Trainerkarussell 4.0 [2019]
14.03.2019 - 19:04 Uhr
25.03.2019 - 15:22 Uhr
Zitat von FeindbildGnu
Die Abneigung bzw. Arroganz gegenüber bestimmten Trainern hier finde ich menschlich ziemlich abstoßend.
Bruno Labbadia hat bei den meisten seiner Vereine eine sehr gute Arbeit geleistet. Ablesbar auch am mehr oder weniger starken Misserfolg, den seine Nachfolger durchleben mussten. Dass er nicht bei jeder Station überwältigenden Erfolg hatte, ist im Trainerberuf ganz normal. Oftmals hat er bei Vereinen die Erwartungen sogar übererfüllt und ist genau daran dann später gescheitert, da sowohl Verantwortliche als auch Umfeld davon ausgegangen sind, dass es nur ein weiteres Aufwärts geben kann. Oft mit bösem Erwachen im Nachhinein. Soweit ich mich erinnere hat Bruno Labbadia in einer sportlich schwierigen Phase auch niemals die Geduld erfahren dürfen, wie sie beispielsweise ein Domenico Tedesco hier bekommen hat.
Die ganzen Trend-Trainer, die hier regelmäßig wie die Säue durchs Dorf getrieben werden, waren zumeist auch "nur" bei 1-2 Vereinen aus dem mittleren bis unteren Segment erfolgreich, versprühen aber aufgrund von Jugend und Eloquenz ein gewisses Sexappeal.
Wir haben hier momentan keinem Trainer traumhafte Verhältnisse anzubieten, nehmen aber an, dass die Wunschtrainer auf den Anruf von Schalke warten. Gleichzeitig werden Trainer vorab "verbrannt", die vllt. zu Schalke passen würden. Wenn man die Kommentare hier ließt und das grob auf die Anhängerschaft im Allgemeinen projiziert, dann würde einem Bruno Labbadia doch wieder die gleiche Situation drohen: selbst bei großem Erfolg am Anfang, würden nach den ersten (natürlichen) Misserfolgen gleich wieder die Kritiker hochkommen und der Druck extrem werden.
Stattdessen wollen viele wieder einen der "Trainer der Stunde". Nach Breitenreiter, Weinzierl und Tedesco wäre das dann der Vierte in Folge. Mal gucken, wie lange der sich dann halten kann bis der Lack ab ist.
Die Abneigung bzw. Arroganz gegenüber bestimmten Trainern hier finde ich menschlich ziemlich abstoßend.
Bruno Labbadia hat bei den meisten seiner Vereine eine sehr gute Arbeit geleistet. Ablesbar auch am mehr oder weniger starken Misserfolg, den seine Nachfolger durchleben mussten. Dass er nicht bei jeder Station überwältigenden Erfolg hatte, ist im Trainerberuf ganz normal. Oftmals hat er bei Vereinen die Erwartungen sogar übererfüllt und ist genau daran dann später gescheitert, da sowohl Verantwortliche als auch Umfeld davon ausgegangen sind, dass es nur ein weiteres Aufwärts geben kann. Oft mit bösem Erwachen im Nachhinein. Soweit ich mich erinnere hat Bruno Labbadia in einer sportlich schwierigen Phase auch niemals die Geduld erfahren dürfen, wie sie beispielsweise ein Domenico Tedesco hier bekommen hat.
Die ganzen Trend-Trainer, die hier regelmäßig wie die Säue durchs Dorf getrieben werden, waren zumeist auch "nur" bei 1-2 Vereinen aus dem mittleren bis unteren Segment erfolgreich, versprühen aber aufgrund von Jugend und Eloquenz ein gewisses Sexappeal.
Wir haben hier momentan keinem Trainer traumhafte Verhältnisse anzubieten, nehmen aber an, dass die Wunschtrainer auf den Anruf von Schalke warten. Gleichzeitig werden Trainer vorab "verbrannt", die vllt. zu Schalke passen würden. Wenn man die Kommentare hier ließt und das grob auf die Anhängerschaft im Allgemeinen projiziert, dann würde einem Bruno Labbadia doch wieder die gleiche Situation drohen: selbst bei großem Erfolg am Anfang, würden nach den ersten (natürlichen) Misserfolgen gleich wieder die Kritiker hochkommen und der Druck extrem werden.
Stattdessen wollen viele wieder einen der "Trainer der Stunde". Nach Breitenreiter, Weinzierl und Tedesco wäre das dann der Vierte in Folge. Mal gucken, wie lange der sich dann halten kann bis der Lack ab ist.
Trainer der Stunde?
Du wusstest also, wer Tedesco war, bevor er bei uns aufgeschlagen ist? Niemand hatte den bei uns oder sonst wo auf dem Zettel, du bezeichnest ihn aber als Trainer der Stunde...
Weinzierl war dazu eine Saison vor seinem Wechsel zu uns der Trainer der Stunde, wenn man diese doch sehr dumme Umschreibung nutzen will, aber sicher nicht, nachdem er mit Augsburg 11. geworden ist.
Und Breitenreiter
Ja, er hat mit Paderborn ansprechende Leistungen gebracht, dennoch sind die sang- und klanglos abgestiegen... ihn da als Trainer der Stunde zu bezeichnen, auch sehr weit hergeholt.
25.03.2019 - 16:19 Uhr
Zitat von FeindbildGnu
Die Abneigung bzw. Arroganz gegenüber bestimmten Trainern hier finde ich menschlich ziemlich abstoßend.
Bruno Labbadia hat bei den meisten seiner Vereine eine sehr gute Arbeit geleistet. Ablesbar auch am mehr oder weniger starken Misserfolg, den seine Nachfolger durchleben mussten. Dass er nicht bei jeder Station überwältigenden Erfolg hatte, ist im Trainerberuf ganz normal. Oftmals hat er bei Vereinen die Erwartungen sogar übererfüllt und ist genau daran dann später gescheitert, da sowohl Verantwortliche als auch Umfeld davon ausgegangen sind, dass es nur ein weiteres Aufwärts geben kann. Oft mit bösem Erwachen im Nachhinein. Soweit ich mich erinnere hat Bruno Labbadia in einer sportlich schwierigen Phase auch niemals die Geduld erfahren dürfen, wie sie beispielsweise ein Domenico Tedesco hier bekommen hat.
Die ganzen Trend-Trainer, die hier regelmäßig wie die Säue durchs Dorf getrieben werden, waren zumeist auch "nur" bei 1-2 Vereinen aus dem mittleren bis unteren Segment erfolgreich, versprühen aber aufgrund von Jugend und Eloquenz ein gewisses Sexappeal.
Wir haben hier momentan keinem Trainer traumhafte Verhältnisse anzubieten, nehmen aber an, dass die Wunschtrainer auf den Anruf von Schalke warten. Gleichzeitig werden Trainer vorab "verbrannt", die vllt. zu Schalke passen würden. Wenn man die Kommentare hier ließt und das grob auf die Anhängerschaft im Allgemeinen projiziert, dann würde einem Bruno Labbadia doch wieder die gleiche Situation drohen: selbst bei großem Erfolg am Anfang, würden nach den ersten (natürlichen) Misserfolgen gleich wieder die Kritiker hochkommen und der Druck extrem werden.
Stattdessen wollen viele wieder einen der "Trainer der Stunde". Nach Breitenreiter, Weinzierl und Tedesco wäre das dann der Vierte in Folge. Mal gucken, wie lange der sich dann halten kann bis der Lack ab ist.
Die Abneigung bzw. Arroganz gegenüber bestimmten Trainern hier finde ich menschlich ziemlich abstoßend.
Bruno Labbadia hat bei den meisten seiner Vereine eine sehr gute Arbeit geleistet. Ablesbar auch am mehr oder weniger starken Misserfolg, den seine Nachfolger durchleben mussten. Dass er nicht bei jeder Station überwältigenden Erfolg hatte, ist im Trainerberuf ganz normal. Oftmals hat er bei Vereinen die Erwartungen sogar übererfüllt und ist genau daran dann später gescheitert, da sowohl Verantwortliche als auch Umfeld davon ausgegangen sind, dass es nur ein weiteres Aufwärts geben kann. Oft mit bösem Erwachen im Nachhinein. Soweit ich mich erinnere hat Bruno Labbadia in einer sportlich schwierigen Phase auch niemals die Geduld erfahren dürfen, wie sie beispielsweise ein Domenico Tedesco hier bekommen hat.
Die ganzen Trend-Trainer, die hier regelmäßig wie die Säue durchs Dorf getrieben werden, waren zumeist auch "nur" bei 1-2 Vereinen aus dem mittleren bis unteren Segment erfolgreich, versprühen aber aufgrund von Jugend und Eloquenz ein gewisses Sexappeal.
Wir haben hier momentan keinem Trainer traumhafte Verhältnisse anzubieten, nehmen aber an, dass die Wunschtrainer auf den Anruf von Schalke warten. Gleichzeitig werden Trainer vorab "verbrannt", die vllt. zu Schalke passen würden. Wenn man die Kommentare hier ließt und das grob auf die Anhängerschaft im Allgemeinen projiziert, dann würde einem Bruno Labbadia doch wieder die gleiche Situation drohen: selbst bei großem Erfolg am Anfang, würden nach den ersten (natürlichen) Misserfolgen gleich wieder die Kritiker hochkommen und der Druck extrem werden.
Stattdessen wollen viele wieder einen der "Trainer der Stunde". Nach Breitenreiter, Weinzierl und Tedesco wäre das dann der Vierte in Folge. Mal gucken, wie lange der sich dann halten kann bis der Lack ab ist.
Was ist das denn für eine Argumentation? Weil Trainer nach Labbadia nichts hinbekommen haben, ist er gut?
Labbadia hat in seiner ganzen Karriere nie länger als ein Jahr "erfolgreich" gearbeitet und seine Erfolge fußen in den letzten Jahren zum Großteil darauf Vereine, die sich in den Top 10 sehen zum Klassenerhalt zu bringen. Wolfsburg hat er übrigens letztes Jahr auf Platz 14 übernommen. Sein Erfolg beruhte letztendlich drauf, dass Kiel zu blöd war 6 100%tige Chancen zu verwerten.
Labbadia ist kein guter Trainer, dafür gibt es jahrelange Beweise. Der hat seine erste ganze gute Saison überhaupt. Labbadia ist im Prinzip genau der Trainer der Stunde. Ein Feuerwehrmann, der seine eine gute Saison jetzt hat. Es wäre ein absurdes Armutszeugnis den einzustellen.
Labbadias Erfolgsprofil ist im Prinzip auf dem Level von Peter Neururer. Der hat mit Bochum auch mal Europa erreicht.
Das ist nicht respektlos. Das ist nun mal so.
Lieber einen Trend-Trainer als einen Trainer, von dem ich weiß, dass ich in einem Jahr wieder suchen muss.
25.03.2019 - 16:41 Uhr
Zitat von FeindbildGnu
Die Abneigung bzw. Arroganz gegenüber bestimmten Trainern hier finde ich menschlich ziemlich abstoßend.
Bruno Labbadia hat bei den meisten seiner Vereine eine sehr gute Arbeit geleistet. Ablesbar auch am mehr oder weniger starken Misserfolg, den seine Nachfolger durchleben mussten. Dass er nicht bei jeder Station überwältigenden Erfolg hatte, ist im Trainerberuf ganz normal. Oftmals hat er bei Vereinen die Erwartungen sogar übererfüllt und ist genau daran dann später gescheitert, da sowohl Verantwortliche als auch Umfeld davon ausgegangen sind, dass es nur ein weiteres Aufwärts geben kann. Oft mit bösem Erwachen im Nachhinein. Soweit ich mich erinnere hat Bruno Labbadia in einer sportlich schwierigen Phase auch niemals die Geduld erfahren dürfen, wie sie beispielsweise ein Domenico Tedesco hier bekommen hat.
Die ganzen Trend-Trainer, die hier regelmäßig wie die Säue durchs Dorf getrieben werden, waren zumeist auch "nur" bei 1-2 Vereinen aus dem mittleren bis unteren Segment erfolgreich, versprühen aber aufgrund von Jugend und Eloquenz ein gewisses Sexappeal.
Wir haben hier momentan keinem Trainer traumhafte Verhältnisse anzubieten, nehmen aber an, dass die Wunschtrainer auf den Anruf von Schalke warten. Gleichzeitig werden Trainer vorab "verbrannt", die vllt. zu Schalke passen würden. Wenn man die Kommentare hier ließt und das grob auf die Anhängerschaft im Allgemeinen projiziert, dann würde einem Bruno Labbadia doch wieder die gleiche Situation drohen: selbst bei großem Erfolg am Anfang, würden nach den ersten (natürlichen) Misserfolgen gleich wieder die Kritiker hochkommen und der Druck extrem werden.
Stattdessen wollen viele wieder einen der "Trainer der Stunde". Nach Breitenreiter, Weinzierl und Tedesco wäre das dann der Vierte in Folge. Mal gucken, wie lange der sich dann halten kann bis der Lack ab ist.
Die Abneigung bzw. Arroganz gegenüber bestimmten Trainern hier finde ich menschlich ziemlich abstoßend.
Bruno Labbadia hat bei den meisten seiner Vereine eine sehr gute Arbeit geleistet. Ablesbar auch am mehr oder weniger starken Misserfolg, den seine Nachfolger durchleben mussten. Dass er nicht bei jeder Station überwältigenden Erfolg hatte, ist im Trainerberuf ganz normal. Oftmals hat er bei Vereinen die Erwartungen sogar übererfüllt und ist genau daran dann später gescheitert, da sowohl Verantwortliche als auch Umfeld davon ausgegangen sind, dass es nur ein weiteres Aufwärts geben kann. Oft mit bösem Erwachen im Nachhinein. Soweit ich mich erinnere hat Bruno Labbadia in einer sportlich schwierigen Phase auch niemals die Geduld erfahren dürfen, wie sie beispielsweise ein Domenico Tedesco hier bekommen hat.
Die ganzen Trend-Trainer, die hier regelmäßig wie die Säue durchs Dorf getrieben werden, waren zumeist auch "nur" bei 1-2 Vereinen aus dem mittleren bis unteren Segment erfolgreich, versprühen aber aufgrund von Jugend und Eloquenz ein gewisses Sexappeal.
Wir haben hier momentan keinem Trainer traumhafte Verhältnisse anzubieten, nehmen aber an, dass die Wunschtrainer auf den Anruf von Schalke warten. Gleichzeitig werden Trainer vorab "verbrannt", die vllt. zu Schalke passen würden. Wenn man die Kommentare hier ließt und das grob auf die Anhängerschaft im Allgemeinen projiziert, dann würde einem Bruno Labbadia doch wieder die gleiche Situation drohen: selbst bei großem Erfolg am Anfang, würden nach den ersten (natürlichen) Misserfolgen gleich wieder die Kritiker hochkommen und der Druck extrem werden.
Stattdessen wollen viele wieder einen der "Trainer der Stunde". Nach Breitenreiter, Weinzierl und Tedesco wäre das dann der Vierte in Folge. Mal gucken, wie lange der sich dann halten kann bis der Lack ab ist.
Persönliche Verunglimpfungen und Urteile unterhalb der Gürtellinie die menschlich abstoßend waren konnte man in den letzten Monaten einige über Tedesco in unserem Forum lesen. Da hätte es genug Möglichkeiten gegeben auf Fehlentwicklungen hinzuweisen. Zu Labbadia habe ich nichts Ähnliches hier lesen können. Das man Labbadia persönlich nicht mag oder für ungeeignet hält, das ist nichts ehrenrühriges und muss man in einem Diskussionsthread auch mal dulden ohne die Moralkeule zu schwingen. Jeder kann seine eigene Meinung zu Labbadia haben, ich hab sie auch und hoffe das er eben nicht Trainer bei Schalke wird. Nur entscheide ich das nicht, es entscheidet auch das Forum nicht. Falls es dann doch so kommen sollte müssten eben auch alle damit leben die ihn jetzt nicht favorisieren. Ob Labbadia bei den meisten seiner Vereine gute Arbeit geliefert hat, ist Ansichtssache. Ich teile diese Meinung nicht. Ob Labbadia bei seinen Trainer-Stationen die Erwartungen der Vereins oftmals übererfüllt hat wie Du es schreibst weiß ich nicht, ich würde mir auch diese These nicht zu eigen machen. Ich sehe eigentlich bei seiner jetzigen Trainerstation erstmalig die Situation dass er in der Bundesliga besser abschneiden wird als erwartet oder vorher als Ziel ausgegeben.
Dieser Thread ist letztlich dazu gedacht Vorschläge zu machen wen man künftig als Trainer bei Schalke sehen möchte, am besten wenn das auch noch irgendwie begründet wird. Dann tauchen dann eben viele Vorschläge oder Namen auf, manche sinnvoll, manche weniger sinnvoll. Ich habe hier von Tuchel, über Wenger, Blanc, Zidane, Rose, Wagner, Stöger, Labbadia usw. bis zur Rückkehr von Tedesco im Sommer alles denkbare und unsinnige gelesen. Mancher Vorschlag bringt einen zum Schmunzeln andere lösen dann auch nur Kopfschütteln aus. Aber es ist nicht so dass nur Trend-Trainer gefragt sind und wie "Säue durch Dorf getrieben werden, wobei letzteres unpassend ist, wenn man sich den Hintergrund dieses Threads ins Gedächtnis ruft.
Das hier viele den Trainer "der Stunde" wollen würden ist doch erst mal verständlich, ob das gut sein muss steht auf einem anderen Blatt. Übrigens, Weinzierl und Tedesco waren Überraschungscoups von Heidel, die hatte vorher niemand in diesem Forum gefordert. Bei Weinzierl wiegt diese Entscheidung von Heidel aus meiner Sicht noch schwerer, weil es für mich schon zum Start seiner Arbeit bei uns ein Kardinalfehler war, Breitenreiter stand bei den Fans zum Zeitpunkt seiner Beurlaubung nämlich gar nicht so sehr in der Kritik als das man sofort hätte handeln müssen.
25.03.2019 - 17:50 Uhr
@dreamliner: Zwei Anmerkungen:
1. Labbadia's zweite Amtszeit beim HSV war in meinen Augen schon eine recht erfolgreiche. Er hatte es 2016 mit einem - wenn wir ehrlich sind - erbarmungswürdigen Kader auf Platz 10 der Bundesliga geschafft. Das ist die mit Abstand beste Platzierung in den letzten 6 Jahren seit Thorsten Fink, und die ersten HSV-Fans träumten schon wieder leise von Europa. Es spiegelt so ein bisschen das wieder, was wir derzeit in Wolfsburg sehen: Labbadia ist als Trainer in der Lage, eine Mannschaft kurz- bis mitteablfristig über ihrem eigentlichen Leistungsniveau spielen zu lassen. Wirklich langfristig war das natürlich nicht, aber langfristig arbeiten kannst du in Hamburg ähnlich wie hier halt auch nicht, das kann man aber Labbadia mMn schwer zum Vorwurf machen. Insgesamt war Labbadia dann doch von allen Trainern der letzten 6-7 Jahre sogar am längsten im Amt (in Tagen).
Bin aber trotzdem bei dir, auf Labbadia kann ich auch verzichten. Wichtiger ist deine Meinung in der Causa Weinzierl, die mir doch ein wenig retrospektiv verzerrt erscheint:
2. Dass es unter Umständen ein Fehler von Heidel gewesen sein könnte, Breitenreiter zu entlassen und Weinzierl an dessen Stelle zu setzen, sehe ich ähnlich. Ich bin dennoch geneigt, Heidel diesen Wechsel nicht anzukreiden, denn ein neuer Manager muss, um eine neue Philosophie zu etablieren (was Heidel ja erklärtermaßen wollte und nicht geschafft hat), auch einen Trainer installieren dürfen, dem er diese Philosophie zutraut. Das gilt heute für Jochen Schneider, und das galt zuvor für Heidel. Was ich aber klar anders sehe als du, ist dass Weinzierl hier im Forum von niemandem gefordert worden wäre. Ich habe die konkreten Belege gerade nicht zur Hand, aber wenn ich mich nicht völlig falsch erinnere, stand Weinzierl bereits zu Zeiten der Verpflichtung Andre Breitenreiters für viele als Optimallösung für den Schalker Trainerstuhl fest. Heldt hatte ihn damals nur nicht von Augsburg loseisen können, Heidel ein Jahr später eben schon. Zum konkreten Zeitpunkt der Verpflichtung wurde er zwar nicht gefordert, aber als Nachfolger für di Matteo war er - wenn ich mich recht erinnere - doch in aller Munde!? Ein wirklicher "Überraschungscoup" war er aber definitiv nicht, da es zwar zu dem Zeitpunkt einigermaßen überraschend kam, in der Sache an sich aber von vielen zuvor genauso vorhergesehen und gewünscht wurde.
1. Labbadia's zweite Amtszeit beim HSV war in meinen Augen schon eine recht erfolgreiche. Er hatte es 2016 mit einem - wenn wir ehrlich sind - erbarmungswürdigen Kader auf Platz 10 der Bundesliga geschafft. Das ist die mit Abstand beste Platzierung in den letzten 6 Jahren seit Thorsten Fink, und die ersten HSV-Fans träumten schon wieder leise von Europa. Es spiegelt so ein bisschen das wieder, was wir derzeit in Wolfsburg sehen: Labbadia ist als Trainer in der Lage, eine Mannschaft kurz- bis mitteablfristig über ihrem eigentlichen Leistungsniveau spielen zu lassen. Wirklich langfristig war das natürlich nicht, aber langfristig arbeiten kannst du in Hamburg ähnlich wie hier halt auch nicht, das kann man aber Labbadia mMn schwer zum Vorwurf machen. Insgesamt war Labbadia dann doch von allen Trainern der letzten 6-7 Jahre sogar am längsten im Amt (in Tagen).
Bin aber trotzdem bei dir, auf Labbadia kann ich auch verzichten. Wichtiger ist deine Meinung in der Causa Weinzierl, die mir doch ein wenig retrospektiv verzerrt erscheint:
2. Dass es unter Umständen ein Fehler von Heidel gewesen sein könnte, Breitenreiter zu entlassen und Weinzierl an dessen Stelle zu setzen, sehe ich ähnlich. Ich bin dennoch geneigt, Heidel diesen Wechsel nicht anzukreiden, denn ein neuer Manager muss, um eine neue Philosophie zu etablieren (was Heidel ja erklärtermaßen wollte und nicht geschafft hat), auch einen Trainer installieren dürfen, dem er diese Philosophie zutraut. Das gilt heute für Jochen Schneider, und das galt zuvor für Heidel. Was ich aber klar anders sehe als du, ist dass Weinzierl hier im Forum von niemandem gefordert worden wäre. Ich habe die konkreten Belege gerade nicht zur Hand, aber wenn ich mich nicht völlig falsch erinnere, stand Weinzierl bereits zu Zeiten der Verpflichtung Andre Breitenreiters für viele als Optimallösung für den Schalker Trainerstuhl fest. Heldt hatte ihn damals nur nicht von Augsburg loseisen können, Heidel ein Jahr später eben schon. Zum konkreten Zeitpunkt der Verpflichtung wurde er zwar nicht gefordert, aber als Nachfolger für di Matteo war er - wenn ich mich recht erinnere - doch in aller Munde!? Ein wirklicher "Überraschungscoup" war er aber definitiv nicht, da es zwar zu dem Zeitpunkt einigermaßen überraschend kam, in der Sache an sich aber von vielen zuvor genauso vorhergesehen und gewünscht wurde.
25.03.2019 - 18:30 Uhr
Zitat von zamme26
2. Dass es unter Umständen ein Fehler von Heidel gewesen sein könnte, Breitenreiter zu entlassen und Weinzierl an dessen Stelle zu setzen, sehe ich ähnlich. Ich bin dennoch geneigt, Heidel diesen Wechsel nicht anzukreiden, denn ein neuer Manager muss, um eine neue Philosophie zu etablieren (was Heidel ja erklärtermaßen wollte und nicht geschafft hat), auch einen Trainer installieren dürfen, dem er diese Philosophie zutraut. Das gilt heute für Jochen Schneider, und das galt zuvor für Heidel. Was ich aber klar anders sehe als du, ist dass Weinzierl hier im Forum von niemandem gefordert worden wäre. Ich habe die konkreten Belege gerade nicht zur Hand, aber wenn ich mich nicht völlig falsch erinnere, stand Weinzierl bereits zu Zeiten der Verpflichtung Andre Breitenreiters für viele als Optimallösung für den Schalker Trainerstuhl fest. Heldt hatte ihn damals nur nicht von Augsburg loseisen können, Heidel ein Jahr später eben schon. Zum konkreten Zeitpunkt der Verpflichtung wurde er zwar nicht gefordert, aber als Nachfolger für di Matteo war er - wenn ich mich recht erinnere - doch in aller Munde!? Ein wirklicher "Überraschungscoup" war er aber definitiv nicht, da es zwar zu dem Zeitpunkt einigermaßen überraschend kam, in der Sache an sich aber von vielen zuvor genauso vorhergesehen und gewünscht wurde.
2. Dass es unter Umständen ein Fehler von Heidel gewesen sein könnte, Breitenreiter zu entlassen und Weinzierl an dessen Stelle zu setzen, sehe ich ähnlich. Ich bin dennoch geneigt, Heidel diesen Wechsel nicht anzukreiden, denn ein neuer Manager muss, um eine neue Philosophie zu etablieren (was Heidel ja erklärtermaßen wollte und nicht geschafft hat), auch einen Trainer installieren dürfen, dem er diese Philosophie zutraut. Das gilt heute für Jochen Schneider, und das galt zuvor für Heidel. Was ich aber klar anders sehe als du, ist dass Weinzierl hier im Forum von niemandem gefordert worden wäre. Ich habe die konkreten Belege gerade nicht zur Hand, aber wenn ich mich nicht völlig falsch erinnere, stand Weinzierl bereits zu Zeiten der Verpflichtung Andre Breitenreiters für viele als Optimallösung für den Schalker Trainerstuhl fest. Heldt hatte ihn damals nur nicht von Augsburg loseisen können, Heidel ein Jahr später eben schon. Zum konkreten Zeitpunkt der Verpflichtung wurde er zwar nicht gefordert, aber als Nachfolger für di Matteo war er - wenn ich mich recht erinnere - doch in aller Munde!? Ein wirklicher "Überraschungscoup" war er aber definitiv nicht, da es zwar zu dem Zeitpunkt einigermaßen überraschend kam, in der Sache an sich aber von vielen zuvor genauso vorhergesehen und gewünscht wurde.
Ich würde dir im Großen und Ganzen schon zustimmen. Weinzierl wurde hier von vielen als Wunschlösung genannt, sowohl 2015 als auch 2016.
Und ich sehe es sogar so, dass Heidel als neuer Manager einen Trainerwechsel vollziehen muss, wenn er der Meinung ist, dass der aktuelle Trainer (Breitenreiter) nicht zu seinem Konzept passt. Das heißt nicht, dass Breitenreiter gescheitert ist, heißt auch nicht dass es da Probleme zwischen den beiden gab, aber Heidel wollte auf der Trainerposition einen neuen Impuls, der ihm dabei hilft Schalke nach vorne zu bringen.
Was man denke ich hinterfragen darf, ist inwiefern sich Weinzierl und Breitenreiter unterscheiden, weil ich da vom fußballerischen her und auch von den gezeigten Leistungen bei den anderen Stationen keinen sonderlich großen Unterschied erkennen kann. Ob man jetzt den Aufstieg mit Paderborn oder die EL mit Augsburg höher bewertet mit den jeweiligen Spielweisen, kann jeder für sich selbst entscheiden. Letztendlich sind auch beide jetzt nicht bei den absoluten Spitzenvereinen gelandet.
Aber den Move an sich, als neuer Manager dann den Trainer zu wechseln für einen kompletten Reset, halte ich definitiv für sinnvoll und nicht unangebracht damals, unabhängig vom AB/Weinzierl Vergleich.
Zur Labbadia Debatte: Ich kann mir weiterhin nicht vorstellen, dass sein Name im Verein wird. Er steht quasi dafür, dass die Mannschaft 1-2 Saisons ordentlich performed und man dann wieder einen neuen Trainer suchen muss. Das ist jedoch genau das, was Schneider ja mehrmals betont hat, dass er es nicht will.
Wurde hier schonmal der Name Tim Walter genannt? Hat zwar wohl nicht in S04 Bettwäsche geschlafen als Kind, aber für einen offensiven Spielstil wäre das ein interessanter Mann, auch wenn natürlich unklar ist, ob er einen solchen Schritt wagen will.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Frechinho am 25.03.2019 um 18:34 Uhr bearbeitet
25.03.2019 - 19:16 Uhr
Zitat von zamme26
@dreamliner: Zwei Anmerkungen:
1. Labbadia's zweite Amtszeit beim HSV war in meinen Augen schon eine recht erfolgreiche. Er hatte es 2016 mit einem - wenn wir ehrlich sind - erbarmungswürdigen Kader auf Platz 10 der Bundesliga geschafft. Das ist die mit Abstand beste Platzierung in den letzten 6 Jahren seit Thorsten Fink, und die ersten HSV-Fans träumten schon wieder leise von Europa. Es spiegelt so ein bisschen das wieder, was wir derzeit in Wolfsburg sehen: Labbadia ist als Trainer in der Lage, eine Mannschaft kurz- bis mitteablfristig über ihrem eigentlichen Leistungsniveau spielen zu lassen. Wirklich langfristig war das natürlich nicht, aber langfristig arbeiten kannst du in Hamburg ähnlich wie hier halt auch nicht, das kann man aber Labbadia mMn schwer zum Vorwurf machen. Insgesamt war Labbadia dann doch von allen Trainern der letzten 6-7 Jahre sogar am längsten im Amt (in Tagen).
Bin aber trotzdem bei dir, auf Labbadia kann ich auch verzichten. Wichtiger ist deine Meinung in der Causa Weinzierl, die mir doch ein wenig retrospektiv verzerrt erscheint:
2. Dass es unter Umständen ein Fehler von Heidel gewesen sein könnte, Breitenreiter zu entlassen und Weinzierl an dessen Stelle zu setzen, sehe ich ähnlich. Ich bin dennoch geneigt, Heidel diesen Wechsel nicht anzukreiden, denn ein neuer Manager muss, um eine neue Philosophie zu etablieren (was Heidel ja erklärtermaßen wollte und nicht geschafft hat), auch einen Trainer installieren dürfen, dem er diese Philosophie zutraut. Das gilt heute für Jochen Schneider, und das galt zuvor für Heidel. Was ich aber klar anders sehe als du, ist dass Weinzierl hier im Forum von niemandem gefordert worden wäre. Ich habe die konkreten Belege gerade nicht zur Hand, aber wenn ich mich nicht völlig falsch erinnere, stand Weinzierl bereits zu Zeiten der Verpflichtung Andre Breitenreiters für viele als Optimallösung für den Schalker Trainerstuhl fest. Heldt hatte ihn damals nur nicht von Augsburg loseisen können, Heidel ein Jahr später eben schon. Zum konkreten Zeitpunkt der Verpflichtung wurde er zwar nicht gefordert, aber als Nachfolger für di Matteo war er - wenn ich mich recht erinnere - doch in aller Munde!? Ein wirklicher "Überraschungscoup" war er aber definitiv nicht, da es zwar zu dem Zeitpunkt einigermaßen überraschend kam, in der Sache an sich aber von vielen zuvor genauso vorhergesehen und gewünscht wurde.
@dreamliner: Zwei Anmerkungen:
1. Labbadia's zweite Amtszeit beim HSV war in meinen Augen schon eine recht erfolgreiche. Er hatte es 2016 mit einem - wenn wir ehrlich sind - erbarmungswürdigen Kader auf Platz 10 der Bundesliga geschafft. Das ist die mit Abstand beste Platzierung in den letzten 6 Jahren seit Thorsten Fink, und die ersten HSV-Fans träumten schon wieder leise von Europa. Es spiegelt so ein bisschen das wieder, was wir derzeit in Wolfsburg sehen: Labbadia ist als Trainer in der Lage, eine Mannschaft kurz- bis mitteablfristig über ihrem eigentlichen Leistungsniveau spielen zu lassen. Wirklich langfristig war das natürlich nicht, aber langfristig arbeiten kannst du in Hamburg ähnlich wie hier halt auch nicht, das kann man aber Labbadia mMn schwer zum Vorwurf machen. Insgesamt war Labbadia dann doch von allen Trainern der letzten 6-7 Jahre sogar am längsten im Amt (in Tagen).
Bin aber trotzdem bei dir, auf Labbadia kann ich auch verzichten. Wichtiger ist deine Meinung in der Causa Weinzierl, die mir doch ein wenig retrospektiv verzerrt erscheint:
2. Dass es unter Umständen ein Fehler von Heidel gewesen sein könnte, Breitenreiter zu entlassen und Weinzierl an dessen Stelle zu setzen, sehe ich ähnlich. Ich bin dennoch geneigt, Heidel diesen Wechsel nicht anzukreiden, denn ein neuer Manager muss, um eine neue Philosophie zu etablieren (was Heidel ja erklärtermaßen wollte und nicht geschafft hat), auch einen Trainer installieren dürfen, dem er diese Philosophie zutraut. Das gilt heute für Jochen Schneider, und das galt zuvor für Heidel. Was ich aber klar anders sehe als du, ist dass Weinzierl hier im Forum von niemandem gefordert worden wäre. Ich habe die konkreten Belege gerade nicht zur Hand, aber wenn ich mich nicht völlig falsch erinnere, stand Weinzierl bereits zu Zeiten der Verpflichtung Andre Breitenreiters für viele als Optimallösung für den Schalker Trainerstuhl fest. Heldt hatte ihn damals nur nicht von Augsburg loseisen können, Heidel ein Jahr später eben schon. Zum konkreten Zeitpunkt der Verpflichtung wurde er zwar nicht gefordert, aber als Nachfolger für di Matteo war er - wenn ich mich recht erinnere - doch in aller Munde!? Ein wirklicher "Überraschungscoup" war er aber definitiv nicht, da es zwar zu dem Zeitpunkt einigermaßen überraschend kam, in der Sache an sich aber von vielen zuvor genauso vorhergesehen und gewünscht wurde.
Hallo @zamme26 , Danke für Beitrag, wie ich schon erwähnt habe, zu Labbadia muss sich jeder seine eigene Meinung bilden, ich persönlich stehe ihm eher kritisch gegenüber, aber ich akzeptiere auch eine andere Sichtweise auf sein Wirken. Ob man mit Blick auf die Zahl seiner Vereine und Beschäftigungsjahre dann zu einer positiven, neutralen oder negativen Beurteilung kommt hängt dann auch mit den nachgesagten Ansprüchen der von ihm trainierten Klubs zusammen.
Zu Heidel und Weinzierl nur soviel, ich gestehe natürlich einem Manager zu seine sportliche und spielerische Philosophie zu etablieren und umzusetzen. Das schafft auch nur ein starker Manager, birgt aber auch Gefahren wenn solche Entscheidungen ins Leere laufen und wirkungslos verpuffen. Dann werden aus sportlichen Ausrufezeichen Fragezeichen. Für mich bleibt es ein entscheidender Fehler den Heidel gleich zu Beginn seiner Tätigkeit begangen hat. Breitenreiter war nicht so unerfolgreich das er sofort ersetzt werden musste, auch die Stimmung war nicht stark gegen Breitenreiter. Heidel hat ohne Not gleich mehrere Baustellen aufgemacht, die Kaderveränderungen im großen Stil die nicht zündeten, einen Trainer freigestellt der noch Vertrag hatte und einen anderen Trainer aus seinem Vertrag herauskaufen, mit dem Ziel die Mannschaft zu entwickeln, auf einen neues Level zu heben und aus der EL Qualifikation wieder in die CL zu führen. Wie heißt es doch so schön, alles hängt mit Allem zusammen. Alle 3 Ziele wurden nach einem Jahr um Längen verfehlt und sind Heidel auf die Fuße gefallen. Der Trainer musste erneut getauscht werden, der Kader war unausgewogen und statt CL gab es eine Nullrunde ohne Europa. Mit dem Blick zurück würde ich sagen, diese Fehler zu Beginn haben Heidel mit Verzögerung diesen Winter eingeholt und auch sein Amt gekostet. Heidel war bereits nach einem Jahr so massiv in der Defensive das er sich eigentlich keine weiteren Fehlschüsse leisten konnte. Ungeduld und das schwindende Vertrauen der ersten Halbserie dieser Saison in Heidel haben für mich auch einen kausalen Bezug mit den Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen im Zusammenhang mit Breitenreiter / Weinzierl 2015/2016.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von dreamliner am 25.03.2019 um 19:41 Uhr bearbeitet
25.03.2019 - 19:16 Uhr
Zitat von zamme26
@dreamliner: Zwei Anmerkungen:
1. Labbadia's zweite Amtszeit beim HSV war in meinen Augen schon eine recht erfolgreiche. Er hatte es 2016 mit einem - wenn wir ehrlich sind - erbarmungswürdigen Kader auf Platz 10 der Bundesliga geschafft. Das ist die mit Abstand beste Platzierung in den letzten 6 Jahren seit Thorsten Fink, und die ersten HSV-Fans träumten schon wieder leise von Europa. Es spiegelt so ein bisschen das wieder, was wir derzeit in Wolfsburg sehen: Labbadia ist als Trainer in der Lage, eine Mannschaft kurz- bis mitteablfristig über ihrem eigentlichen Leistungsniveau spielen zu lassen. Wirklich langfristig war das natürlich nicht, aber langfristig arbeiten kannst du in Hamburg ähnlich wie hier halt auch nicht, das kann man aber Labbadia mMn schwer zum Vorwurf machen. Insgesamt war Labbadia dann doch von allen Trainern der letzten 6-7 Jahre sogar am längsten im Amt (in Tagen).
Bin aber trotzdem bei dir, auf Labbadia kann ich auch verzichten. Wichtiger ist deine Meinung in der Causa Weinzierl, die mir doch ein wenig retrospektiv verzerrt erscheint:
2. Dass es unter Umständen ein Fehler von Heidel gewesen sein könnte, Breitenreiter zu entlassen und Weinzierl an dessen Stelle zu setzen, sehe ich ähnlich. Ich bin dennoch geneigt, Heidel diesen Wechsel nicht anzukreiden, denn ein neuer Manager muss, um eine neue Philosophie zu etablieren (was Heidel ja erklärtermaßen wollte und nicht geschafft hat), auch einen Trainer installieren dürfen, dem er diese Philosophie zutraut. Das gilt heute für Jochen Schneider, und das galt zuvor für Heidel. Was ich aber klar anders sehe als du, ist dass Weinzierl hier im Forum von niemandem gefordert worden wäre. Ich habe die konkreten Belege gerade nicht zur Hand, aber wenn ich mich nicht völlig falsch erinnere, stand Weinzierl bereits zu Zeiten der Verpflichtung Andre Breitenreiters für viele als Optimallösung für den Schalker Trainerstuhl fest. Heldt hatte ihn damals nur nicht von Augsburg loseisen können, Heidel ein Jahr später eben schon. Zum konkreten Zeitpunkt der Verpflichtung wurde er zwar nicht gefordert, aber als Nachfolger für di Matteo war er - wenn ich mich recht erinnere - doch in aller Munde!? Ein wirklicher "Überraschungscoup" war er aber definitiv nicht, da es zwar zu dem Zeitpunkt einigermaßen überraschend kam, in der Sache an sich aber von vielen zuvor genauso vorhergesehen und gewünscht wurde.
@dreamliner: Zwei Anmerkungen:
1. Labbadia's zweite Amtszeit beim HSV war in meinen Augen schon eine recht erfolgreiche. Er hatte es 2016 mit einem - wenn wir ehrlich sind - erbarmungswürdigen Kader auf Platz 10 der Bundesliga geschafft. Das ist die mit Abstand beste Platzierung in den letzten 6 Jahren seit Thorsten Fink, und die ersten HSV-Fans träumten schon wieder leise von Europa. Es spiegelt so ein bisschen das wieder, was wir derzeit in Wolfsburg sehen: Labbadia ist als Trainer in der Lage, eine Mannschaft kurz- bis mitteablfristig über ihrem eigentlichen Leistungsniveau spielen zu lassen. Wirklich langfristig war das natürlich nicht, aber langfristig arbeiten kannst du in Hamburg ähnlich wie hier halt auch nicht, das kann man aber Labbadia mMn schwer zum Vorwurf machen. Insgesamt war Labbadia dann doch von allen Trainern der letzten 6-7 Jahre sogar am längsten im Amt (in Tagen).
Bin aber trotzdem bei dir, auf Labbadia kann ich auch verzichten. Wichtiger ist deine Meinung in der Causa Weinzierl, die mir doch ein wenig retrospektiv verzerrt erscheint:
2. Dass es unter Umständen ein Fehler von Heidel gewesen sein könnte, Breitenreiter zu entlassen und Weinzierl an dessen Stelle zu setzen, sehe ich ähnlich. Ich bin dennoch geneigt, Heidel diesen Wechsel nicht anzukreiden, denn ein neuer Manager muss, um eine neue Philosophie zu etablieren (was Heidel ja erklärtermaßen wollte und nicht geschafft hat), auch einen Trainer installieren dürfen, dem er diese Philosophie zutraut. Das gilt heute für Jochen Schneider, und das galt zuvor für Heidel. Was ich aber klar anders sehe als du, ist dass Weinzierl hier im Forum von niemandem gefordert worden wäre. Ich habe die konkreten Belege gerade nicht zur Hand, aber wenn ich mich nicht völlig falsch erinnere, stand Weinzierl bereits zu Zeiten der Verpflichtung Andre Breitenreiters für viele als Optimallösung für den Schalker Trainerstuhl fest. Heldt hatte ihn damals nur nicht von Augsburg loseisen können, Heidel ein Jahr später eben schon. Zum konkreten Zeitpunkt der Verpflichtung wurde er zwar nicht gefordert, aber als Nachfolger für di Matteo war er - wenn ich mich recht erinnere - doch in aller Munde!? Ein wirklicher "Überraschungscoup" war er aber definitiv nicht, da es zwar zu dem Zeitpunkt einigermaßen überraschend kam, in der Sache an sich aber von vielen zuvor genauso vorhergesehen und gewünscht wurde.
Hallo @zamme26 , Danke für Beitrag, wie ich schon erwähnt habe, zu Labbadia muss sich jeder seine eigene Meinung bilden, ich persönlich stehe ihm eher kritisch gegenüber, aber ich akzeptiere auch eine andere Sichtweise auf sein Wirken. Ob man mit Blick auf die Zahl seiner Vereine und Beschäftigungsjahre dann zu einer positiven, neutralen oder negativen Beurteilung kommt hängt dann auch mit den nachgesagten Ansprüchen der von ihm trainierten Klubs zusammen.
Zu H
25.03.2019 - 22:32 Uhr
@Frechinho Tim Walter wurde hier tatsächlich schon genannt, aber nicht weiter diskutiert. Ich hatte da in #317 auch schon was zu geschrieben, ich halte das für total unrealistisch, auch wenn ich Walter als einen guten Trainer einschätze.
@dreamliner Da bin ich auch absolut bei dir. Mir ging es auch eher darum, dass du behauptet hattest, Weinzierl wäre vor seinem Amtsantritt hier nicht groß von Fanseite oder im Forum gefordert worden, was ich wie gesagt für eine Falschbehauptung halte. Ist aber im Endeffekt auch egal, das wird hier zu sehr OT.
@dreamliner Da bin ich auch absolut bei dir. Mir ging es auch eher darum, dass du behauptet hattest, Weinzierl wäre vor seinem Amtsantritt hier nicht groß von Fanseite oder im Forum gefordert worden, was ich wie gesagt für eine Falschbehauptung halte. Ist aber im Endeffekt auch egal, das wird hier zu sehr OT.
26.03.2019 - 10:23 Uhr
Zitat von zamme26
@Frechinho Tim Walter wurde hier tatsächlich schon genannt, aber nicht weiter diskutiert. Ich hatte da in #317 auch schon was zu geschrieben, ich halte das für total unrealistisch, auch wenn ich Walter als einen guten Trainer einschätze.
@dreamliner Da bin ich auch absolut bei dir. Mir ging es auch eher darum, dass du behauptet hattest, Weinzierl wäre vor seinem Amtsantritt hier nicht groß von Fanseite oder im Forum gefordert worden, was ich wie gesagt für eine Falschbehauptung halte. Ist aber im Endeffekt auch egal, das wird hier zu sehr OT.
@Frechinho Tim Walter wurde hier tatsächlich schon genannt, aber nicht weiter diskutiert. Ich hatte da in #317 auch schon was zu geschrieben, ich halte das für total unrealistisch, auch wenn ich Walter als einen guten Trainer einschätze.
@dreamliner Da bin ich auch absolut bei dir. Mir ging es auch eher darum, dass du behauptet hattest, Weinzierl wäre vor seinem Amtsantritt hier nicht groß von Fanseite oder im Forum gefordert worden, was ich wie gesagt für eine Falschbehauptung halte. Ist aber im Endeffekt auch egal, das wird hier zu sehr OT.
Finde dennoch, dass man im Trainerkarussell auch etwas in die Retrospektive gehen kann.
Wenn man sich das Wirken von Breitenreiter anschaut, dann ist dessen Erfolg in der Bundesliga doch immer nur zu Anfang dagewesen.
Wir hätten mit ihm weiter machen können, aber schon die Rückrunde ist mir schwächer als die Vorrunde in Erinnerung und eine echte Weiterentwicklung war auch nicht zu erkennen. Wenn dann die Chemie zwischen Heidel und ihm nicht wirklich stimmte, dann ist das für mich ein nachzuvollziehender Wechsel gewesen und was ich von Hannover unter ihm in der Bundesliga gesehen habe, da ist doch der Trend von uns bestätigt worden.
Weinzierl war hier im Forum ein heißes Eisen und auch sonst ein sehr begehrter Trainer. Seine Arbeit in Augsburg deutete schon sehr Vielversprechendes an. Leider hat auch hier der Schritt in der Entwicklung gefehlt, der an sich notwendig gewesen wäre.
Dazu kam wirklich viel Pech mit den Schiedsrichtern in seiner Saison, sonst wäre ein internationaler Platz durchaus erreichenswert gewesen.
Wie Breitenreiter kein zwingender Wechsel, aber einer, den ich nachvollziehen konnte.
Unter Tedesco entwickelte sich die Mannschaft weit mehr zu einer Einheit als sie es unter seinen Vorgängern je gewesen war.
Leider ist er nie über den Gedanken, dass ein Stürmer die vorderste Verteidigungslinie zu sein hat, hinaus gekommen. Zumindest konnte das nicht nachhaltig auf dem Platz geändert werden. Es heißt aber nicht Anläufer sondern Stürmer und weder hat der Sturm jemals unter ihm zu überzeugen gewusst, noch hat die Balance in dieser Saison gestimmt.
Ein Labbadia hat in seiner Laufbahn, die keineswegs ohne beachtliche Erfolge war, nie nachhaltig ein offensives System installieren können. Deswegen bin ich klar dagegen, dass er die Nachfolge von Tedesco antritt. Hier ist einfach auch einmal die Qualität unserer Entscheider gefragt.
Ein Hütter beweist gerade in Frankfurt, dass es möglich ist, so jemanden zu bekommen.
Es ist keineswegs leicht und auch Schalke nicht so einfach, aber als Fan erwarte ich von unseren Entscheidern schon, dass sie bessere Entscheidungen als sie in der jüngeren Vergangenheit gefällt wurden, treffen.
Wenn es Labbadia werden sollte, ist es ja trotzdem mein Schalke und wenn ich mit meinem Verein immer glücklich sein wollte, wäre ich kein Schalkefan.
26.03.2019 - 10:34 Uhr
Zitat von FeindbildGnu
Die Abneigung bzw. Arroganz gegenüber bestimmten Trainern hier finde ich menschlich ziemlich abstoßend..
Die Abneigung bzw. Arroganz gegenüber bestimmten Trainern hier finde ich menschlich ziemlich abstoßend..
Es geht natürlich immer um die Art und Weise, aber ist es nicht grundsätzlich völlig normal sich zu Menschen/Trainern ein persönliches subjektives Bild zu machen? Jeder beurteilt nun einmal Erfolg anders und jeder empfindet auch unterschiedliche Dinge bei Menschen als sympathisch. Da finde ich es grundsätzlich legitim sich Urteile zu bilden und diese zu äußern, sofern dies in einem respektvollen Rahmen geschieht.
Zitat von FeindbildGnu
Bruno Labbadia hat bei den meisten seiner Vereine eine sehr gute Arbeit geleistet. Ablesbar auch am mehr oder weniger starken Misserfolg, den seine Nachfolger durchleben mussten. Dass er nicht bei jeder Station überwältigenden Erfolg hatte, ist im Trainerberuf ganz normal. Oftmals hat er bei Vereinen die Erwartungen sogar übererfüllt und ist genau daran dann später gescheitert, da sowohl Verantwortliche als auch Umfeld davon ausgegangen sind, dass es nur ein weiteres Aufwärts geben kann. Oft mit bösem Erwachen im Nachhinein. Soweit ich mich erinnere hat Bruno Labbadia in einer sportlich schwierigen Phase auch niemals die Geduld erfahren dürfen, wie sie beispielsweise ein Domenico Tedesco hier bekommen hat.
Bruno Labbadia hat bei den meisten seiner Vereine eine sehr gute Arbeit geleistet. Ablesbar auch am mehr oder weniger starken Misserfolg, den seine Nachfolger durchleben mussten. Dass er nicht bei jeder Station überwältigenden Erfolg hatte, ist im Trainerberuf ganz normal. Oftmals hat er bei Vereinen die Erwartungen sogar übererfüllt und ist genau daran dann später gescheitert, da sowohl Verantwortliche als auch Umfeld davon ausgegangen sind, dass es nur ein weiteres Aufwärts geben kann. Oft mit bösem Erwachen im Nachhinein. Soweit ich mich erinnere hat Bruno Labbadia in einer sportlich schwierigen Phase auch niemals die Geduld erfahren dürfen, wie sie beispielsweise ein Domenico Tedesco hier bekommen hat.
Der erste Satz dieses Abschnitts ist bspw. so eine völlig subjektive Wahrnehmung. Ich sage nicht einmal, dass die Wahrnehmung falsch ist. Meine Empfindung jedoch ist gänzlich anders und wenn man hier quer durch den Thread liest, so ist auch die Empfindung der Mehrheit eine andere, auch wenn dies nicht zwingend ein Indikator für die Richtigkeit dessen ist. Schlussendlich ist eben auch subjektiv was man als Erfolg oder sehr gute Arbeit bewertet. Für mich persönlich wäre ein "sehr gut" abgeleitet aus dem Schulnotensystem jedoch eine herausragende Leistung, die sich weit vom Durchschnitt abhebt, und davon sehe ich persönlich in Labbadias Vita wenig bis nichts. Offenbar sehen das auch die Entscheider der Topklubs ähnlich, ansonsten hätte er dort mehr Anstellungen gehabt.
Auch dein zweiter Satz dieses Absatzes ist in meinen Augen mehr als diskutabel. Spricht es für einen Trainer, wenn seine Nachfolger schlechter gearbeitet haben als er? Es deutet zumindest an, dass er überdurchschnittliche Arbeit geleistet hat, aber es wirft auch Fragen auf. Zunächst wäre da die Frage wer überhaupt seine Nachfolger waren. Hätte er jetzt einen Guardiola oder Klopp als Nachfolger gehabt, der mehr Erfolg gehabt hätte, so spräche das für mich auch nicht wahnsinnig gegen ihn, genauso wenig spricht es für einen Trainer wenn ich den Karren als Nachfolger in den Dreck fahren würde, um es mal ganz übertrieben darzustellen. Für mich kommt da aber noch ein ganz anderer Punkt ins Spiel, die Nachhaltigkeit. Würde es nicht gerade für einen Trainer sprechen wenn er solch eine gute Vorarbeit geleistet hat, dass sein Nachfolger auf diesem großartigen Gerüst basierend erfolgreich arbeiten kann? Spricht es dann nicht umgekehrt vielleicht sogar gegen einen Trainer, wenn im Anschluss an seine Amtszeit ständig schlechte Phasen kommen und ein derartiges Muster erkennbar ist?
Ansonsten ist es einfach im Trainerberuf völlig üblich, dass eigene Erfolge im Anschluss auch Erwartungen wecken. Erfolge zeigen ja auch immer auf, was möglich ist. Wenn dies dann anschließend nicht mehr annähernd erreicht wird, so ist es legitim zu hinterfragen ob der aktuelle Trainer nah am Optimum arbeitet. Wieviel Zeit da Trainern gegeben wird, hängt natürlich von vielen Faktoren ab: Dem Verein, dem Umfeld, dem Rückhalt durch die Spieler und eben auch den vorherigen Erfolgen. Tedesco war so lange Trainer, weil er Vizemeister wurde, ein Klopp wurde trotz Abstiegskampf nicht entlassen, da er zuvor Meistertitel errang. Solche außergewöhnlichen Erfolge sind unter Labbadia nun einmal nicht erreicht worden, geschweige denn, dass er überhaupt mal zwei Jahre in Folge wirklich erfolgreich gewesen wäre oder mal die CL erreicht hätte.
Zitat von FeindbildGnu
Die ganzen Trend-Trainer, die hier regelmäßig wie die Säue durchs Dorf getrieben werden, waren zumeist auch "nur" bei 1-2 Vereinen aus dem mittleren bis unteren Segment erfolgreich, versprühen aber aufgrund von Jugend und Eloquenz ein gewisses Sexappeal.
Die ganzen Trend-Trainer, die hier regelmäßig wie die Säue durchs Dorf getrieben werden, waren zumeist auch "nur" bei 1-2 Vereinen aus dem mittleren bis unteren Segment erfolgreich, versprühen aber aufgrund von Jugend und Eloquenz ein gewisses Sexappeal.
Ich kann deine Wahrnehmung diesbezüglich nachvollziehen. Man sollte nicht um jeden Preis den jüngeren Trainern hinterherlaufen, da deren Qualität oftmals deutlich fraglicher ist, als bspw. bei dem von dir aufgeführten Labbadia. Nichtsdestotrotz kann ich auch die andere Seite verstehen. Bei einem Labbadia hat man meines Erachtens bislang erkennen können, dass er bei keiner seiner Stationen nachhaltig erfolgreich gewesen ist und die Vereine nach seinem Abgang eine tolle Entwicklung genommen hätten, da er ein System etabliert oder Spieler herausragend entwickelt und so Werte und Qualität geschaffen hätte. Von demher weiß man, meine subjektive Empfindung, dass man mit Labbadia einen soliden Trainer bekommt, der aber auch nicht die ganz großen Sprünge verspricht. Bei einem der jungen Trainer bleibt demzufolge mehr Fantasie, mehr Hoffnung: Es muss mit denen nicht zwangsläufig besser laufen, ganz und gar nicht, aber zumindest kann man davon träumen den nächsten Klopp, Simeone oder Guardiola zu bekommen und den Verein in höhere Sphären geführt zu bekommen.
Zitat von FeindbildGnu
Wir haben hier momentan keinem Trainer traumhafte Verhältnisse anzubieten, nehmen aber an, dass die Wunschtrainer auf den Anruf von Schalke warten. Gleichzeitig werden Trainer vorab "verbrannt", die vllt. zu Schalke passen würden. Wenn man die Kommentare hier ließt und das grob auf die Anhängerschaft im Allgemeinen projiziert, dann würde einem Bruno Labbadia doch wieder die gleiche Situation drohen: selbst bei großem Erfolg am Anfang, würden nach den ersten (natürlichen) Misserfolgen gleich wieder die Kritiker hochkommen und der Druck extrem werden.
Wir haben hier momentan keinem Trainer traumhafte Verhältnisse anzubieten, nehmen aber an, dass die Wunschtrainer auf den Anruf von Schalke warten. Gleichzeitig werden Trainer vorab "verbrannt", die vllt. zu Schalke passen würden. Wenn man die Kommentare hier ließt und das grob auf die Anhängerschaft im Allgemeinen projiziert, dann würde einem Bruno Labbadia doch wieder die gleiche Situation drohen: selbst bei großem Erfolg am Anfang, würden nach den ersten (natürlichen) Misserfolgen gleich wieder die Kritiker hochkommen und der Druck extrem werden.
Was wären denn bitte traumhafte Verhältnisse für einen Trainer? Hast du nicht selber vorhin von der Bürde übererfüllter Erwartungen gesprochen? Wer jetzt hier nach der Saison Trainer wird, übernimmt ein Team, das im Abstiegskampf steckte und viel mehr Potential mitbringt. Insofern wurden die Erwartungen hier zuletzt nicht annähernd erreicht und der kommende Trainer kann eigentlich fast nur gewinnen, wenn er den Verein nicht erneut im Abstiegskampf belässt. Ansonsten wird, wie gesagt, jeder Fan seine eigene Vorstellung haben und jeden Trainer unterschiedlich aufnehmen. Insofern kann bei dem ein oder anderen Trainer Kritik eher aufbranden, schlussendlich aber hat jeder Trainer es selbst in der Hand, die Fans auf seine Seite zu ziehen. Niemand hat alle Fans von Beginn an hinter sich. Stell dir vor, dass Tedesco hier in seinem ersten Jahr mit fünf Pleiten gestartet wäre. Da hätten ihm hier sehr viele direkt die Bundesligatauglichkeit abgesprochen und die Reaktionen wären sehr wahrscheinlich härter ausgefallen als bspw. bei Labbadia, der schon eine gewisse Bundesligatauglichkeit nachgewiesen hat.
Zitat von FeindbildGnu
Stattdessen wollen viele wieder einen der "Trainer der Stunde". Nach Breitenreiter, Weinzierl und Tedesco wäre das dann der Vierte in Folge. Mal gucken, wie lange der sich dann halten kann bis der Lack ab ist.
Stattdessen wollen viele wieder einen der "Trainer der Stunde". Nach Breitenreiter, Weinzierl und Tedesco wäre das dann der Vierte in Folge. Mal gucken, wie lange der sich dann halten kann bis der Lack ab ist.
Wäre nicht Labbadia gewissermaßen auch ein "Trainer der Stunde"? Insofern finde ich es schon bemerkenswert, dass die Ablehnung seiner Person als Trainer hier derart groß ist. Das spricht in meinen Augen dafür, dass man eben nicht blind auf Ergebnisse und zuletzt erzielte Erfolge schaut, sondern versucht ein Gesamtbild im Auge zu haben, aus Erfolgen, Fantasie, Spielstil, Persönlichkeit, Spielerentwicklung, Nachhaltigkeit etc. etc. Dabei scheint Labbadia trotz aktueller Erfolge die breite Masse hier nicht überzeugen zu können.
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