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Michael Frontzeck
Geburtsdatum 26.03.1964
Alter 62
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Co-Trainer
Akt. Verein Vereinslos

Michael Frontzeck [Ex-Trainer]

01.02.2018 - 12:48 Uhr
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#761
11.10.2018 - 16:25 Uhr
Zitat von weissherbstschorle
Zitat von pasi11

Ich nehme nur mal das Spiel gegen Lotte. Da war es nämlich klar Frontzeck Schuld, das auf einmal nach 85. Minuten (übrigens bei einer 2-Tore-Führung) lange Bälle in den Strafraum kamen. Denn mit dem Wechsel Hainault für Bergmann hat man das bis dahin perfekt funktionierende Pressing ohne Grund aufgegeben um einen IV zu bringen, der dann hinten die durch den Wechsel erst möglich gewordenen langen Bälle abwehren sollte.


Du weißt schon wer das 85 Minuten perfekt funktionierende Pressing angeordnet hat, oder nicht? rolleyes

Davon abgesehen, mit Pressing versucht man normalerweise, den Gegner am geordneten Spielaufbau zu stören, was in der Regel zu Fehlpässen und gerade auch zu langen, hohen Bällen führt.

Lotte hat am Schluß ausschliesslich noch mit hohen Bälle operiert, da brauchst Du auch nicht mehr pressen. Der Wechsel hat demnach sogar Sinn gemacht, einen frischen, kopfballstarken Spieler für einen, der sich 85 Minuten lang das Herzbändel rausgerannt hat und einfach platt war. Hätte Lotte danach das Mittelfeld mit Ballstafetten überbrückt, könnte ich die Kritik nachvollziehen, aber so augen-zuhalten


1. Ich habe Frontzeck nicht für das Spiel kritisiert, ihn sogar damals dafür gelobt. Ich verstehe eben nur nicht, wie das, was 85. Minuten gegen Lotte nahezu perfekt geklappt hat (die kamen kaum in unsere Hälfte), dann ändert.

2. Es ist ein großer Unterschied, ob ich die Abwehr unter Druck setze und somit die langen Bälle von der IV aus der eigenen Hälfte kommen, wo dann nur 2-3 Gegner vorne sind, oder ob man sich zurückzieht und die Gegner aus 16-25 Metern vorm Tor über die Außen Flanken lässt, wo dann auf einmal alle aufgerückt sind und dann 5-6 Gegner im 16er stehen.

3. Ich hätte Bergmann ebenfalls rausgeholt, da er (verständlicherweise) ko war. Allerdings hätte ich ihn 1:1 ersetzt mit Biada oder einem anderen.
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#762
11.10.2018 - 16:34 Uhr
Zitat von pulder

Pasi

So einfach ist es nun doch nicht. Einfach die Mannschaft stark reden und die Gegner fallen vor lauter
Ehrfurcht vor dem FCK um.

Inzwischen weiß ja nun jeder Trainer und sportlich Verantwortliche unserer Gegner, dass wir in allen
Mannschaftsteilen eklatante Schwächen haben, in der Endphase der Spiele uns die Puste ausgeht
und wir nicht imstande sind gefährlich umzuschalten. Es weiss auch jeder Trainer, dass wir konditionell
nicht in der Lage sind ein intensives Pressing aufzuziehen und sich in den letzten Minuten die Fehler
durch Konzentrationsmängel häufen. Die Mannschaft stark reden macht nur Sinn, wenn die notwendige
Substanz auf dem Platz gegeben ist.

Weissherbstschorle

Wo Du ein 85-minütiges funktionierendes Pressing gegen Lotte gesehen haben willst, ist mir schleier-
haft. Lotte ist, aus welchem Grund auch immer, ziemlich harmlos und ohne Mumm gegen uns aufgetreten und die haben erst in den letzten 5 Minuten gemerkt wie anfällig und nervös wir sind.
Zweimal Pfosten und ein Tor bestätigen das. Wir haben, selbst gegen Lotte bei einem 2:0 zuhause,
nur noch tief gestanden und gebibbert und gebangt; von souveränem Spiel unsererseits waren
wir weit entfernt, obwohl das Spiel ein niedriges Tempo hatte und auch nicht sehr zweikampfintensiv
war.


Das es einfach ist habe ich nicht gesagt, aber ich sehe es als sinnvoller an, die Mannschaft stark zu reden als nach guten Leistungen bereits nach Alibis zu suchen, falls es irgendwann mal nicht klappt.

Haben wir wirklich eklatante Schwächen in allen Mannschaftsteilen? Im Tor ja, aber das hat sich mMn mit Hesl erledigt. Die Abwehr sehe ich als stark an, lediglich Sternberg ist defensiv anfällig. Das ZM ist seit Löhmannsröben auch gut, Bergmann und Biada gehören auch eher zu den besseren. Die Außen sind Mittelmaß, da fehlt der Druck von der Bank. Vorne sind wir gut aufgestellt, wobei ich Thiele nicht als alleinige Spitze sehe (wie Osawe letztes Jahr auch).


Ich sehe uns beim Umschalten mit Thiele, Zuck, Hemlein und Biada sogar zu den stärkeren Teams. Gegen Braunschweig hat man es gesehen, was passiert wenn wir den Platz haben. Dennoch stimme ich auch zu, dass wir aus diesen Szenen noch viel mehr machen müssen. Das ist aber trainierbar. Zum Thema Kondition ist auch trainierbar, hier sollte man aber auch den Fitnesscoach erwähnen und nicht nur Frontzeck in die Verantwortung nehmen. Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass vieles eher Kopfsache als konditionelle Probleme ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Pasi11 am 11.10.2018 um 16:41 Uhr bearbeitet
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#763
11.10.2018 - 21:34 Uhr
Frontzeck is halt Frontzeck.

Er tut das was er am Besten kann.
Mannschaften, die am Boden sind zügig zu einer Einheit formen, ein einfaches Spielsytem überstülpen & stabilisieren. Die weitere Entwicklung blieb auf allen seinen anderen Stationen aus und er wurde dann zeitig gegangen.

Das ist sicher auch eine Art von Qualität, ein klassischer Feuerwehrmann quasi.
Er kann dich vorm Abstieg retten und in der nächsten Saison im "grauen Mittelmaß" stabilisieren.

Spätestens seit dem letzten Statement von Bader ist klar, dass Frontzeck fester den je im Sattel sitzt.
Punktetechnisch dürfte er bis zur Winterpause locker "überperformen".
Zuviel um Entlassen zu werden, warscheinlich zuwenig um Aufzusteigen.

Das "Abrücken vom Aufstiegsziel" ist medial längst eingeleitet und spätestens wenn die Winterpause vorbei ist, treten andere existenzielle Themen wie Lizenz Liga 2/Liga 3, externes Kapital in den Vordergrund.

Da ja laut unserem Aufsichtsrat "Angst uns nicht weiterhilft" klammer ich mich bis dahin an den "Strohhalm Hoffnung".
Hoffnung, dass das Matchglück was uns in der Summe einige Punkte gekostet hat, bald in unsere Richtung ausschlägt und wir mit einer "stabilisierten Mannschaft" & dank erstligareifen Spielanalysen und -vorbereitung die Liga im Sturm erobern.

Wozu einseitig positives Matchglück führen kann, hat Korkut mit Stuttgart letzte Saison bewiesen.

Den hey, mit den verlorenen Punkten aus der Nachspielzeit abzüglich dem Glück gg 60 nicht in Rückstand zu geraten, fehlen uns 4-5 Punkte .
Auch ohne das fehlende Matchglück performt Frontzeck mit 1,27 gegen über seinen vorherigen Stationen über.

In Hannover brauchte es einen "Sturm auf die Bastille" - einen Fanaufstand & Busbelagerungen, damit das Kapitel "Frontzeck" beendet wurde.
Bader ist bei uns in einer weit stärkeren Position.
Insofern sollte sich keiner den Illusionen hingeben, dass wir in der Saison einen neuen Trainer erleben.

Die Entscheidung für eine Aufstiegssaison einen "klassischen Feuerwehrmann" ins Rennen zu schicken, haben andere getroffen - unmittelbar der Vorstand, mittelbar der Aufsichtsrat.

Dafür kann Frontzeck nichts.

Egal wies kommt, ob erwarteter sichere Mittelfeldplatz oder doch noch "Wunder Aufstieg" eine Verlängerung sollte man sich sparen.

Den bei einen Aufstieg wird sich die Frontzecksche Performance auch wieder einpendeln wollen.

Viel Glück MF.
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#764
11.10.2018 - 23:19 Uhr
Zitat von BenMic

Du kritisierst die Weiterentwicklung über 90 Minuten "rein auf das Ergebnis gemünzt". Nun, einfache Antwort: nach einer Serie von Unentschieden haben wir zwei Mal gewonnen und dann unglücklich gegen den Tabellenführer verloren ...


Wir haben zwei Mal gewonnen, das stimmt. Aber gegen wen? Gegen den Letzten, der kopflos war und gegen eine Mannschaft, die sich 85 Minuten vor Angst in die Hosen gesch... hatte. Als die plötzlich Druck gemacht haben, haben wir innerhalb 5 Minuten fast eine 2:0 Führung hergeschenkt. Das sollte die beiden Siege wohl etwas relativieren ...
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#765
11.10.2018 - 23:38 Uhr
Zitat von weissherbstschorle
Zitat von Newtrial

Ich werfe Frontzeck nicht vor, dass die Spiele in dieser Liga nun mal sehr eng und wir da nicht die Übermannschaft sind. Auch für das Zeit- und Einspielargument habe ich weitaus mehr Verständnis als die meisten hier. Und ich sehe durchaus Fortschritte, die auch klar auf den Trainer zurückgehen. Aber auch gegen Uerdingen wird eine starke halbe Stunde keineswegs reichen! Wir brauchen Antworten auf dem Platz! Antworten für alle Wendungen und Irrungen, die so ein Spiel durch Sonntagsschüsse, Fehlentscheidungen, Platzverweise und was auch immer sonst nehmen kann. Ein Trainer muss diese Antworten parat haben! Wenn diese dann nicht greifen, weil der Gegner was dagegen hat, ist das O.K.! Aber bei Frontzeck sehe ich diese Antworten ganz einfach nicht: Hat der Gegner uns einmal entschlüsselt, sind wir erledigt - nochmalige Wendung des Spielgeschehens ausgeschlossen. Mir ist das auf die Dauer einfach zu wenig. Aber ich hoffe auf den nächsten Schritt nach vorne!


Also zu behaupten "nochmalige Wendung des Spielgeschehens ausgeschlossen", ist einfach falsch!

Wir gerieten in sechs von elf Spielen in Rückstand und nur drei Partien (Osnabrück, Halle und Münster) konnten wir nicht mehr umbiegen, wobei Münster eigentlich ausgeklammert werden müsste. Die anderen drei Spiele (Köln, Jena, Großaspach) wurden alle umgebogen und jeweils zumindest ein Punkt geholt. Und da Dein ganzer Beitrag auf dieser These aufbaut, kann ich die Kritik absolut nicht nachvollziehen. Auch das "ausgecoached" worden zu sein in Osnabrück habe ich anders gesehen, aber das hat @BenMic ja schon passend kommentiert.

Nun, eigentlich geht es mir aber um den Begriff "Übermannschaft", von dem hier viele felsenfest überzeugt sind, und da gebe ich Dir Recht, die haben wir nicht. Die Frage ist, wie man überhaupt zu dieser Annahme kommen kann, bei der doch schon oft vernichtenden Kritik an einzelnen Spielern. "Reicht leider nicht für Dritte Liga" (Pick, Hemlein, Özdemir), "zu langsam" (Dick, Hainault), "total überfordert" (Sievers, Fechner), "lethargisch" (Albaek, Bergmann) oder "Spiel läuft an ihm vorbei" (Zuck, Thiele). Nun, das sind alles Attribute, sofern sie denn überhaupt so stimmen, woran kein Trainer der Welt etwas ändern könnte.

Was ich sehe, ist ein Haufen von guten Fußballern, mit viel Willen und Charakter, was man auch daran sehen kann, dass sie (Halle mal ausgenommen) nie aufgeben haben und wie oben erwähnt, auch Spiele noch drehen konnten. Aber dann erzählt hier einer was von Losermentalität und alle applaudieren. Nur was uns eben fehlt ist ein Ausnahmespieler, der ein Spiel wie in Osnabrück auch mal durch eine Einzelaktion entscheiden kann oder auch unsere Qualität beim Treten von Standards erhöht. Aber den haben wir momentan nicht und daher kann man auch nicht erwarten, die zur Zeit beste Mannschaft der Liga mit erst fünf Gegentoren mal so im Vorbeischlendern "wegzubloose". Da fehlt mir auch die Anerkennung der Leistung des Gegners, Osnabrück war mindestens ebenbürtig und das kann man auch mal, ohne gleich den Trainer in die Pfanne zu hauen, akzeptieren und anerkennen.

Und ich sage es nochmal, mit mehr Ruhe im Umfeld und vielleicht sogar positiver, konstruktiver Kritik, steigt das Selbstvertrauen und dann fangen wir uns auch nicht so blöde Tore in der Nachspielzeit wie gegen Jena und Köln. Spieler wie Löh, Hemlein und Spalvis sind doch brodelnde Vulkane, die den einen oder anderen MItspieler dann mithochziehen, wenn der Funke überspringt. Und wer weiß, vielleicht sind ja Bergmann oder Fechner sogar die Ausnahmespieler, aber das braucht Zeit und Ruhe.

Nur die hier völlig überzogene Kritik am Trainer und auch an den Spielern bewirkt genau das Gegenteil. Nicht das ich annehme, die würden hier mitlesen, aber man spürt das Murren auch im Stadion. Das sind alles keine abgezockten Erstligaprofis, die sind nicht gewohnt, vor solch einer Kulisse zu spielen bzw. der Meute zum Fraß vorgeworfen zu werden. Natürlich sind die dann nervös, gehemmt und lethargisch. Und das völlig ohne Grund bereits seit dem zweiten Spieltag. So, und da erwarte ich einfach auch mal mehr Fingerspitzengefühl von den Fans bzw. Usern hier im Forum. Seit Foda und Runjaic wissen wir doch, dass es nichts bringt, den Trainer zu wechseln, eher das Gegenteil ist richtig.


Michael, bist Du es selbst?

Ja, wir gerieten in sechs von elf Spielen in Rückstand - ist das nicht schon aussagekräftig genug?

Münster ausklammern? Warum? Wurden uns im Nachhinein Punkte gutgeschrieben?

Wir haben keine Übermannschaft, das stimmt. Aber man hat gesehen, dass wenn wir mal richtig Fußball spielen, wir jede Mannschaft auseinandernehmen können. Leider sind diese Momente so rar gesät, dass ich diese eher der individuellen Qualität der einzelnen Spieler zuschreibe als demTraining - dazu müssten diese Momente häufiger auftreten.

Welchen Ausnahmespieler hatte denn Osnabrück? Ein Ausnahmespieler wäre schön, kann aber durch das kollektiv und eine entspr. Taktik ersetzt werden. Und Bergmann tritt i.d.R. hervorragende Standards - nur weiß das keiner zu nutzen.

Wir bekommen also blöde Tore in der Nachspielzeit, weil hier nicht konstruktiv kritisiert wird? Interessante These … Ich würde eher auf konditionelle Mängel tippen, wenn das in dieser Häufigkeit auftritt.

Wir stehen am 11. Spieltag auf Platz 9, möglicherweise 10 – zwei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt, mit einer Mannschaft, die Frontzeck zusammengestellt hat. Mit lediglich drei Siegen – zwei davon gegen die schlechtesten Mannschaften der Liga. Daran soll alles Mögliche schuld sein, nur der Trainer nicht. Verstehe ich nicht.

Die Argumentation, dass seit Foda und Runjaic nichts Besseres nachgekommen ist, halte ich auch für skurril – v. a. die Schlussfolgerung daraus, dass ein Trainerwechsel nichts bringen würde. Doch, würde er, wenn endlich mal eine gescheite Wahl getroffen würde.
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#766
12.10.2018 - 08:01 Uhr
Zitat von Pasi11
Zitat von pulder

Pasi

So einfach ist es nun doch nicht. Einfach die Mannschaft stark reden und die Gegner fallen vor lauter
Ehrfurcht vor dem FCK um.

Inzwischen weiß ja nun jeder Trainer und sportlich Verantwortliche unserer Gegner, dass wir in allen
Mannschaftsteilen eklatante Schwächen haben, in der Endphase der Spiele uns die Puste ausgeht
und wir nicht imstande sind gefährlich umzuschalten. Es weiss auch jeder Trainer, dass wir konditionell
nicht in der Lage sind ein intensives Pressing aufzuziehen und sich in den letzten Minuten die Fehler
durch Konzentrationsmängel häufen. Die Mannschaft stark reden macht nur Sinn, wenn die notwendige
Substanz auf dem Platz gegeben ist.

Weissherbstschorle

Wo Du ein 85-minütiges funktionierendes Pressing gegen Lotte gesehen haben willst, ist mir schleier-
haft. Lotte ist, aus welchem Grund auch immer, ziemlich harmlos und ohne Mumm gegen uns aufgetreten und die haben erst in den letzten 5 Minuten gemerkt wie anfällig und nervös wir sind.
Zweimal Pfosten und ein Tor bestätigen das. Wir haben, selbst gegen Lotte bei einem 2:0 zuhause,
nur noch tief gestanden und gebibbert und gebangt; von souveränem Spiel unsererseits waren
wir weit entfernt, obwohl das Spiel ein niedriges Tempo hatte und auch nicht sehr zweikampfintensiv
war.


Das es einfach ist habe ich nicht gesagt, aber ich sehe es als sinnvoller an, die Mannschaft stark zu reden als nach guten Leistungen bereits nach Alibis zu suchen, falls es irgendwann mal nicht klappt.

Haben wir wirklich eklatante Schwächen in allen Mannschaftsteilen? Im Tor ja, aber das hat sich mMn mit Hesl erledigt. Die Abwehr sehe ich als stark an, lediglich Sternberg ist defensiv anfällig. Das ZM ist seit Löhmannsröben auch gut, Bergmann und Biada gehören auch eher zu den besseren. Die Außen sind Mittelmaß, da fehlt der Druck von der Bank. Vorne sind wir gut aufgestellt, wobei ich Thiele nicht als alleinige Spitze sehe (wie Osawe letztes Jahr auch).


Ich sehe uns beim Umschalten mit Thiele, Zuck, Hemlein und Biada sogar zu den stärkeren Teams. Gegen Braunschweig hat man es gesehen, was passiert wenn wir den Platz haben. Dennoch stimme ich auch zu, dass wir aus diesen Szenen noch viel mehr machen müssen. Das ist aber trainierbar. Zum Thema Kondition ist auch trainierbar, hier sollte man aber auch den Fitnesscoach erwähnen und nicht nur Frontzeck in die Verantwortung nehmen. Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass vieles eher Kopfsache als konditionelle Probleme ist.


Wir haben völlig unterschiedliche Auffassungen in der Bewertung der Leistungsstärke unserer
Mannschaft. Du siehst unsere Mannschaft nach Deiner Bewertung unter den ersten 3 der Tabelle;
ich sehe unsere Mannschaft in der derzeitigen Verfassung unter den letzten 5 der 3. Ligatabelle.
Du bist der Meinung, dass wir in der Umschaltbewegung zu den stärkeren Teams gehören, ich bin
der Meinung, dass wir in der Umschaltbewegung die schlechteste Mannschaft der Liga sind. Egal
wo, wenn es schnell wird, wenn Kondition und Laufstärke gefragt wird, wir sind in Unterzahl und
kassieren Tore, bzw. wir kommen nicht zum Abschluss.

Wenn Thiele, Zuck, Hemlein und Biada starke Umschaltspieler sind, dann habe ich keine Ahnung
vom Fußball. Das gebe ich zu.

Was richtig ist in Deiner Analyse ist, dass Kondition trainierbar ist. Wir sollten damit anfangen.
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#767
12.10.2018 - 08:44 Uhr
Ein ganz wichtiger Punkt in deiner Analyse hast du falsch aufgefasst: ich sehe unsere Mannschaft vom Potenzial her unter den ersten 3 der Liga; aber nicht in der derzeitigen Verfassung. Derzeit ruft sie das vorhandene Potenzial nämlich nicht mal ansatzweise ab.

Von den Umschaltspielern kann man ja unterschiedlicher Auffassung sein, aber insbesondere Thiele sehe ich in Kombination mit Zuck als Top-Umschaltspieler.
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#768
12.10.2018 - 09:14 Uhr
Zitat von Pasi11
Von den Umschaltspielern kann man ja unterschiedlicher Auffassung sein, aber insbesondere Thiele sehe ich in Kombination mit Zuck als Top-Umschaltspieler.


Ich bin da auch bei dir, Biada oder Albeak als Absender, Hemlein oder Thiele als Empfänger - ich sehe uns da auch gut aufgestellt. Und das hat man ja auch eindrucksvoll in den Vorbereitungsspielen gesehen, dass das die Idee ist - schnelle (diagonale) Bälle in die nahtstelle, welche o.g. Empfänger reinstarten. Hat eigentlich gut geklappt und die Idee finde ich gut.

•     •     •

Bellinghausen trieb den Ball auf der linken Seite nach vorne und flankte. McKenna missglückte der Abwehrschlag, der Ball prallte Simpson vor die Füße, der aus elf Metern ins linke untere Eck einschoss (70.).
--------------
"Die Security filzt jedesmal meinen Jutebeutel, aber sie finden nur feinste Demeter-Qualität." __Verkehrtfunk
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#769
12.10.2018 - 09:41 Uhr
Zitat von Pasi11
Ein ganz wichtiger Punkt in deiner Analyse hast du falsch aufgefasst: ich sehe unsere Mannschaft vom Potenzial her unter den ersten 3 der Liga; aber nicht in der derzeitigen Verfassung. Derzeit ruft sie das vorhandene Potenzial nämlich nicht mal ansatzweise ab.

Von den Umschaltspielern kann man ja unterschiedlicher Auffassung sein, aber insbesondere Thiele sehe ich in Kombination mit Zuck als Top-Umschaltspieler.


Sicherlich ruft die Mannschaft derzeit ihr Potential, Frage wie hoch ist das latente Potential, nicht ab.
Warum ruft sie es nicht ab und wer ist dafür verantwortlich, dass sie es nicht abruft ?

Diese Frage ist leicht zu beantworten und die Antwort wohl unstrittig. Doch wohl der Trainer.

Zum mangelhaften Umschaltspiel. Unser Umschaltspiel ist aus 2 wesentlichen Gründen miserabel:

Das Umschaltspiel muss, wenn es erfolgreich sein soll, schnell, möglichst im Erstkontakt, genau und vertikal gespielt werden. Im Abschlussbereich braucht man dazu antrittsschnelle Spieler.

Unser offensives Umschaltspiel hat im Mittelfeld zu viel Stationen, die Abspiele kommen zu spät
und sind vor allen Dingen viel zu ungenau; im Mittelfeld ist eine Passfolge von 2 Stationen für uns
schon gut, 3 Stationen schaffen wir fast nie aus einem erfolgsversprechenden Tempo heraus.
Zuck und Hemlein sind eigentlich nie in den erforderlichen vorderen Räumen, um vorzubereiten,
weil läuferisch aus welchem Grund auch immer, nicht präsent, Biada ist vom Typ her kein geeigneter
Umschaltspieler, seine Stärke ist nicht der Antritt und das Laufvermögen, sondern die Technik und
Thiele hat bewiesen, dass er über Außen die Schnelligkeit besitzt, aber sie im Zentrum, wo sie
am wirkungsvollsten ist, noch nicht gezeigt oder noch nicht zeigen können mangels Anspielen.
Individuell ist es für mich nicht erklärbar warum er, wenn er Raum hat auf Außen so stark ist und er in
der Mitte mit dem Rücken zum gegnerischen Tor so viel Probleme hat seine Stärke einzubringen.

Beim defensiven Umschaltspiel ist das Wichtigste, dass man mit möglichst vielen Leuten hinter den
Ball kommt. Funktioniert überhaupt nicht bei uns. Wenn wir hoch stehen, schaffen wir es aus
läuferischen Gründen nicht Überzahl zu schaffen und den Gegner zu stellen. Insofern waren auch
beide Tore von Osnabrück einfach schlecht verteidigt und eine logische Folge besseren Spiels des
Gegners.

Dies ist alles trainierbar und verbesserbar, wenn die Qualität in der Mannschaft vorhanden ist.
Hält man also die Qualität für vorhanden, ist wer für den Erfolg, bzw. Mißerfolg, verantwortlich ?

Der Trainer oder der Platzwart ?
Michael Frontzeck [Ex-Trainer] |#770
12.10.2018 - 10:17 Uhr
Zitat von Old_Icebear
Die Argumentation, dass seit Foda und Runjaic nichts Besseres nachgekommen ist, halte ich auch für skurril – v. a. die Schlussfolgerung daraus, dass ein Trainerwechsel nichts bringen würde.


Ahja? Na dann nicht so schüchtern, wer war denn Dein Herzblatt? Welcher Trainer hat denn danach noch was gerissen und welcher hat denn soviel bessere Arbeit als Frontzeck abgeliefert? Gerne auch wieder mit so unaufgeregter Begründung im Bastistyle. tongue
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