Vormacht der Hauptstädte
24.08.2012 - 20:31 Uhr
28.08.2012 - 12:44 Uhr
Zitat von RoterStorch:
In kleineren Städten gibt es dann außerdem eine innerstädtische Konkurrenz mit einer anderen Sportart. In diesen Städten konzentriert sich der Fokus mehr auf die andere Sportart, weil der Fussballverein sowieso nie etwas großes reißen wird. Was zuerst war, das Ei oder das Huhn..naja schwer zu sagen.
In Kiel z.B. ist die Stadt zu klein um 2 Spitzenvereine zu "ernähren". Sowohl vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt durch Sponsoren als auch vom Zuschauerpotential. Und dort ist der Spitzenverein nunmal klar ein Handballverein. Ähnlich ist es in, Magdeburg/Flensburg (Handball), in Mannheim und anderen Städten (Eishockey), und beim Basketball (Bonn).
Gerade Schleswig-Holstein ist gesondert zu betrachten, das hat nicht viel mit innerstädtischer Konkurrenz zu tun, sondern viel mehr mit der Akzeptanz und der Perspektive. Fußball spielt einfach nicht DIE Rolle dort, deshalb sind ja auch Sportarten wie Handball so populär. Kiel und Lübeck sind < 100 KM von Hamburg entfernt ist eben das Einzugsgebiet vom HSV. Das wird sich mittelfristig nicht groß ändern, selbst Lübeck konnte von den "Erfolgszeiten" nicht profitieren und dümpelt ebenfalls in Liga 4 rum. Und das ohne Konkurrenzverein in der Stadt. Es fehlen einfach grundsätzliche Strukturen, auch wirtschaftlich, um einen Verein wie den VFB Lübeck oder Holstein Kiel im Profifußball zu halten.
In kleineren Städten gibt es dann außerdem eine innerstädtische Konkurrenz mit einer anderen Sportart. In diesen Städten konzentriert sich der Fokus mehr auf die andere Sportart, weil der Fussballverein sowieso nie etwas großes reißen wird. Was zuerst war, das Ei oder das Huhn..naja schwer zu sagen.
In Kiel z.B. ist die Stadt zu klein um 2 Spitzenvereine zu "ernähren". Sowohl vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt durch Sponsoren als auch vom Zuschauerpotential. Und dort ist der Spitzenverein nunmal klar ein Handballverein. Ähnlich ist es in, Magdeburg/Flensburg (Handball), in Mannheim und anderen Städten (Eishockey), und beim Basketball (Bonn).
Gerade Schleswig-Holstein ist gesondert zu betrachten, das hat nicht viel mit innerstädtischer Konkurrenz zu tun, sondern viel mehr mit der Akzeptanz und der Perspektive. Fußball spielt einfach nicht DIE Rolle dort, deshalb sind ja auch Sportarten wie Handball so populär. Kiel und Lübeck sind < 100 KM von Hamburg entfernt ist eben das Einzugsgebiet vom HSV. Das wird sich mittelfristig nicht groß ändern, selbst Lübeck konnte von den "Erfolgszeiten" nicht profitieren und dümpelt ebenfalls in Liga 4 rum. Und das ohne Konkurrenzverein in der Stadt. Es fehlen einfach grundsätzliche Strukturen, auch wirtschaftlich, um einen Verein wie den VFB Lübeck oder Holstein Kiel im Profifußball zu halten.
28.08.2012 - 13:07 Uhr
Zitat von Patzer:
Hier hast du natürlich insofern recht, dass Fans kurzfristig bzw. mittelfristig zu diesen Clubs abwandern könnten, was ja auch schon geschieht. Das könnte für einen Fussballclub aus der Hauptstadt durchaus zum Problem werden, denn mir ist in der Tat keine andere Stadt bekannt die 3 Clubs in verschiedenen Sportarten auf so hohem beheimatet.
Ach wo, mit einem erfolgreichen Fußballverein werden diese, vergleichsweise, Randsportarten niemals auch nur annähernd mithalten können.
Hier hast du natürlich insofern recht, dass Fans kurzfristig bzw. mittelfristig zu diesen Clubs abwandern könnten, was ja auch schon geschieht. Das könnte für einen Fussballclub aus der Hauptstadt durchaus zum Problem werden, denn mir ist in der Tat keine andere Stadt bekannt die 3 Clubs in verschiedenen Sportarten auf so hohem beheimatet.
Ach wo, mit einem erfolgreichen Fußballverein werden diese, vergleichsweise, Randsportarten niemals auch nur annähernd mithalten können.
28.08.2012 - 13:38 Uhr
Zitat von SexiestManAlive:
Zitat von Patzer:
Hier hast du natürlich insofern recht, dass Fans kurzfristig bzw. mittelfristig zu diesen Clubs abwandern könnten, was ja auch schon geschieht. Das könnte für einen Fussballclub aus der Hauptstadt durchaus zum Problem werden, denn mir ist in der Tat keine andere Stadt bekannt die 3 Clubs in verschiedenen Sportarten auf so hohem beheimatet.
Ach wo, mit einem erfolgreichen Fußballverein werden diese, vergleichsweise, Randsportarten niemals auch nur annähernd mithalten können.
(auch @ Patzer)
Wie gesagt: Was war zuerst: Huhn oder Ei? In Kiel ist die Situation spätestens seit den 90er Jahren klar und hat sich seitdem verfestig und vergrößert. Holstein ist zu einem unterklassigen Verein verkommen, der zwar unter seinem Potenzial spielt, aber wohl nicht höher als bis in die dritte Liga kommen wird. THW ist dagegen Deutschlands Topclub ud auch europaweit Nr.1-3. Also quasi mehr als der FC Bayern des Fußballs.
Ich denke schon, dass das auch in anderen Städten geschehen kann. Warum nicht in Berlin? Was hält Sponsoren davon ab mit vergleichsweise wenig Geld einen der Topclubs in einer Mannschaftsportart Nr. 2-4 zu unterstützen/aufzubauen als viel Geld in einen nicht sehr erfolgreichen Fussballverein? Mit ein paar Millionen lässt sich in solchen Randsportarten manchmal sportlich und werbetechnisch mehr erreichen, als im Fussball. Man siehe die Telekom früher mit dem Radsport. Genauso geht es auch beim Handball, Basketball oder Eishockey. Zumal den Fussballvereinen in Berlin ja nun auch niemand die Bude vollrennt. Aber wie Patzer schon sagte: Das Stadion ist leer (auch weil überdimensioniert), aber die Hallen sind voll.
Handball ist genau wie Basketball (durch Nowitzki) in einem Boom und genau wie Eishockey in manchen Regionen ein ernshafter Werbefaktor und Zuschauermagnet. Das gilt zwar nicht Deutschlandweit aber zentriert schon. Ich würde das nicht unterschätzen. Wieso also soll es da keine Konzentration im Focus geben, wie es ihn in anderen Städten schon gibt?
Denn ernsthaft: Schnell kann so ein Verein wie Hertha mit seinen Schulden nicht wieder wirtschaftlich gesunden und gleichzeitig wieder zu einem besseren BuLi-Club aufsteigen. Das ginge nur mit einem Scheich oder so etwas wie in WOB, Hoffenheim, RB Leipzig.
Noch Randanmerkungen:
1.Zum Eishockey in Hannover. Die Scorpions sind zwar der größere und erfolgreichere Eishockeyclub in Hannover. Traditionell viele Zuschauer hat aber vorallem der kleinere der beiden Hannoveraner Clubs.
2.In München werden die sogenannten Randsportarten gerade künstlich gepuscht. Im basketball nicht zuletzt durch den Fussballverein FC Bayern. Ich glaube aber das zeigt eher den Boom, als dass es die teilweise regionale Schwäche auf der Zuschauerseite zeigt.
3.Die in Berlin ansässige DKB sponsort auch lieber die Handballbundesliga und TurbinePotsdam, sowie Hansa Rostock als einen Haupstadtclub in Berlin.
Zitat von Patzer:
Hier hast du natürlich insofern recht, dass Fans kurzfristig bzw. mittelfristig zu diesen Clubs abwandern könnten, was ja auch schon geschieht. Das könnte für einen Fussballclub aus der Hauptstadt durchaus zum Problem werden, denn mir ist in der Tat keine andere Stadt bekannt die 3 Clubs in verschiedenen Sportarten auf so hohem beheimatet.
Ach wo, mit einem erfolgreichen Fußballverein werden diese, vergleichsweise, Randsportarten niemals auch nur annähernd mithalten können.
(auch @ Patzer)
Wie gesagt: Was war zuerst: Huhn oder Ei? In Kiel ist die Situation spätestens seit den 90er Jahren klar und hat sich seitdem verfestig und vergrößert. Holstein ist zu einem unterklassigen Verein verkommen, der zwar unter seinem Potenzial spielt, aber wohl nicht höher als bis in die dritte Liga kommen wird. THW ist dagegen Deutschlands Topclub ud auch europaweit Nr.1-3. Also quasi mehr als der FC Bayern des Fußballs.
Ich denke schon, dass das auch in anderen Städten geschehen kann. Warum nicht in Berlin? Was hält Sponsoren davon ab mit vergleichsweise wenig Geld einen der Topclubs in einer Mannschaftsportart Nr. 2-4 zu unterstützen/aufzubauen als viel Geld in einen nicht sehr erfolgreichen Fussballverein? Mit ein paar Millionen lässt sich in solchen Randsportarten manchmal sportlich und werbetechnisch mehr erreichen, als im Fussball. Man siehe die Telekom früher mit dem Radsport. Genauso geht es auch beim Handball, Basketball oder Eishockey. Zumal den Fussballvereinen in Berlin ja nun auch niemand die Bude vollrennt. Aber wie Patzer schon sagte: Das Stadion ist leer (auch weil überdimensioniert), aber die Hallen sind voll.
Handball ist genau wie Basketball (durch Nowitzki) in einem Boom und genau wie Eishockey in manchen Regionen ein ernshafter Werbefaktor und Zuschauermagnet. Das gilt zwar nicht Deutschlandweit aber zentriert schon. Ich würde das nicht unterschätzen. Wieso also soll es da keine Konzentration im Focus geben, wie es ihn in anderen Städten schon gibt?
Denn ernsthaft: Schnell kann so ein Verein wie Hertha mit seinen Schulden nicht wieder wirtschaftlich gesunden und gleichzeitig wieder zu einem besseren BuLi-Club aufsteigen. Das ginge nur mit einem Scheich oder so etwas wie in WOB, Hoffenheim, RB Leipzig.
Noch Randanmerkungen:
1.Zum Eishockey in Hannover. Die Scorpions sind zwar der größere und erfolgreichere Eishockeyclub in Hannover. Traditionell viele Zuschauer hat aber vorallem der kleinere der beiden Hannoveraner Clubs.
2.In München werden die sogenannten Randsportarten gerade künstlich gepuscht. Im basketball nicht zuletzt durch den Fussballverein FC Bayern. Ich glaube aber das zeigt eher den Boom, als dass es die teilweise regionale Schwäche auf der Zuschauerseite zeigt.
3.Die in Berlin ansässige DKB sponsort auch lieber die Handballbundesliga und TurbinePotsdam, sowie Hansa Rostock als einen Haupstadtclub in Berlin.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von RoterStorch am 28.08.2012 um 13:53 Uhr bearbeitet
28.08.2012 - 14:10 Uhr
Zitat von Patzer:
Zitat von SexiestManAlive:
Zitat von Patzer:
Hier hast du natürlich insofern recht, dass Fans kurzfristig bzw. mittelfristig zu diesen Clubs abwandern könnten, was ja auch schon geschieht. Das könnte für einen Fussballclub aus der Hauptstadt durchaus zum Problem werden, denn mir ist in der Tat keine andere Stadt bekannt die 3 Clubs in verschiedenen Sportarten auf so hohem beheimatet.
Ach wo, mit einem erfolgreichen Fußballverein werden diese, vergleichsweise, Randsportarten niemals auch nur annähernd mithalten können.
Gerade bei Berlin muss man mit solchen Aussagen sehr vorsichtig sein. Eine Großstadt mit derart vielfältigem Publikum ist was ganz anderes als eine Stadt wie Dortmund oder Gladbach. Sieht man auch daran, dass sowohl bei den Eisbären als auch bei den Füchsen die Hallen regelmäßig voll sind. Im Gegensatz dazu ziehen zum Beispiel die Scorpions in Hannover oder der EHC München überhaupt nicht, was recht deutlich die Diskrepanz aufzeigt.
Ich würde mich sehr wundern, wenn in Berlin weniger (absolutes) Fußballinteresse vorherrschen würde als anderswo in Deutschland. Die Leute sagen doch nicht: ah, hier sind die Füchse oder Alba, da interessiere ich mich doch mal mehr für Basket- oder Handball als für den schnöden Fußball!
Wahrscheinlich sind bei diesen Sportarten die Hallen zunächst einfach mal deshalb voll, weil in Berlin 4 Mio. Menschen leben und in Hannover nicht.
In Deutschland spielt Berlin im Fußball vermutlich lediglich deswegen keine große Rolle, weil:
a.) die geschichtliche Teilung die spätere Hauptstadt in Westdeutschland zur fußballerischen Peripherie machte
b.) in Ostdeutschland der eigentliche Hauptstadtverein der meistgehaßte Club überhaupt war und dementsprechend nach der Wende keinerlei Anschlußpotential hatte (daran änderte dann auch die Neufirmierung als "FC Berlin" nichts), andere Vereine aus Ost-Berlin aber keinerlei "Berechtigung" in der DDR-Oberliga und dementsprechend keine Basis für nach der Wende hatten
c.) die Karte, auf die man gesamtdeutsch gesetzt hatte, den Sprung zum Spitzenverein aus verschiedenen Gründen nicht gepackt hat und außerdem nicht der ganz große Sympathieträger ist
Die anderen Vereine in Berlin sind entweder etablierte, aber mehr oder weniger Vorort- oder Kiezvereine (wie Union aus Köpenick), beim Versuch der sportlichen Etablierung aus verschiedenen Gründen zusammengekracht (wie Tennis Borussia, Blau-Weiß 90 und Tasmania), völlig versunkene Traditionsvereine ohne gewachsene Fanbasis (wie Viktoria, der ganz frühe deutsche Meister) oder schlicht und einfach nur die Nummer 8 ff. in der Stadt (wie der Berliner AK, die Reinickendorfer Füchse bzw. "Füchse Berlin", Hertha Zehlendorf).
Wenn in München die Bayern mehrfach gescheitert wären, 1860 und Wacker konkurs wären, Unterhaching im Sportpark in der 2. Liga spielen würde, dann wäre an dem Standort ja auch nichts los. Es gibt eben nicht beliebig viele logische Erstligisten aus einer Stadt oder Region, sondern nur vielleicht zwei bis sieben. Und wenn die alle den großen Sprung nicht schaffen, dann geht es in Deutschland im Fußball (! - im Gegensatz zu Randsportarten wie Handball oder Basketball) eben nicht, sich ein künstliches Red Bull Berlin zum Identifikationsverein zu erheben. Was allerdings nichts am vorhandenen Potential ändert.
Zitat von SexiestManAlive:
Zitat von Patzer:
Hier hast du natürlich insofern recht, dass Fans kurzfristig bzw. mittelfristig zu diesen Clubs abwandern könnten, was ja auch schon geschieht. Das könnte für einen Fussballclub aus der Hauptstadt durchaus zum Problem werden, denn mir ist in der Tat keine andere Stadt bekannt die 3 Clubs in verschiedenen Sportarten auf so hohem beheimatet.
Ach wo, mit einem erfolgreichen Fußballverein werden diese, vergleichsweise, Randsportarten niemals auch nur annähernd mithalten können.
Gerade bei Berlin muss man mit solchen Aussagen sehr vorsichtig sein. Eine Großstadt mit derart vielfältigem Publikum ist was ganz anderes als eine Stadt wie Dortmund oder Gladbach. Sieht man auch daran, dass sowohl bei den Eisbären als auch bei den Füchsen die Hallen regelmäßig voll sind. Im Gegensatz dazu ziehen zum Beispiel die Scorpions in Hannover oder der EHC München überhaupt nicht, was recht deutlich die Diskrepanz aufzeigt.
Ich würde mich sehr wundern, wenn in Berlin weniger (absolutes) Fußballinteresse vorherrschen würde als anderswo in Deutschland. Die Leute sagen doch nicht: ah, hier sind die Füchse oder Alba, da interessiere ich mich doch mal mehr für Basket- oder Handball als für den schnöden Fußball!
Wahrscheinlich sind bei diesen Sportarten die Hallen zunächst einfach mal deshalb voll, weil in Berlin 4 Mio. Menschen leben und in Hannover nicht.
In Deutschland spielt Berlin im Fußball vermutlich lediglich deswegen keine große Rolle, weil:
a.) die geschichtliche Teilung die spätere Hauptstadt in Westdeutschland zur fußballerischen Peripherie machte
b.) in Ostdeutschland der eigentliche Hauptstadtverein der meistgehaßte Club überhaupt war und dementsprechend nach der Wende keinerlei Anschlußpotential hatte (daran änderte dann auch die Neufirmierung als "FC Berlin" nichts), andere Vereine aus Ost-Berlin aber keinerlei "Berechtigung" in der DDR-Oberliga und dementsprechend keine Basis für nach der Wende hatten
c.) die Karte, auf die man gesamtdeutsch gesetzt hatte, den Sprung zum Spitzenverein aus verschiedenen Gründen nicht gepackt hat und außerdem nicht der ganz große Sympathieträger ist
Die anderen Vereine in Berlin sind entweder etablierte, aber mehr oder weniger Vorort- oder Kiezvereine (wie Union aus Köpenick), beim Versuch der sportlichen Etablierung aus verschiedenen Gründen zusammengekracht (wie Tennis Borussia, Blau-Weiß 90 und Tasmania), völlig versunkene Traditionsvereine ohne gewachsene Fanbasis (wie Viktoria, der ganz frühe deutsche Meister) oder schlicht und einfach nur die Nummer 8 ff. in der Stadt (wie der Berliner AK, die Reinickendorfer Füchse bzw. "Füchse Berlin", Hertha Zehlendorf).
Wenn in München die Bayern mehrfach gescheitert wären, 1860 und Wacker konkurs wären, Unterhaching im Sportpark in der 2. Liga spielen würde, dann wäre an dem Standort ja auch nichts los. Es gibt eben nicht beliebig viele logische Erstligisten aus einer Stadt oder Region, sondern nur vielleicht zwei bis sieben. Und wenn die alle den großen Sprung nicht schaffen, dann geht es in Deutschland im Fußball (! - im Gegensatz zu Randsportarten wie Handball oder Basketball) eben nicht, sich ein künstliches Red Bull Berlin zum Identifikationsverein zu erheben. Was allerdings nichts am vorhandenen Potential ändert.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SexiestManAlive am 28.08.2012 um 14:12 Uhr bearbeitet
28.08.2012 - 14:18 Uhr
Dass das Fußballinteresse in Berlin genauso groß wie im Rest der Republik ist, zeigen auch schon die Unmengen an Berliner Bayern, Dortmund und Galatasaray Fans, die das Stadion wohl regelmäßig füllen könnten, wenn ihr Verein dort die Heimspielstätte hätte. So sehr unterscheidet sich Berlin nicht vom Rest der Welt, nur bezieht sich das Interesse eben nicht auf Hertha BSC, aus den von SMA oben angeführten Gründen u.a.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Apemantus am 28.08.2012 um 14:24 Uhr bearbeitet
28.08.2012 - 14:29 Uhr
Zitat von Apemantus:
Dass das Fußballinteresse in Berlin genauso groß wie im Rest der Republik ist, zeigen auch schon die Unmengen an Berliner Bayern, Dortmund und Galatasaray Fans, die das Stadion wohl regelmäßig füllen könnten, wenn ihr Verein dort die Heimspielstätte hätte. So sehr unterscheidet sich Berlin nicht vom Rest der Welt, nur bezieht sich das Interesse eben nicht auf Hertha BSC, aus den von SMA oben angeführten Gründen u.a.
Was ich übrigens für nicht unrealistisch halten würde, wäre die allmähliche Etablierung eines der bestehenden "Traditionsvereine" als gesamtberliner Team für die "Neu-Berliner der zweiten Generation", wenn man so möchte. Ob das nun TeBe, Tasmania, BW90 oder Viktoria ist. Wenn ein Verein dieser Art mal fünf bis zehn Jahre in der zweiten Liga spielt, dann könnte der durchaus Publikum ziehen, sobald dann der Sprung nach oben gelingt.
Dass das Fußballinteresse in Berlin genauso groß wie im Rest der Republik ist, zeigen auch schon die Unmengen an Berliner Bayern, Dortmund und Galatasaray Fans, die das Stadion wohl regelmäßig füllen könnten, wenn ihr Verein dort die Heimspielstätte hätte. So sehr unterscheidet sich Berlin nicht vom Rest der Welt, nur bezieht sich das Interesse eben nicht auf Hertha BSC, aus den von SMA oben angeführten Gründen u.a.
Was ich übrigens für nicht unrealistisch halten würde, wäre die allmähliche Etablierung eines der bestehenden "Traditionsvereine" als gesamtberliner Team für die "Neu-Berliner der zweiten Generation", wenn man so möchte. Ob das nun TeBe, Tasmania, BW90 oder Viktoria ist. Wenn ein Verein dieser Art mal fünf bis zehn Jahre in der zweiten Liga spielt, dann könnte der durchaus Publikum ziehen, sobald dann der Sprung nach oben gelingt.
28.08.2012 - 14:33 Uhr
Zitat von SexiestManAlive:
Zitat von Apemantus:
Dass das Fußballinteresse in Berlin genauso groß wie im Rest der Republik ist, zeigen auch schon die Unmengen an Berliner Bayern, Dortmund und Galatasaray Fans, die das Stadion wohl regelmäßig füllen könnten, wenn ihr Verein dort die Heimspielstätte hätte. So sehr unterscheidet sich Berlin nicht vom Rest der Welt, nur bezieht sich das Interesse eben nicht auf Hertha BSC, aus den von SMA oben angeführten Gründen u.a.
Was ich übrigens für nicht unrealistisch halten würde, wäre die allmähliche Etablierung eines der bestehenden "Traditionsvereine" als gesamtberliner Team für die "Neu-Berliner der zweiten Generation", wenn man so möchte. Ob das nun TeBe, Tasmania, BW90 oder Viktoria ist. Wenn ein Verein dieser Art mal fünf bis zehn Jahre in der zweiten Liga spielt, dann könnte der durchaus Publikum ziehen, sobald dann der Sprung nach oben gelingt.
Warum denn nicht Union als Berliner Equivalent zu St.Pauli in Hamburg? Gerade St.Pauli dürfte auf Grund des Kultfaktors für Nicht-Hamburger in Hamburg attraktiver sein. Und wenn ich nach Berlin ziehen müsste (Gott bewahre), würde ich denke ich eher zu Union gehen, als zu den andern genannten.
Zitat von Apemantus:
Dass das Fußballinteresse in Berlin genauso groß wie im Rest der Republik ist, zeigen auch schon die Unmengen an Berliner Bayern, Dortmund und Galatasaray Fans, die das Stadion wohl regelmäßig füllen könnten, wenn ihr Verein dort die Heimspielstätte hätte. So sehr unterscheidet sich Berlin nicht vom Rest der Welt, nur bezieht sich das Interesse eben nicht auf Hertha BSC, aus den von SMA oben angeführten Gründen u.a.
Was ich übrigens für nicht unrealistisch halten würde, wäre die allmähliche Etablierung eines der bestehenden "Traditionsvereine" als gesamtberliner Team für die "Neu-Berliner der zweiten Generation", wenn man so möchte. Ob das nun TeBe, Tasmania, BW90 oder Viktoria ist. Wenn ein Verein dieser Art mal fünf bis zehn Jahre in der zweiten Liga spielt, dann könnte der durchaus Publikum ziehen, sobald dann der Sprung nach oben gelingt.
Warum denn nicht Union als Berliner Equivalent zu St.Pauli in Hamburg? Gerade St.Pauli dürfte auf Grund des Kultfaktors für Nicht-Hamburger in Hamburg attraktiver sein. Und wenn ich nach Berlin ziehen müsste (Gott bewahre), würde ich denke ich eher zu Union gehen, als zu den andern genannten.
28.08.2012 - 14:37 Uhr
Zitat von Milhouse:
Warum denn nicht Union als Berliner Equivalent zu St.Pauli in Hamburg? Gerade St.Pauli dürfte auf Grund des Kultfaktors für Nicht-Hamburger in Hamburg attraktiver sein. Und wenn ich nach Berlin ziehen müsste (Gott bewahre), würde ich denke ich eher zu Union gehen, als zu den andern genannten.
Ja, aber eben als das St. Pauli Berlins. Nicht als "Hauptstadtverein". Union ist, wenn sie ihre Seele nicht verkaufen, im eigenen Wachstum nach oben beschränkt, die kommen aus Köpenick und die werden nicht ins Olympiastadion gehen. Im Prinzip so ähnlich wie die 60er, wenn sie in Giesing geblieben wären. Ein "Großstadtverein TSV 1860" wäre immer ein unechtes Kunstprodukt, und das wäre meiner Meinung nach auch der "Hauptstadtverein Union" oder der "Großstadtverein St. Pauli".
Warum denn nicht Union als Berliner Equivalent zu St.Pauli in Hamburg? Gerade St.Pauli dürfte auf Grund des Kultfaktors für Nicht-Hamburger in Hamburg attraktiver sein. Und wenn ich nach Berlin ziehen müsste (Gott bewahre), würde ich denke ich eher zu Union gehen, als zu den andern genannten.
Ja, aber eben als das St. Pauli Berlins. Nicht als "Hauptstadtverein". Union ist, wenn sie ihre Seele nicht verkaufen, im eigenen Wachstum nach oben beschränkt, die kommen aus Köpenick und die werden nicht ins Olympiastadion gehen. Im Prinzip so ähnlich wie die 60er, wenn sie in Giesing geblieben wären. Ein "Großstadtverein TSV 1860" wäre immer ein unechtes Kunstprodukt, und das wäre meiner Meinung nach auch der "Hauptstadtverein Union" oder der "Großstadtverein St. Pauli".
28.08.2012 - 14:37 Uhr
Zitat von AllanSimonsen:
Schaut man sich mal in den Ligen der Welt um, fällt auf, dass meistens ein oder mehrere Hauptstadtklubs zu den Besten des Landes gehören.
Dies hat natürlich urbane Gründe, eine Hauptstadt ist ja nun oft bis meist der kulturelle Mittelpunkt, ein Schmelztiegel und die vorherrschende Stadt im Lande, sei es in Kultur, Investions- oder Bevölkerungsaspekten.
England hat Arsenal und Chelsea, Dänemark Kopenhagen,Spanien Real Madrid und Atletico, die Niederlande Ajax, Österreich Rapid und Austria,in der Schweiz Zürich, Polen Legia und Wisla, sowie Polonia. In Frankreich spielten der Racing Club Paris und PSG oft eine große Rolle. In Italien Lazio und AS Rom sowieso.
Im ehemaligen Ostblock sind die Hauptstadtvereine sowieso meist der beste Klub. Z.B. Aserbaidschan, Albanien,Bosnien-Herzegowina, Serbien, Mazedonien,
Auch in Übersee in beispielsweise Buenos Aires ist die Hauptstadt das Mass der Dinge.
Nun fällt folgendes auf.
In Deutschland (natürlich auch in einigen anderen Ländern) gehört der oder die Hauptstadtklubs weder zu den Abonnementmeistern noch zur Creme de la Creme.
Hertha dümpelt seit den 30ger Meisterschaften und dem zweiten Platz 1975 vor sich herum, mittlerweile auch mal 2.klassig, Union war lange abgetaucht, Türkiyemspor Berlin kennt kaum ein Mensch, und das Experiment mit Tasmania ist bekanntermaßen gescheitert.
Die Frage ist also, was ist hier so anders?
am eröffnungspost fällt noch folgendes auf (schon jetzt sorry für den klugstuhlgang): zürich ist nicht die hauptstadt der schweiz, wisla ist aus krakau und nicht aus warschau.
Schaut man sich mal in den Ligen der Welt um, fällt auf, dass meistens ein oder mehrere Hauptstadtklubs zu den Besten des Landes gehören.
Dies hat natürlich urbane Gründe, eine Hauptstadt ist ja nun oft bis meist der kulturelle Mittelpunkt, ein Schmelztiegel und die vorherrschende Stadt im Lande, sei es in Kultur, Investions- oder Bevölkerungsaspekten.
England hat Arsenal und Chelsea, Dänemark Kopenhagen,Spanien Real Madrid und Atletico, die Niederlande Ajax, Österreich Rapid und Austria,in der Schweiz Zürich, Polen Legia und Wisla, sowie Polonia. In Frankreich spielten der Racing Club Paris und PSG oft eine große Rolle. In Italien Lazio und AS Rom sowieso.
Im ehemaligen Ostblock sind die Hauptstadtvereine sowieso meist der beste Klub. Z.B. Aserbaidschan, Albanien,Bosnien-Herzegowina, Serbien, Mazedonien,
Auch in Übersee in beispielsweise Buenos Aires ist die Hauptstadt das Mass der Dinge.
Nun fällt folgendes auf.
In Deutschland (natürlich auch in einigen anderen Ländern) gehört der oder die Hauptstadtklubs weder zu den Abonnementmeistern noch zur Creme de la Creme.
Hertha dümpelt seit den 30ger Meisterschaften und dem zweiten Platz 1975 vor sich herum, mittlerweile auch mal 2.klassig, Union war lange abgetaucht, Türkiyemspor Berlin kennt kaum ein Mensch, und das Experiment mit Tasmania ist bekanntermaßen gescheitert.
Die Frage ist also, was ist hier so anders?
am eröffnungspost fällt noch folgendes auf (schon jetzt sorry für den klugstuhlgang): zürich ist nicht die hauptstadt der schweiz, wisla ist aus krakau und nicht aus warschau.
28.08.2012 - 14:47 Uhr
Ich glaube allerdings, daß Du die "Migrationsbewegungen" zu den Füchsen oder Eisbären falsch einschätzt. Da sind doch in den letzten fünf Jahren keine Leute vom Fußball abgewandert und haben sich dem Handball oder Eishockey zugewandt, sondern die werden ihren Heimatverein haben, den sie unterstützen. Nur ist das eben nicht die Hertha.
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