter denen man als Verein in der Hauptstadt "leiden muss".
Dazu gehört, dass man eine so große Stadt nicht für sich allein hat und sie sich teilen muss (Hertha hat Union). Die verschiedenen Kulturen aus vielen Nationen bedeuten aber auch : Viele Menschen drücken eher dem Klub aus ihrer Heimat die Daumen, außerdem gibt es in Hauptstadt deutlich mehr Ablenkungen, sodass die Sportbegeisterung in solchen Städten geringer als anders wo ist (es gibt mehr Alternativen zum Fußball, ob Casinos, Nachtleben, andere Sportarten oder sonstiges). Die besondere Medienaufmerksamkeit hat die Nachteile, dass man bei schlechten Leistungen schnell zerissen wird. Auch die Investoren wollen natürlich guten Fußball sehen und machen eventuell etwas mehr Druck.
Zusammengefasst:
Vorteile:
-viele Einwohner
-hohe Medienaufmerksamkeit
-viele Sponsoren
-besonderes Standing
Nachteile:
-verhältniss mäßig eher geringe Sportbegeisterung
-hohe Konkurenz in der eigenen Stadt
-viele Anwohner kommen aus anderen Ländern und haben dort ihren Klub
-hoher Mediendruck (in Folge dessen Unruhe im Verein)
-enorme Erwartungshaltung
Besonders gut kann man das ganze in Zürich sehen:
Die beiden Klubs (Zürich,GcZ) haben beide eine sehr gute Jugendarbeit, resultierend aus der Masse an Jugendspielern. Bei beiden Vereinen sieht man aber auch die Zuschauerebbe. In Zürich wohnen viele Ausländer, vorallem aus Indie und dem Balkan, die ihren Klub in der Heimat supporten. Auch sind die Leute nicht allzu sportbegeistert. Diese Dinge machen es den Vereinen schwer und sie verkümmern im Mittelfeld der Tabelle.
Ich hab Zürich als Beispiel genommen weil es in der Schweiz,die Stadt mit den meisten Einwohnern und der kulturelle Mittelpunkt ist.
Dies hat natürlich urbane Gründe, eine Hauptstadt ist ja nun oft bis meist der kulturelle Mittelpunkt, ein Schmelztiegel und die vorherrschende Stadt im Lande, sei es in Kultur, Investions- oder Bevölkerungsaspekten.
Einerseits haben Hauptstadtklubs große Vorteile, wie einerseits die vielen Einwohner, die enorme Anzahl an Firmen und Unternehmen, die in der Stadt ihre Geschäftssitze haben und es häufig vorziehen den ansässigen Sportverein zu unterstützen, man gerät dank der vielen Zeitungen sehr selten in den Hintergrund. Als Hauptstadt ist man immer auch eine Stadt mit vielen Kulturen.
Es gibt aber sehr starke Nachteile unter denen man als Verein in der Hauptstadt "leiden muss".
Dazu gehört, dass man eine so große Stadt nicht für sich allein hat und sie sich teilen muss (Hertha hat Union). Die verschiedenen Kulturen aus vielen Nationen bedeuten aber auch : Viele Menschen drücken eher dem Klub aus ihrer Heimat die Daumen, außerdem gibt es in Hauptstadt deutlich mehr Ablenkungen, sodass die Sportbegeisterung in solchen Städten geringer als anders wo ist (es gibt mehr Alternativen zum Fußball, ob Casinos, Nachtleben, andere Sportarten oder sonstiges). Die besondere Medienaufmerksamkeit hat die Nachteile, dass man bei schlechten Leistungen schnell zerissen wird. Auch die Investoren wollen natürlich guten Fußball sehen und machen eventuell etwas mehr Druck.
Zusammengefasst:
Vorteile:
-viele Einwohner
-hohe Medienaufmerksamkeit
-viele Sponsoren
-besonderes Standing
Nachteile:
-verhältniss mäßig eher geringe Sportbegeisterung
-hohe Konkurenz in der eigenen Stadt
-viele Anwohner kommen aus anderen Ländern und haben dort ihren Klub
-hoher Mediendruck (in Folge dessen Unruhe im Verein)
-enorme Erwartungshaltung
Besonders gut kann man das ganze in Zürich sehen:
Die beiden Klubs (Zürich,GcZ) haben beide eine sehr gute Jugendarbeit, resultierend aus der Masse an Jugendspielern. Bei beiden Vereinen sieht man aber auch die Zuschauerebbe. In Zürich wohnen viele Ausländer, vorallem aus Indie und dem Balkan, die ihren Klub in der Heimat supporten. Auch sind die Leute nicht allzu sportbegeistert. Diese Dinge machen es den Vereinen schwer und sie verkümmern im Mittelfeld der Tabelle.
Ich hab Zürich als Beispiel genommen weil es in der Schweiz,die Stadt mit den meisten Einwohnern und der kulturelle Mittelpunkt ist.
26.08.2012 - 19:58 Uhr
Hatte jetzt wirklich keine Ahnung, in welcher Liga der beste Hauptstadtklub Brasiliens spielt, noch nicht mal, welcher das ist. Gama SE kennt man ja, aber im Augenblick ist es Brasiliense, die spielen Serie C mit der guten Chance, in die Serie D abzusteigen, sind letzter ihrer Gruppe.
Brasilia ist auch keine kleine Stadt mehr, hat mittlerweile ueber 2,5 Millionen Einwohner.
Brasilia ist auch keine kleine Stadt mehr, hat mittlerweile ueber 2,5 Millionen Einwohner.
26.08.2012 - 20:50 Uhr
Zu Polen: Krakau war auch einmal Hauptstadt Polens und ist immer noch ein Zentrum fürs Öffentliche Leben und die Wirtschaft.
Zu Berlin. Es liegt mMn an der Führung, im Basketball ist mit ALBA und im Eishockey mit den Eisbären Berlin auch immer in der spitzengruppe vertreten. Übrigstens ist in anderen Sportarten wie Fussball International auch oft der Hauptstadtclub mit der Erfolgreichste des Landes. Von daher bietet eine Hauptstadt schon eine gewisse struktur, die auch den Sport bevorzugt (Bonn mal ausgeschossen, da sie zu kurz war).
Zu Berlin. Es liegt mMn an der Führung, im Basketball ist mit ALBA und im Eishockey mit den Eisbären Berlin auch immer in der spitzengruppe vertreten. Übrigstens ist in anderen Sportarten wie Fussball International auch oft der Hauptstadtclub mit der Erfolgreichste des Landes. Von daher bietet eine Hauptstadt schon eine gewisse struktur, die auch den Sport bevorzugt (Bonn mal ausgeschossen, da sie zu kurz war).
26.08.2012 - 21:15 Uhr
Zitat von Dr_Graf_Lambsdorff:
Hatte jetzt wirklich keine Ahnung, in welcher Liga der beste Hauptstadtklub Brasiliens spielt, noch nicht mal, welcher das ist. Gama SE kennt man ja, aber im Augenblick ist es Brasiliense, die spielen Serie C mit der guten Chance, in die Serie D abzusteigen, sind letzter ihrer Gruppe.
Brasilia ist auch keine kleine Stadt mehr, hat mittlerweile ueber 2,5 Millionen Einwohner.
Gleiches wie bei Bonn. Lediglich das politische Zentrum, aber nicht der zentrierte Punkt, den die üblichen Hauptstädte darstellen. Schon gar nichts über Jahrhunderte Gewachsenes.
Hatte jetzt wirklich keine Ahnung, in welcher Liga der beste Hauptstadtklub Brasiliens spielt, noch nicht mal, welcher das ist. Gama SE kennt man ja, aber im Augenblick ist es Brasiliense, die spielen Serie C mit der guten Chance, in die Serie D abzusteigen, sind letzter ihrer Gruppe.
Brasilia ist auch keine kleine Stadt mehr, hat mittlerweile ueber 2,5 Millionen Einwohner.
Gleiches wie bei Bonn. Lediglich das politische Zentrum, aber nicht der zentrierte Punkt, den die üblichen Hauptstädte darstellen. Schon gar nichts über Jahrhunderte Gewachsenes.
26.08.2012 - 21:44 Uhr
Zitat von Herthaner26:
Zitat von La_mia_Inter:
Zitat von pasodoble:
Hertha BSC ist der einzige Hauptstadtclub, Union ist ein kleiner kultklub aus dem bezirk köpenick, nicht mehr. ähnlich hsv/pauli. Das macht Union aber nicht weniger zu einem Hauptstadtclub. Sicher, er ist nicht der Club auf dem der Fokus schlechthin in Berlin liegt, aber die Fanzugänge haben seitdem Aufstieg in Liga 2 deutlich zugenommen. Von daher, finde ich es falsch - und es irgendwo auch etwas Respektlos - zu sagen, Union wäre kein Hauptstadtclub. Es ist ja mittlerweile und wirklich nicht mehr so, dass Hertha und Union Welten trennen, wie vielleicht noch vor 5-6 Jahren.
Union ist kein Hauptstadtclub. Und sie wollen ja auch gar kein Hauptstadtclub sein. Als solcher müsste man sich so vermarkten, dass Fußballlspiele halt eher ein Event sind, um möglichst viele Zuschauer zu gewinnen (was ja meist immer nur geht in dem man Familien etc. in Stadion lockt) und somit einen guten Teil der Bevölkerung der Region hinter sich zu haben.
Union vermarktet sich ja selbst als einen Club, der genau DAS nicht ist. Man ist stolz darauf dieser kleine Nischenclub zu sein, bei dem in erster Linie nur der Fußball zählt, vermeintlich kein Kommerz vorhanden ist und man schön im Fahrwasser der großen und oft unbeliebten Hertha schippern kann.
Union könnte diesen Anspruch an einen Hauptstadtclub gar nicht erfüllen und hat auch gar nicht diese Akzeptanz in der Stadt, um das jemals werden zu können.
Sollte es Hertha BSC iwann, aus welchen Gründen auch immer (z.B. wegen Insolvenz), nicht mehr in der heutigen Form geben und Union somit sportlich der beste Fußballclub aus Berlin sein, wäre die Alternative für fußballinteressierte Berliner wohl eher nicht zu Union zu gehen, sondern halt einfach kein Bundesligafußball in der größten und wichtigsten deutschen Stadt zu schauen.
Du machst da eine Wissenschaft draus. Für mich ist Union ganz klar ein Hauptstadtclub! Und warum? Ganz einfach, weil es eben ein Club ist, der in einer Hauptstadt gelegen ist.
Den Fehler den du machst, ist das Image der Hertha als der "Hauptstadtclub" mit dem Begriff Hauptstadtclub zu vermischen. Nur weil Hertha sich zu einem Eventverein mit dem Marketingnamen "Hauptstadtclub" macht, haben sie diesen Begriff nicht exklusiv für sich gepachtet und ihm eine eigene Ausrichtung verpasst.
Auch der kleine, beschauliche nonkomerzielle Verein Union Berlin hat seinen Sitz in der Hauptstadt, was ihn eindeutig zu einem Hauptstadtclub macht.
Zitat von La_mia_Inter:
Zitat von pasodoble:
Hertha BSC ist der einzige Hauptstadtclub, Union ist ein kleiner kultklub aus dem bezirk köpenick, nicht mehr. ähnlich hsv/pauli. Das macht Union aber nicht weniger zu einem Hauptstadtclub. Sicher, er ist nicht der Club auf dem der Fokus schlechthin in Berlin liegt, aber die Fanzugänge haben seitdem Aufstieg in Liga 2 deutlich zugenommen. Von daher, finde ich es falsch - und es irgendwo auch etwas Respektlos - zu sagen, Union wäre kein Hauptstadtclub. Es ist ja mittlerweile und wirklich nicht mehr so, dass Hertha und Union Welten trennen, wie vielleicht noch vor 5-6 Jahren.
Union ist kein Hauptstadtclub. Und sie wollen ja auch gar kein Hauptstadtclub sein. Als solcher müsste man sich so vermarkten, dass Fußballlspiele halt eher ein Event sind, um möglichst viele Zuschauer zu gewinnen (was ja meist immer nur geht in dem man Familien etc. in Stadion lockt) und somit einen guten Teil der Bevölkerung der Region hinter sich zu haben.
Union vermarktet sich ja selbst als einen Club, der genau DAS nicht ist. Man ist stolz darauf dieser kleine Nischenclub zu sein, bei dem in erster Linie nur der Fußball zählt, vermeintlich kein Kommerz vorhanden ist und man schön im Fahrwasser der großen und oft unbeliebten Hertha schippern kann.
Union könnte diesen Anspruch an einen Hauptstadtclub gar nicht erfüllen und hat auch gar nicht diese Akzeptanz in der Stadt, um das jemals werden zu können.
Sollte es Hertha BSC iwann, aus welchen Gründen auch immer (z.B. wegen Insolvenz), nicht mehr in der heutigen Form geben und Union somit sportlich der beste Fußballclub aus Berlin sein, wäre die Alternative für fußballinteressierte Berliner wohl eher nicht zu Union zu gehen, sondern halt einfach kein Bundesligafußball in der größten und wichtigsten deutschen Stadt zu schauen.
Du machst da eine Wissenschaft draus. Für mich ist Union ganz klar ein Hauptstadtclub! Und warum? Ganz einfach, weil es eben ein Club ist, der in einer Hauptstadt gelegen ist.
Den Fehler den du machst, ist das Image der Hertha als der "Hauptstadtclub" mit dem Begriff Hauptstadtclub zu vermischen. Nur weil Hertha sich zu einem Eventverein mit dem Marketingnamen "Hauptstadtclub" macht, haben sie diesen Begriff nicht exklusiv für sich gepachtet und ihm eine eigene Ausrichtung verpasst.
Auch der kleine, beschauliche nonkomerzielle Verein Union Berlin hat seinen Sitz in der Hauptstadt, was ihn eindeutig zu einem Hauptstadtclub macht.
26.08.2012 - 22:10 Uhr
Das Problem mit Berlin ist politischer Natur. Die Teilung der Stadt hat sich auch sportlich bemerkbar gemacht. Die Ostclubs sind finanziell nicht in der Lage gewesen nach der Wende mit dem Westen mitzuhalten und die Hertha war schon vor den 90ern nicht die große Nummer im deutschen Fußball, woran sich nach der Wende nichts geändert hat. Das Problem ist auch, dass in Berlin die wirtschaftlichen Möglichkeiten durch die Clubs nicht ausgeschöpft werden (können), was wohl auch teilweise Schuld an den vollkommen unfähigen Politikern in der Stadt Berlin liegt.
Ohne Scheich oder Engagement einer großen Firma bei einem Berliner Club wird es mit einem großen Hauptstadtclub vorerst nichts, obwohl Hertha nach dem Aufstieg Ende der 90er auf einem guten Weg war. Bei der Hertha kommt noch hinzu, dass die Vereinsführung vollkommen unfähig zu sein scheint - da hat man sich wohl ein Vorbild an Bürgermeister und co. genommen.
Ohne Scheich oder Engagement einer großen Firma bei einem Berliner Club wird es mit einem großen Hauptstadtclub vorerst nichts, obwohl Hertha nach dem Aufstieg Ende der 90er auf einem guten Weg war. Bei der Hertha kommt noch hinzu, dass die Vereinsführung vollkommen unfähig zu sein scheint - da hat man sich wohl ein Vorbild an Bürgermeister und co. genommen.
26.08.2012 - 22:26 Uhr
Zitat von Gnobbulus:
Zitat von Herthaner26:
Zitat von La_mia_Inter:
Zitat von pasodoble:
Hertha BSC ist der einzige Hauptstadtclub, Union ist ein kleiner kultklub aus dem bezirk köpenick, nicht mehr. ähnlich hsv/pauli. Das macht Union aber nicht weniger zu einem Hauptstadtclub. Sicher, er ist nicht der Club auf dem der Fokus schlechthin in Berlin liegt, aber die Fanzugänge haben seitdem Aufstieg in Liga 2 deutlich zugenommen. Von daher, finde ich es falsch - und es irgendwo auch etwas Respektlos - zu sagen, Union wäre kein Hauptstadtclub. Es ist ja mittlerweile und wirklich nicht mehr so, dass Hertha und Union Welten trennen, wie vielleicht noch vor 5-6 Jahren.
Union ist kein Hauptstadtclub. Und sie wollen ja auch gar kein Hauptstadtclub sein. Als solcher müsste man sich so vermarkten, dass Fußballlspiele halt eher ein Event sind, um möglichst viele Zuschauer zu gewinnen (was ja meist immer nur geht in dem man Familien etc. in Stadion lockt) und somit einen guten Teil der Bevölkerung der Region hinter sich zu haben.
Union vermarktet sich ja selbst als einen Club, der genau DAS nicht ist. Man ist stolz darauf dieser kleine Nischenclub zu sein, bei dem in erster Linie nur der Fußball zählt, vermeintlich kein Kommerz vorhanden ist und man schön im Fahrwasser der großen und oft unbeliebten Hertha schippern kann.
Union könnte diesen Anspruch an einen Hauptstadtclub gar nicht erfüllen und hat auch gar nicht diese Akzeptanz in der Stadt, um das jemals werden zu können.
Sollte es Hertha BSC iwann, aus welchen Gründen auch immer (z.B. wegen Insolvenz), nicht mehr in der heutigen Form geben und Union somit sportlich der beste Fußballclub aus Berlin sein, wäre die Alternative für fußballinteressierte Berliner wohl eher nicht zu Union zu gehen, sondern halt einfach kein Bundesligafußball in der größten und wichtigsten deutschen Stadt zu schauen.
Du machst da eine Wissenschaft draus. Für mich ist Union ganz klar ein Hauptstadtclub! Und warum? Ganz einfach, weil es eben ein Club ist, der in einer Hauptstadt gelegen ist.
Den Fehler den du machst, ist das Image der Hertha als der "Hauptstadtclub" mit dem Begriff Hauptstadtclub zu vermischen. Nur weil Hertha sich zu einem Eventverein mit dem Marketingnamen "Hauptstadtclub" macht, haben sie diesen Begriff nicht exklusiv für sich gepachtet und ihm eine eigene Ausrichtung verpasst.
Auch der kleine, beschauliche nonkomerzielle Verein Union Berlin hat seinen Sitz in der Hauptstadt, was ihn eindeutig zu einem Hauptstadtclub macht.
Vermutlich hast du nicht recht verstanden was er mit seinem Post meinte.
Union ist schlichtweg nicht das was man als Hauptstadtclub bezeichnen würde.
Ja, sie kommen aus und spielen in Berlin.
Aber all das was man mit "Hauptstadtclub" in Verbindung bringt wird dort aus tiefster Überzeugung abgelehnt.
Union sieht sich als das kleine gallische Dorf. Sie sind die Köpenicker mit dem Schmuckkästchen an der Wuhle. Sie wollen keinen Kommerz und pflegen das familiäre in ihren Reihen.
Das macht sie sehr symphatisch (durchaus auch mir), wird aber nie zum grossen Wurf werden.
Wie Hertha sich selbst das Wasser abgegraben hat steht auf einem anderen Blatt.
Zitat von Herthaner26:
Zitat von La_mia_Inter:
Zitat von pasodoble:
Hertha BSC ist der einzige Hauptstadtclub, Union ist ein kleiner kultklub aus dem bezirk köpenick, nicht mehr. ähnlich hsv/pauli. Das macht Union aber nicht weniger zu einem Hauptstadtclub. Sicher, er ist nicht der Club auf dem der Fokus schlechthin in Berlin liegt, aber die Fanzugänge haben seitdem Aufstieg in Liga 2 deutlich zugenommen. Von daher, finde ich es falsch - und es irgendwo auch etwas Respektlos - zu sagen, Union wäre kein Hauptstadtclub. Es ist ja mittlerweile und wirklich nicht mehr so, dass Hertha und Union Welten trennen, wie vielleicht noch vor 5-6 Jahren.
Union ist kein Hauptstadtclub. Und sie wollen ja auch gar kein Hauptstadtclub sein. Als solcher müsste man sich so vermarkten, dass Fußballlspiele halt eher ein Event sind, um möglichst viele Zuschauer zu gewinnen (was ja meist immer nur geht in dem man Familien etc. in Stadion lockt) und somit einen guten Teil der Bevölkerung der Region hinter sich zu haben.
Union vermarktet sich ja selbst als einen Club, der genau DAS nicht ist. Man ist stolz darauf dieser kleine Nischenclub zu sein, bei dem in erster Linie nur der Fußball zählt, vermeintlich kein Kommerz vorhanden ist und man schön im Fahrwasser der großen und oft unbeliebten Hertha schippern kann.
Union könnte diesen Anspruch an einen Hauptstadtclub gar nicht erfüllen und hat auch gar nicht diese Akzeptanz in der Stadt, um das jemals werden zu können.
Sollte es Hertha BSC iwann, aus welchen Gründen auch immer (z.B. wegen Insolvenz), nicht mehr in der heutigen Form geben und Union somit sportlich der beste Fußballclub aus Berlin sein, wäre die Alternative für fußballinteressierte Berliner wohl eher nicht zu Union zu gehen, sondern halt einfach kein Bundesligafußball in der größten und wichtigsten deutschen Stadt zu schauen.
Du machst da eine Wissenschaft draus. Für mich ist Union ganz klar ein Hauptstadtclub! Und warum? Ganz einfach, weil es eben ein Club ist, der in einer Hauptstadt gelegen ist.
Den Fehler den du machst, ist das Image der Hertha als der "Hauptstadtclub" mit dem Begriff Hauptstadtclub zu vermischen. Nur weil Hertha sich zu einem Eventverein mit dem Marketingnamen "Hauptstadtclub" macht, haben sie diesen Begriff nicht exklusiv für sich gepachtet und ihm eine eigene Ausrichtung verpasst.
Auch der kleine, beschauliche nonkomerzielle Verein Union Berlin hat seinen Sitz in der Hauptstadt, was ihn eindeutig zu einem Hauptstadtclub macht.
Vermutlich hast du nicht recht verstanden was er mit seinem Post meinte.
Union ist schlichtweg nicht das was man als Hauptstadtclub bezeichnen würde.
Ja, sie kommen aus und spielen in Berlin.
Aber all das was man mit "Hauptstadtclub" in Verbindung bringt wird dort aus tiefster Überzeugung abgelehnt.
Union sieht sich als das kleine gallische Dorf. Sie sind die Köpenicker mit dem Schmuckkästchen an der Wuhle. Sie wollen keinen Kommerz und pflegen das familiäre in ihren Reihen.
Das macht sie sehr symphatisch (durchaus auch mir), wird aber nie zum grossen Wurf werden.
Wie Hertha sich selbst das Wasser abgegraben hat steht auf einem anderen Blatt.
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