| Geburtsdatum | 26.03.1964 |
|---|---|
| Alter | 62 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Co-Trainer |
| Akt. Verein | Vereinslos |
Michael Frontzeck [Ex-Trainer]
01.02.2018 - 12:48 Uhr
18.09.2018 - 19:09 Uhr
Zitat von Bertikoks
Der Vergleich ist trotz deiner erklärenden Relativierung im zweiten Teil schlicht Unfug. Der FCK braucht den „Kicker“ in einem Moment wo er dringend auf Sponsorengelder angewiesen ist weit dringender als der „Kicker“ den FCK. Und, bei aller Liebe, Michael Frontzeck als Trainer mit Otto Rehhagel zu vergleichen, der nicht nur mit Werder einen Außenseiter zum Meister gemacht und den FCK als Aufsteiger (einmalig in der deutschen Fußballgeschichte) ebenfalls zum Titel geführt hat sondern auch noch mit Griechenland den EM Titel holte, ist schlicht eine Frechheit.
Der Vergleich ist trotz deiner erklärenden Relativierung im zweiten Teil schlicht Unfug. Der FCK braucht den „Kicker“ in einem Moment wo er dringend auf Sponsorengelder angewiesen ist weit dringender als der „Kicker“ den FCK. Und, bei aller Liebe, Michael Frontzeck als Trainer mit Otto Rehhagel zu vergleichen, der nicht nur mit Werder einen Außenseiter zum Meister gemacht und den FCK als Aufsteiger (einmalig in der deutschen Fußballgeschichte) ebenfalls zum Titel geführt hat sondern auch noch mit Griechenland den EM Titel holte, ist schlicht eine Frechheit.
Ach Berti, wenn wir Erster wären, würde kein Hahn nach der Sache krähen, die Sponsoren würde das nicht stören, der Gewinn durch die gute Arbeit des Trainers wäre um ein Vielfaches höher als der Schaden aus so einem Auftritt. Und genau da greift der Vergleich mit Rehhagel. Arroganz muss man sich leisten können. Rehhagel konnte es, Frontzeck nicht. Trotzdem darf eine Kündigung nicht auf Basis der Pressekonferenzen erfolgen. Die können maximal das Fass zum Überlaufen bringen.
Beste Grüße
Lullaby
19.09.2018 - 01:25 Uhr
Man muss sich nur mal die ersten paar Seiten dieses Threads durchlesen als Frontzeck gerade frisch verpflichtet war, so richtig eine Chance hatte er ja von Anfang an nicht, zumindest bei gut der Hälfte der User hier und vom Rest war auch keiner überschwänglich begeistert. Und wenn man mal ehrlich ist, war es bei Meier und Korkut damals auch nicht anders, die auch ohne Vorschusslorbeeren kamen und von Anfang an eigentlich bereits angezählt waren, also bei drei von vier Trainer in post Kuntz'schen Ära, in der alles besser und bunter werden sollte.
Und da ist sie schon wieder, die Erwartungshaltung. Man will einen Neuanstrich, eine komplette Rundumerneuerung des ganzen Vereins im Eiltempo, Schulden müssen weg, attraktiver Fußball soll geboten werden und natürlich sportlich muss es auch noch laufen. Das ist wie bei den Eltern, dessen Kind am besten schon mit 10 Jahren schon drei Fremdsprachen fliessend spricht, Kurvendiskussionen mit komplexe Zahlen löst und sich für ein Musikstudium an der Uni eingeschrieben hat. Nur wenn das Kind dann mit neun Jahren noch nicht mal Rechenkönig beim kleinen 1x1 packt, muss es natürlich Lehrer liegen. Dass man selbst mal mit dem Kind ein Buch liest und Kopfrechnen übt, geduldig ist, ihm Vertrauen schenkt und es an seinen Möglichkeiten misst, geht schon mal gar nicht, denn man bezahlt doch für den Nachhilfeunterricht und dann hat man auch ein Recht darauf, belohnt zu werden.
Gegen Fortuna Köln hat man es doch ganz klar gesehen. Die Mannschaft ist total verunsichert, allen voran der Torwart. Da fängt man gut an, zeigt man hat sich etwas vorgenommen, doch dann kommt der Gegner mal kurz vors Tor und es klingelt bei drei Versuchen zweimal. Dann hört man das Raunen im Stadion und weiß genau, das gibt wieder Zoff. Aber man hält dagegen, bäumt sich auf, macht selbst drei Tore und hat plötzlich wieder was zu verlieren. Köln hatte 85 Minuten keine Ecke rausgespielt und macht mit der zweiten in der Nachspielzeit das Tor. Das ist bei uns nicht fehlende Fitness oder planlose Taktik, sondern schlicht die pure Angst vor heimischer Kulisse zu versagen.
Klar, kann man wieder sagen, das ist Kopfsache und dafür ist der Trainer verantwortlich und wenn er nicht liefert, holen wir uns halt den nächsten Nachhilfelehrer für unser hochbegabtes Kind. Irgendwann werden wir schon den richtigen finden. Nur was soll sich ändern und vor allem wann und wie? Ein Schwein lernt auch nicht über Nacht fliegen, nur weil man es sich doch so sehr wünscht. Dabei wurde uns doch von allen anderen gesagt, was wir doch für ein schlaues und begabtes Kind haben.
Und dann ist da ja noch der Trainer, der nicht einfach so den Knicks macht. Fehlende Kompetenzen in Schweineflugkunde anzweifeln funktioniert ja immer (tick) und wenn das nicht reicht, sind es fehlender Stallgeruch
(buchstäblich - doppeltick), Haarschnitt (nicht vorhanden), Geburtsort (gottseidank nicht Mainz oder Wien) oder Interviews (ääähm tick). Bei Frontzeck kommen dann noch verschiedene Offenbarungseide und Bankrotterklärungen hinzu (dick und pick) und als i-Tüpfelchen sein Kleinkrieg mit dem Schmierfink der Expertenpresse (kick**). Das ist alles so Vereins und Image schädigend, das können wir uns bei der neverending Sponsorensuche (schon mal bei Kellogs angefragt?) und auf dem schnellen Weg zum perfekt geführten DAX Unternehmen leider nicht leisten.
Also, Frontzeck geh doch endlich zu Hause und nimm den Gerry (aka He-Man wie wir früher sagten) gleich mit, damit hier mal der Gute-Alte-Zeiten-Mief verduftet. Gleich zwei Trainerfindungskommissionen in parallel, bingo!
Und da ist sie schon wieder, die Erwartungshaltung. Man will einen Neuanstrich, eine komplette Rundumerneuerung des ganzen Vereins im Eiltempo, Schulden müssen weg, attraktiver Fußball soll geboten werden und natürlich sportlich muss es auch noch laufen. Das ist wie bei den Eltern, dessen Kind am besten schon mit 10 Jahren schon drei Fremdsprachen fliessend spricht, Kurvendiskussionen mit komplexe Zahlen löst und sich für ein Musikstudium an der Uni eingeschrieben hat. Nur wenn das Kind dann mit neun Jahren noch nicht mal Rechenkönig beim kleinen 1x1 packt, muss es natürlich Lehrer liegen. Dass man selbst mal mit dem Kind ein Buch liest und Kopfrechnen übt, geduldig ist, ihm Vertrauen schenkt und es an seinen Möglichkeiten misst, geht schon mal gar nicht, denn man bezahlt doch für den Nachhilfeunterricht und dann hat man auch ein Recht darauf, belohnt zu werden.
Gegen Fortuna Köln hat man es doch ganz klar gesehen. Die Mannschaft ist total verunsichert, allen voran der Torwart. Da fängt man gut an, zeigt man hat sich etwas vorgenommen, doch dann kommt der Gegner mal kurz vors Tor und es klingelt bei drei Versuchen zweimal. Dann hört man das Raunen im Stadion und weiß genau, das gibt wieder Zoff. Aber man hält dagegen, bäumt sich auf, macht selbst drei Tore und hat plötzlich wieder was zu verlieren. Köln hatte 85 Minuten keine Ecke rausgespielt und macht mit der zweiten in der Nachspielzeit das Tor. Das ist bei uns nicht fehlende Fitness oder planlose Taktik, sondern schlicht die pure Angst vor heimischer Kulisse zu versagen.
Klar, kann man wieder sagen, das ist Kopfsache und dafür ist der Trainer verantwortlich und wenn er nicht liefert, holen wir uns halt den nächsten Nachhilfelehrer für unser hochbegabtes Kind. Irgendwann werden wir schon den richtigen finden. Nur was soll sich ändern und vor allem wann und wie? Ein Schwein lernt auch nicht über Nacht fliegen, nur weil man es sich doch so sehr wünscht. Dabei wurde uns doch von allen anderen gesagt, was wir doch für ein schlaues und begabtes Kind haben.
Und dann ist da ja noch der Trainer, der nicht einfach so den Knicks macht. Fehlende Kompetenzen in Schweineflugkunde anzweifeln funktioniert ja immer (tick) und wenn das nicht reicht, sind es fehlender Stallgeruch
(buchstäblich - doppeltick), Haarschnitt (nicht vorhanden), Geburtsort (gottseidank nicht Mainz oder Wien) oder Interviews (ääähm tick). Bei Frontzeck kommen dann noch verschiedene Offenbarungseide und Bankrotterklärungen hinzu (dick und pick) und als i-Tüpfelchen sein Kleinkrieg mit dem Schmierfink der Expertenpresse (kick**). Das ist alles so Vereins und Image schädigend, das können wir uns bei der neverending Sponsorensuche (schon mal bei Kellogs angefragt?) und auf dem schnellen Weg zum perfekt geführten DAX Unternehmen leider nicht leisten. Also, Frontzeck geh doch endlich zu Hause und nimm den Gerry (aka He-Man wie wir früher sagten) gleich mit, damit hier mal der Gute-Alte-Zeiten-Mief verduftet. Gleich zwei Trainerfindungskommissionen in parallel, bingo!
19.09.2018 - 05:54 Uhr
Wir versagen aber auswärts genauso wie vor heimischer Kulisse.
19.09.2018 - 06:59 Uhr
Weißherbstschorle wieder mal mit seinem Punkt Erwartungshaltung...
Ja, ich erwarte in der dritten (!) Liga mit einem der teuersten (!) Kader mehr als 1 (!) Sieg aus 7 (!) Spielen. Das tut im Übrigen jeder Fan, egal ob er Fan vom FCK ist oder von Meppen oder vom KSC.
Etwas anders ausgedrückt: Ja, ich erwarte nach 7 Spielen, dass wir mit dem teuren Kader besser platziert sind als auf einen Abstiegsplatz.
Das Ganze hat also nichts mit Erwartungshaltung zu tun. Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder die Kaderplanung war miserabel und der Trainer kann nicht mehr aus der Truppe machen, oder aber der Kader reicht um oben mitzuspielen. Dann liegt es am Trainer.
Für mich ist es ganz klar der zweite Punkt. Wir haben genügend individuelle Klasse, insbesondere im Sturm. Wenn da aber nichts einstudiert wird, muss man hier und da mal auf einen Geistesblitz hoffen, der auch hier und da mal gekommen ist. Wenn man aber dann zB öfter auf den besten Offensivspieler (Biada) verzichtet oder frühzeitig auswechselt (ich meine damit nicht das Spiel gegen Köln), wird es ohne klare und gute Taktikvorgabe schwer.
Der wichtigste Punkt wurde aber schon von meinem Vorredner angesprochen. Wir spielen auswärts genauso schlecht wie zuhause. Wenn der Vorstand/Trainer aber der Meinung ist, daran liegt es, dann können sie ja mal bitten, alle zuhause zu bleiben. Dann wären wir aber wieder beim Punkt falsche Kaderplanung.
Zum Thema Frontzeck wird von Anfang an kritisch gesehen: Was erwartest du, wenn man den Trainer mit dem schlechtesten Punkteschnitt der Bundesliga holst der hier und da auch schonmal abgestiegen ist? Es ist klar, dass die Verpflichtung so eines Trainers von vielen erstmal kritisch gesehen wird (siehe Korkut/VfB). Dennoch wurde Frontzeck hier aufgrund seiner Art relativ schnell akzeptiert und unterstützt. Das jetzt Kritik aufkommt, muss nach den Spielen und insbesondere nach den Ergebnissen klar sein. Für mich hat man mit Pfiffen sogar lange gewartet und ein "Trainer raus" würde auch noch nicht einstimmig angestimmt.
Ja, ich erwarte in der dritten (!) Liga mit einem der teuersten (!) Kader mehr als 1 (!) Sieg aus 7 (!) Spielen. Das tut im Übrigen jeder Fan, egal ob er Fan vom FCK ist oder von Meppen oder vom KSC.
Etwas anders ausgedrückt: Ja, ich erwarte nach 7 Spielen, dass wir mit dem teuren Kader besser platziert sind als auf einen Abstiegsplatz.
Das Ganze hat also nichts mit Erwartungshaltung zu tun. Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder die Kaderplanung war miserabel und der Trainer kann nicht mehr aus der Truppe machen, oder aber der Kader reicht um oben mitzuspielen. Dann liegt es am Trainer.
Für mich ist es ganz klar der zweite Punkt. Wir haben genügend individuelle Klasse, insbesondere im Sturm. Wenn da aber nichts einstudiert wird, muss man hier und da mal auf einen Geistesblitz hoffen, der auch hier und da mal gekommen ist. Wenn man aber dann zB öfter auf den besten Offensivspieler (Biada) verzichtet oder frühzeitig auswechselt (ich meine damit nicht das Spiel gegen Köln), wird es ohne klare und gute Taktikvorgabe schwer.
Der wichtigste Punkt wurde aber schon von meinem Vorredner angesprochen. Wir spielen auswärts genauso schlecht wie zuhause. Wenn der Vorstand/Trainer aber der Meinung ist, daran liegt es, dann können sie ja mal bitten, alle zuhause zu bleiben. Dann wären wir aber wieder beim Punkt falsche Kaderplanung.
Zum Thema Frontzeck wird von Anfang an kritisch gesehen: Was erwartest du, wenn man den Trainer mit dem schlechtesten Punkteschnitt der Bundesliga holst der hier und da auch schonmal abgestiegen ist? Es ist klar, dass die Verpflichtung so eines Trainers von vielen erstmal kritisch gesehen wird (siehe Korkut/VfB). Dennoch wurde Frontzeck hier aufgrund seiner Art relativ schnell akzeptiert und unterstützt. Das jetzt Kritik aufkommt, muss nach den Spielen und insbesondere nach den Ergebnissen klar sein. Für mich hat man mit Pfiffen sogar lange gewartet und ein "Trainer raus" würde auch noch nicht einstimmig angestimmt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Pasi11 am 19.09.2018 um 07:09 Uhr bearbeitet
19.09.2018 - 07:24 Uhr
Zitat von Lullaby
Arroganz muss man sich leisten können. Rehhagel konnte es, Frontzeck nicht. Trotzdem darf eine Kündigung nicht auf Basis der Pressekonferenzen erfolgen. Die können maximal das Fass zum Überlaufen bringen.
Beste Grüße
Lullaby
Arroganz muss man sich leisten können. Rehhagel konnte es, Frontzeck nicht. Trotzdem darf eine Kündigung nicht auf Basis der Pressekonferenzen erfolgen. Die können maximal das Fass zum Überlaufen bringen.
Beste Grüße
Lullaby
Darauf können wir uns natürlich einigen. Übrigens kann es sich auch der FCK nicht leisten. Trotzdem wird deshalb rein gar nichts passieren mit Michael Frontzeck. Der weiter unser Trainer sein wird. Sorry übrigens für das fehlende „Y“ in deinem Namen. War keine Absicht sondern ein schnöder Tippfehler.
Gruß Berti
19.09.2018 - 07:48 Uhr
Bei der derzeitigen Situation im Kader handelt es sich um ein "Komplexes Problem": Viele miteinander zusammenhängende Variablen, eine sich zum Teufelskreis verdichtende Eigendynamik, eine auch für die Handelnden selbst bestehende Intransparenz und das Auseinanderklaffen von Zielen (z.B. nachhaltiges Sich-Einspielen vs. schnellem Punkten, weil Du als Trainer in diesem Tagesgeschäft nun mal keine Zeit hast, irgendwas nachhaltig zu entwickeln; oder auch: attraktive vs. effektive Spielweise, was nicht übereinkommen muss) sind Kernelemente eines komplexen Problems.
Das Problem mit den Fans ist nicht die "Erwartungshaltung" an sich - natürlich muss man von diesem Kader mehr erwarten als einen Abstiegsplatz! - sondern die Fixierung auf einfache Lösungen für komplexe Probleme ("Trainer raus, der kann doch nix!"). Bringt man der Komplexität des Problems gerechtwerdende Faktoren ein - und die Kulisse als Druckfaktor IST z.B. fraglos ein solcher Faktor - murren die Fans, man suche die "Schuld" bei ihnen und suche Entschuldigungen für das eigene sportliche Versagen. Dass es möglicherweise aber gar nicht um Schuldzuweisungen und Entschuldigungen, sondern um ERKLÄRUNGEN und LÖSUNGSSTRATEGIEN geht, kommt dem emotionalisierten Fangemüt leider nur selten in den Sinn. Das macht die Diskussion in solchen Foren in der Form so ätzend und in der Sache so unproduktiv.
Konkret: Wenn wir in zehn Jahren elf Trainer verschlissen haben, darf man aber doch mal fragen, ob der erneute Trainerrausschmiss in diesem Fall wirklich zur Problemlösung beiträgt. Oder ob das Problem des FCK nicht vielleicht doch etwas komplexer ist und möglicherweise andere Lösungen erfordert. So zumindest sieht es der Vorstand und setzt auf Kontinuität. Weil man dort Frontzeck eben nicht für gänzlich inkompetent hält. Weil man sieht, dass er die Mannschaft ganz offenkundig erreicht und die Truppe willens ist, den berühmten Bock umzustoßen. Weil man die sportliche Richtung - und dazu gehört auch das viel gehasste 4-4-2 - vor Saisonbeginn so miteinander vereinbart hat und diesen Weg nun auch konsequent weitergehen will, anstatt sprunghaft und hektisch irgendwas Neues - und irgendwen Neuen - aus dem Hut zu zaubern. Weil man erkennt, dass dieser Sport nun mal nicht berechenbar ist und wir mit exakt derselben gezeigten Leistung sowohl sieben Punkte mehr als auch vier Punkte weniger auf dem Konto haben könnten. Und weil man strategisch nicht in der Sprinter-, sondern in der Langlauflogik in dieser extrem langen Saison unterwegs ist.
Fans dürfen emotional sein, Vorstände tunlichst nicht! Wie gestern bereits geschrieben, erwarte ich von unserem Vorstand allerdings, dass er sich in der einmal gewählten Strategie nicht verrennt und in dieser multifaktoriell geprägten komplexen Problemlage kontinuierlich prüft, ob wir noch auf Kurs sind oder aber auf der Stelle treten. Und wenn letzteres der Fall ist, welche Stellschrauben man dann bewegen kann und muss. Und was jetzt kommt, wisst ihr: "Stellschrauben" --- "Mechanismen des Geschäfts" --- Trainerwechsel. Da wird Fußball dann plötzlich doch wieder ganz einfach. Aber auch wiederum nicht so einfach, dass man für diesen Fall nicht doch zumindest eine personelle Alternative vor Augen haben müsste (Lieberknecht?). Und diese darf nicht plötzlich wieder alles auf links drehen, sondern muss mit der vor Saisonbeginn vereinbarten sportlichen Strategie - und der darauf basierenden Kaderplanung - vereinbar sein. Und schon wird es sofort wieder kompliziert und komplex.
Für mich ist die Sache noch keineswegs entschieden. Einige Optimierungen wurden von Frontzeck durchaus bereits vorgenommen (ZM, Außen), aber die Mannschaft hat immer noch keine stabile Grundordnung. Dafür müssen die sportlich Verantwortlichen schnellstens eine Lösung finden - und dem Trainer intern auch unbequeme Fragen stellen. Er muss aufzeigen, wie er das abstellen will und nicht einfach nur beteuern, das brauche halt seine Zeit. Kann er mit seinem entsprechenden Konzept nicht überzeugen, muss er gehen! Aber auch NUR dann! Denn es geht darum, das Problem zu lösen - nicht darum, irgendwen an die Wand zu nageln und auf bessere Zeiten unter irgendeinem Nachfolger zu hoffen.
Das Problem mit den Fans ist nicht die "Erwartungshaltung" an sich - natürlich muss man von diesem Kader mehr erwarten als einen Abstiegsplatz! - sondern die Fixierung auf einfache Lösungen für komplexe Probleme ("Trainer raus, der kann doch nix!"). Bringt man der Komplexität des Problems gerechtwerdende Faktoren ein - und die Kulisse als Druckfaktor IST z.B. fraglos ein solcher Faktor - murren die Fans, man suche die "Schuld" bei ihnen und suche Entschuldigungen für das eigene sportliche Versagen. Dass es möglicherweise aber gar nicht um Schuldzuweisungen und Entschuldigungen, sondern um ERKLÄRUNGEN und LÖSUNGSSTRATEGIEN geht, kommt dem emotionalisierten Fangemüt leider nur selten in den Sinn. Das macht die Diskussion in solchen Foren in der Form so ätzend und in der Sache so unproduktiv.
Konkret: Wenn wir in zehn Jahren elf Trainer verschlissen haben, darf man aber doch mal fragen, ob der erneute Trainerrausschmiss in diesem Fall wirklich zur Problemlösung beiträgt. Oder ob das Problem des FCK nicht vielleicht doch etwas komplexer ist und möglicherweise andere Lösungen erfordert. So zumindest sieht es der Vorstand und setzt auf Kontinuität. Weil man dort Frontzeck eben nicht für gänzlich inkompetent hält. Weil man sieht, dass er die Mannschaft ganz offenkundig erreicht und die Truppe willens ist, den berühmten Bock umzustoßen. Weil man die sportliche Richtung - und dazu gehört auch das viel gehasste 4-4-2 - vor Saisonbeginn so miteinander vereinbart hat und diesen Weg nun auch konsequent weitergehen will, anstatt sprunghaft und hektisch irgendwas Neues - und irgendwen Neuen - aus dem Hut zu zaubern. Weil man erkennt, dass dieser Sport nun mal nicht berechenbar ist und wir mit exakt derselben gezeigten Leistung sowohl sieben Punkte mehr als auch vier Punkte weniger auf dem Konto haben könnten. Und weil man strategisch nicht in der Sprinter-, sondern in der Langlauflogik in dieser extrem langen Saison unterwegs ist.
Fans dürfen emotional sein, Vorstände tunlichst nicht! Wie gestern bereits geschrieben, erwarte ich von unserem Vorstand allerdings, dass er sich in der einmal gewählten Strategie nicht verrennt und in dieser multifaktoriell geprägten komplexen Problemlage kontinuierlich prüft, ob wir noch auf Kurs sind oder aber auf der Stelle treten. Und wenn letzteres der Fall ist, welche Stellschrauben man dann bewegen kann und muss. Und was jetzt kommt, wisst ihr: "Stellschrauben" --- "Mechanismen des Geschäfts" --- Trainerwechsel. Da wird Fußball dann plötzlich doch wieder ganz einfach. Aber auch wiederum nicht so einfach, dass man für diesen Fall nicht doch zumindest eine personelle Alternative vor Augen haben müsste (Lieberknecht?). Und diese darf nicht plötzlich wieder alles auf links drehen, sondern muss mit der vor Saisonbeginn vereinbarten sportlichen Strategie - und der darauf basierenden Kaderplanung - vereinbar sein. Und schon wird es sofort wieder kompliziert und komplex.
Für mich ist die Sache noch keineswegs entschieden. Einige Optimierungen wurden von Frontzeck durchaus bereits vorgenommen (ZM, Außen), aber die Mannschaft hat immer noch keine stabile Grundordnung. Dafür müssen die sportlich Verantwortlichen schnellstens eine Lösung finden - und dem Trainer intern auch unbequeme Fragen stellen. Er muss aufzeigen, wie er das abstellen will und nicht einfach nur beteuern, das brauche halt seine Zeit. Kann er mit seinem entsprechenden Konzept nicht überzeugen, muss er gehen! Aber auch NUR dann! Denn es geht darum, das Problem zu lösen - nicht darum, irgendwen an die Wand zu nageln und auf bessere Zeiten unter irgendeinem Nachfolger zu hoffen.
19.09.2018 - 08:18 Uhr
Zitat von newtrial
Dafür müssen die sportlich Verantwortlichen schnellstens eine Lösung finden - und dem Trainer intern auch unbequeme Fragen stellen. Er muss aufzeigen, wie er das abstellen will und nicht einfach nur beteuern, das brauche halt seine Zeit. Kann er mit seinem entsprechenden Konzept nicht überzeugen, muss er gehen!
Dafür müssen die sportlich Verantwortlichen schnellstens eine Lösung finden - und dem Trainer intern auch unbequeme Fragen stellen. Er muss aufzeigen, wie er das abstellen will und nicht einfach nur beteuern, das brauche halt seine Zeit. Kann er mit seinem entsprechenden Konzept nicht überzeugen, muss er gehen!
Die unbequemen Fragen werden schon gestellt, nur eben anders oder gar nicht bewertet. Für mich wäre auch Bader gescheitert, wenn Frontzeck gehen muss, aber vielleicht macht Frontzeck ja auch den Korkut und schmeisst hin. Gibt genug Vereine, die bald einen guten Feuerwehrmann suchen. Wäre zwar für uns der worst case, aber für Frontzeck's und Schröter's Gesundheit wohl das beste. Und wer auch immer auf ihn folgt, Tedesco ist bald wieder frei
, einem Schwein kann man Fliegen nicht beibringen, da muss auch auf anderen Ebenen ein Umdenken stattfinden.
19.09.2018 - 08:36 Uhr
Das Thema Frontzeck kann man denke ich von zwei Seiten sehen.
Eigentlich hatte er nie ne richtige Chance und ist ohne Vorschusslorbeeren hier angekommen (was ja zum Teil auch berechtigt war anhand der vorigen Stationen).
Auch kann er nix dafür, dass an jedem Spieltag irgendein Spieler nen Bock schießt und dadurch wichtige Punkte nicht geholt wurde.
Auf der anderen Seite frage ich mich aber auch: warum holt man den vielleicht besten Fußballer im Kader (Biada) runter oder bringt einen Bergmann nach einem guten Spiel nicht wieder in der Startelf?
Wären diese Fehler unabhängig von ner taktischen Umstellung nicht passiert, würde hier wohl keiner diskutieren...
Sollten man Frontzeck rauswerfen stellt sich auch die Frage ob die am Markt verfügbaren Trainer ihre Idee überhaupt hier umsetzen können und ob sie es überhaupt besser machen?!
Ich hoffe einfach auf den Turnaround, es war ja schließlich nicht alles schlecht (und ja auch nicht alles gut)
Eigentlich hatte er nie ne richtige Chance und ist ohne Vorschusslorbeeren hier angekommen (was ja zum Teil auch berechtigt war anhand der vorigen Stationen).
Auch kann er nix dafür, dass an jedem Spieltag irgendein Spieler nen Bock schießt und dadurch wichtige Punkte nicht geholt wurde.
Auf der anderen Seite frage ich mich aber auch: warum holt man den vielleicht besten Fußballer im Kader (Biada) runter oder bringt einen Bergmann nach einem guten Spiel nicht wieder in der Startelf?
Wären diese Fehler unabhängig von ner taktischen Umstellung nicht passiert, würde hier wohl keiner diskutieren...
Sollten man Frontzeck rauswerfen stellt sich auch die Frage ob die am Markt verfügbaren Trainer ihre Idee überhaupt hier umsetzen können und ob sie es überhaupt besser machen?!
Ich hoffe einfach auf den Turnaround, es war ja schließlich nicht alles schlecht (und ja auch nicht alles gut)
19.09.2018 - 09:00 Uhr
Hallo zusammen,
bei aller Kritik möchte ich auch noch etwas positives los werden.
Ich finde es ist eine deutliche Steigerung zu erkennen. Denkt mal an das miese Spiel in Halle.
Unsere Jungs haben gegen Köln 3 Tore erzielt.
2 Tore durch Standards.
Wir haben eine funktionierende doppel 6 gefunden.
Wir haben offensive Alternativen.
Wenn wir die blöden Treffer in der Nachspielzeit wegnehmen hätten wir gegen Münster 1:1 gespielt, gegen Zwickau 1:0 gewonnen und gegen Köln 3:2 gewonnen.
Das wären 5 Punkte mehr und damit hätten wir 12 Punkte und wären auf Platz 5 .
Also bitte kreuzigt unseren Trainer nicht, so schlecht ist er nicht
Gruß Ralf
bei aller Kritik möchte ich auch noch etwas positives los werden.
Ich finde es ist eine deutliche Steigerung zu erkennen. Denkt mal an das miese Spiel in Halle.
Unsere Jungs haben gegen Köln 3 Tore erzielt.
2 Tore durch Standards.
Wir haben eine funktionierende doppel 6 gefunden.
Wir haben offensive Alternativen.
Wenn wir die blöden Treffer in der Nachspielzeit wegnehmen hätten wir gegen Münster 1:1 gespielt, gegen Zwickau 1:0 gewonnen und gegen Köln 3:2 gewonnen.
Das wären 5 Punkte mehr und damit hätten wir 12 Punkte und wären auf Platz 5 .
Also bitte kreuzigt unseren Trainer nicht, so schlecht ist er nicht
Gruß Ralf
19.09.2018 - 09:05 Uhr
Zitat von Newtrial
Konkret: Wenn wir in zehn Jahren elf Trainer verschlissen haben, darf man aber doch mal fragen, ob der erneute Trainerrausschmiss in diesem Fall wirklich zur Problemlösung beiträgt.
Konkret: Wenn wir in zehn Jahren elf Trainer verschlissen haben, darf man aber doch mal fragen, ob der erneute Trainerrausschmiss in diesem Fall wirklich zur Problemlösung beiträgt.
Kanns nicht auch daran liegen,dass wir einfach immer Trainer verpflichten,die nicht zu uns passen.Es sind meistens halt nicht die Günstigen oder die,denen schon lange kein Job mehr angeboten wurde.Vielleicht hilft es auch mal auf die Vita zu achten.
Wahrscheinlich wird dann solch ein Engagement etwas teurer.Wenn man aber bedenkt, welche Kohle wir in der Vergangenheit für unfähige Spieler verbraten haben,dann relativiert sich die Sache auch.In unserer jetzigen Situation ist es natürlich nicht einfach einen namhaften Trainer zu verpflichten,aber in Zeiten als es uns finanziell noch besser ging,hätte man sicher die Chance gehabt.
Es muss endlich mal ein durchgängiges Konzept erdacht werden um dann einen Trainer zu verpflichten,dem man es zutraut,das Ganze umsetzen zu können.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von elbepower am 19.09.2018 um 09:07 Uhr bearbeitet
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